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02.03.10 Erste Niederlage im Jahr 2010 gegen Gummersbach

HSV Handball verliert 31:39 (17:17) gegen den VfL
Der HSV Handball hat im Jahr 2010 seine erste Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den VfL Gummersbach unterlag das Team von Trainer Martin Schwalb deutlich mit 31:39 (17:17). Somit führt der HSV führt die Tabelle der TOYOTA HBL zwar weiterhin an, weist darin nun jedoch fünf Gegenpunkte auf. Die 8.855 Zuschauer in der Color Line Arena sahen eine spannende Partie, in der sich die Gäste nach der Pause entscheidend absetzen konnten. Bester Werfer des Abends war der Gummersbacher Vedran Zrnic mit zwölf Treffern, davon sechs per Siebenmeter. Für den HSV Handball trug sich Hans Lindberg elf Mal in die Torschützenliste ein.
Spannende und ausgeglichene erste Hälfte
Die 8.855 Zuschauer in der Color Line Arena konnten sich vor dem Anpfiff über gleich zwei Rückkehrer aus dem HSV-Lazarett freuen. Torsten Jansen (Muskelfaserriss) und Bertrand Gille (Fersenreizung) machten sich testweise im Teamverbund warm und liefen auch mit auf. Auf Linksaußen startete jedoch wie erwartet Matthias Flohr, am Kreis Igor Vori. Und der HSV Handball begann gegen eine offensive VfL-Deckung sehr effektiv: Nach fünf Minuten stand eine 4:2-Führung auf der Anzeigentafel, die der HSV weiter ausbauen konnte (6:3, 10. Minute). Durch vier Gegentreffer in Serie allerdings gerieten die Gastgeber ins Hintertreffen (6:7, 12.) und es entwickelte sich in der Folge eine spannende Partie. Hans Lindberg glich dreimal nacheinander aus, darunter auch zum 9:9 in Unterzahl, nachdem Johannes Bitter nach einem direkten Zweikampf mit Robert Gunnarsson auf die Strafbank musste (16.). Gummersbach hielt jedoch konsequent seine offensive Abwehrformation bei und leitete so einige gefährliche Gegenstöße ein. Beim Stand von 13:10 für die Gäste brachte HSV-Trainer Martin Schwalb Torsten Jansen. Doch ausnahmslos über die rechte Abwehrseite verkürzte der HSV Handball den Rückstand erneut: Hans Lindberg markierte vom 12:13 (21.) bis zum 15:16 (28.) alle HSV-Treffer. Der Däne war mit acht Treffern der erfolgreichste Akteur der ersten Halbzeit. Den Ausgleich zum 16:16 besorgte jedoch Domagoj Duvnjak (29.). Zur Pause stand es 17:17.
Halbzeit zwei bringt ersten doppelten Punktverlust vor eigenem Publikum
Ebenso torreich wie im ersten Durchgang ging es auch nach der Pause weiter. Wieder war es Hans Lindberg, der sein Team erneut in Führung brachte (18:17, 31.). Gegen die offensive VfL-Deckung stellte der HSV nun um und mit Pascal Hens einen siebten Feldspieler im Angriff auf. Die Gummersbacher reagierten ihrerseits mit der Umstellung auf eine 6:0-Deckung. Die Gäste nutzten das leere HSV-Tor jedoch auch zur erneuten 20:19-Führung (36.) sowie wenig später zum 24:21 (41.). Hans Lindberg verkürzte wiederum auf 23:25 (43.). Der VfL spielte seine Angriffe jedoch effektiv aus und hatte mit Goran Stojanovic zudem einen starken Torhüter als Rückhalt. Zehn Minuten vor dem Ende stand ein 24:30-Rückstand aus Hamburger Sicht zu Buche. Auch die erneute Hereinnahme eines siebten Feldspielers brachte keine wesentliche Änderung an diesem Ergebnis mehr. Die VfL-Abwehr packte weiterhin fest zu, sodass auch VfL-Keeper Stojanovic sich in die Torschützenliste eintragen konnte (33:25, 53.). Nach und nach bauten die Gäste ihren Vorsprung so auf zehn Tore aus (38:28, 58.). In den Schlussminuten konnte der HSV Handball zwar noch einmal verkürzen, musste aber dennoch schlussendlich ein bitteres 31:39 und somit die höchste Saisonniederlage hinnehmen. Bester Werfer der Partie war der Gummersbacher Linksaußen Vedran Zrnic mit zwölf Treffern, davon sechs Siebenmeter. Hans Lindberg war für den HSV elf Mal erfolgreich.
