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11.03.09 Einzug ins Lufthansa Final Four geschafft!

Der HSV Handball hat zum vierten Mal in Folge das Lufthansa Final Four erreicht. Im DHB-Pokal-Viertelfinale setzten sich die Hamburger bei GWD Minden mit 24:18 (14:10) durch. 2.480 Zuschauer in der Kampa-Halle sahen eine in der ersten Hälfte spannende Partie. Die Entscheidung zu Gunsten der Gäste fiel im zweiten Durchgang. Bester Werfer der Partie war Hans Lindberg mit neun Treffern. Das Lufthansa Final Four wird am 9./10. Mai 2009 in der Hamburger Color Line Arena ausgetragen. Insgesamt ist der HSV Handball zum fünften Mal für die Pokal-Endrunde qualifiziert.

Umkämpfte erste Hälfte

Vor 2.480 Fans in der Kampa-Halle trat der HSV Handball, Pokalsieger des Jahres 2006, bei GWD Minden an. Die Gastgeber konnten mit dem Pokalsieg 1979 den vorerst letzten nationalen Titel nach Ostwestfalen holen. Das Endspiel vor 30 Jahren hatte der TSV Grün-Weiß Dankersen in der Sporthalle Hamburg gegen den THW Kiel mit 19:14 gewonnen. Im GWD-Team von Trainer Horst Bredemeier seinerzeit unter anderem aktiv: Peter Krebs, heute als Geschäftsführer des HSV Handball in Minden zu Gast, und Rainer Niemeyer, Weltmeister von 1978 und Vater von Arne Niemeyer. Der lief heute im Team des HSV Handball bei seinem ehemaligen Klub auf und wurde nach sieben Minuten in eine enge Anfangsphase eingewechselt. In der 12. Minute stand es in einem Duell zweier aggressiver Defensivreihen 4:4. Erst in Überzahl gelang dem HSV die erste Zwei-Tore-Führung (6:4, 14. Minute), die GWD Minden jedoch mit drei Treffern in Folge in ein eigenes 7:6 verwandelte (17.). Allerdings legte auch der HSV eine Drei-Tore-Serie hin und übernahm so wieder die Führung (9:7, 21.). Drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff gelang Arne Niemeyer mit dem 12:9 sein erster Treffer, der zugleich den ersten Drei-Tore-Vorsprung des HSV bedeutete. In der Schlussminute des ersten Durchgangs bekam Michael Haaß, der zuvor bereits zweimal auf die Strafbank musste, ein drittes Mal zwei Minuten und sah daher die rote Karte. Haaß hatte die frühzeitige Ausführung eines Neun-Meters verhindert. In Überzahl machte Hans Lindberg den 14:10-Halbzeitstand perfekt, der Däne war mit fünf Toren auch bester Werfer der ersten Hälfte.

HSV mit klarem Sieg ins Final Four

In die zweite Hälfte ging der HSV ohne seinen Kapitän Guillaume Gille. Der Franzose musste mit muskulären Problemen in der linken Wade auf der Bank bleiben. Bis zur vierten Minute des zweiten Durchgangs dauerte es, bis der nächste Treffer im Spiel fiel: erneut Hans Lindberg markierte das 15:10 für den HSV. Die Gastgeber blieben sogar acht Minuten lang ohne weiteres Tor. Erst Aljoscha Schmidt gelang per Siebenmeter das 11:15 (39.). In der Folge verhinderte Johannes Bitter mit seiner zwölften Parade, dass der Vorsprung weiter schmolz, im Gegenzug erhöhte Hans Lindberg auf 17:11 (40.). Diesen Vorsprung bauten die Gäste mit 150 mitgereisten Hamburger Fans im Rücken und einer konzentrierten Leistung in der Defensive und der Offensive zwischen der 42. und 47. Minute weiter bis auf 21:12 aus. Das war in diesem Spiel die Entscheidung. GWD verkürzte zwar kurzfristig auf 14:21 (50.), doch in der Schlussphase ließ der HSV den Ball wieder flüssig durch die eigenen Reihen laufen. Resultat war das 24:16, zwei Minuten vor dem Schlusspfiff. Zwei Tore der Gastgeber besorgten den 24:18-Endstand, über die Qualifikation für das Lufthansa Final Four freuten sich die Hamburger mit ihren Fans. Johannes Bitter kam am Ende auf 17 Paraden. Bester Werfer der Partie war Hans Lindberg mit neun Toren, drei davon per Siebenmeter.

GWD Minden: Besirevic (8 Paraden, 1.-60.); Medhus (für einen Siebenmeter eingewechselt); Dresrüsse n.e.;
Schmidt 5/4,Hegemann 3, Just  3, Haaß 2, Henriksson 1, Gylfason 1, Buschmann 1, Simon 1, Schäpsmeier 1, Inigmundarson

HSV Hamburg: Bitter (17 P., 1.-60.); Sandström (für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 9/3, Lackovic 5, Hens 4, Niemeyer 3, B. Gille 3, Jansen, Flohr, Torgovanov, Grimm, G. Gille, Schröder n.e., Grundsten n.e.

Siebenmeter: 4/4 – 3/3

Zeitstrafen: 6 – 1 (Haaß 3x, Hegemann 2x, Just – Flohr)

Rote Karte: Haaß (GWD, 30., dritte Zeitstrafe)

Schiedsrichter: Bernd Methe / Reiner Methe (Vellmar)

Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (2.), 3:3 (9.), 4:4 (12.), 4:6 (13.), 7:6 (17.), 7:9 (21.), 9:11 (26.), 9:12 (27.), 10:13 (29.), 10:14 (HZ) – 10:15 (34.), 11:15 (39.), 11:17 (42.), 12:17 (42.), 12:21 (47.), 14:21 (50.), 16:23 (52.), 16:24 (59.), 18:24 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir haben gewusst, dass wir auf eine sehr kämpferisch eingestellte Mannschaft von GWD treffen würden. Die ersten 20 Minuten hatten wir auch Probleme, über weite Strecken hat unser Angriffsspiel nicht funktioniert. Die Abwehr war heute der Schlüssel zum Sieg und zum Einzug ins Final Four. Darüber sind wir sehr froh.“

Martin Schwalb zur Verletzung von Guillaume Gille: „Gino hat Probleme in der linken Wade. Am Freitag werden wir eine Kernspin-Untersuchung durchführen lassen. Seine Chancen auf einen Einsatz am Samstag sind unter 10 %.“

Richard Ratka (Trainer GWD Minden): „Wir haben heute mit sehr hohem Aufwand versucht, die Hamburger Kreise zu stören. Das hat sehr viel Kraft gekostet, die uns später im Spiel, vor allem im Angriff gefehlt hat. Mit dem Ausfall von Michael Haaß und der dünnen Spielerdecke konnten wir das nicht kompensieren.“

Arne Niemeyer (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Ich hatte schon ein Grummeln im Bauch und war etwas nervöser als sonst. Ich habe aber gleich gut ins Spiel gefunden, wir haben gewonnen und sind sehr zufrieden.“

Notizen zum Spiel:

  • Pascal Hens bestritt in Minden sein 200. Pflichtspiel für den HSV Handball.
  • Arne Niemeyer erzielte an alter Wirkungsstätte mit dem 13:10 (29.) sein 50. Tor für den HSV Handball.
  • Hans Lindberg markierte mit dem 15:10 (34.) als erster HSV-Spieler im Saisonverlauf seinen 200. Pflichtspieltreffer.

Ergebnisse des DHB-Pokal-Viertelfinales

HSG Wetzlar – THW Kiel                                   23:31 (10:18)
Rhein-Neckar Löwen – HSG Düsseldorf      40:32 (20:13)
VfL Gummersbach – HSG Nordhorn              25:24 (13:11)

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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