HSV Hamburg: Bitter (6 Paraden, 1.-16., 27.-41.); Sandström (2 P., 16.-27., 41.-60.);
Lindberg 11/4, K. Lijewski 5, Vori 4, Duvnjak 3, G. Gille 3, Hens 2, Flohr 1, M. Lijewski 1, Jansen 1, Lackovic, B. Gille n.e., Schliedermann n.e.
VfL Gummersbach: Stojanovic (10/1 P., 1.-60.) und ein Tor; Hammerschmidt n.e.;
Zrnic 12/6, Vukovic 7, Schindler 6, Pfahl 6, Gunnarsson 4, Wagner 2, Szilagyi 1, Krantz, Lützelberger, Fäth n.e., Eisenkrätzer n.e., Rahmel n.e., Multhauf n.e.
Siebenmeter: 4/6 – 6/6 (Lindberg verwirft gegen Stojanovic, Lindberg trifft den Pfosten)
Zeitstrafen: 4 – 6 (Lindberg, Bitter, Jansen, G. Gille – Vukovic 2x, Krantz 2x, Pfahl, Szilagyi)
Schiedsrichter: Bernd Methe / Reiner Methe (Vellmar)
Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (2.), 3:1 (4.), 3:2 (5.), 4:3 (6.), 6:3 (10.), 6:7 (12.), 7:7 (13.), 9:9 (16.), 9:11 (18.), 10:11 (18.), 10:13 (19.), 12:13 (21.), 15:16 (28.), 16:16 (29.), 17:17 (30.) – 18:17 (31.), 18:18 (32.), 21:21 (38.), 21:24 (41.), 22:24 (42.), 23:25 (43.), 23:27 (45.), 24:27 (46.), 24:30 (50.), 25:30 (51.), 25:33 (53.), 26:33 (54.), 28:35 (55.), 28:38 (58.), 29:38 (58.), 30:39 (59.), 31:39 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Glückwunsch an den VfL für eine konzentrierte und spielerische Leistung von der ersten bis zur 60. Minute. Wir haben von Anfang an große Probleme gehabt, die Beine ins Spiel zu bringen. Nach ein, zwei verworfenen Bällen haben wir es nicht mehr geschafft, unseren klaren Kopf zu behalten. Man hat gesehen, dass dies Spiel immer schwerer wurde. Das haben die Jungs auch irgendwann selbst gespürt und zu viel Respekt gezeigt. Ich möchte mich noch einmal bei den Fans für die unterstützende Stimmung trotz dieser Niederlage bedanken.“
Sead Hasanefendic (Trainer VfL Gummersbach): „Ich bin selbstverständlich zufrieden nach solch einer Leistung. Unsere Strategie war es mitzuhalten, egal wie lange. Und diese Strategie ist aufgegangen. Ein großes Lob an meine Jungs. In vielen Situationen hat der HSV mehr und mehr resigniert, während wir mehr und mehr an uns geglaubt haben.“
Torsten Jansen (Linksaußen HSV Handball): „Heute ist alles schief gelaufen, was schief laufen konnte. Der VfL hat mit einer Alles-Nichts-Abwehr gespielt, auf die wir keine richtige Antwort parat hatten. Das hat sich dann sehr demoralisierend auf unsere Abwehr ausgewirkt. Es war heute wie ein schwarzes Loch, in dem alles nach unten gezogen wurde. Unsererseits haben wir alles versucht, es hat heute aber nicht geklappt.“
Notizen zum Spiel:
- Igor Vori gelang in der 18. Minute mit dem 10:11 sein 75. HBL-Treffer.
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