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24.09.11 Zwei Punkte in Gummersbach

32:31 (15:18)-Erfolg in der Eugen-Haas-Halle

Im dritten Anlauf konnte der HSV Handball seinen ersten HBL-Auswärtssieg der Saison feiern. Beim VfL Gummersbach hieß es am Ende 32:31 (15:18) aus Hamburger Sicht. Vor allem nach dem Seitenwechsel sahen die 2.149 Zuschauer in der ausverkauften Eugen-Haas-Halle einen stark kämpfenden HSV, der zunächst den Ausgleich erzielen konnte und die folgende Führung nicht mehr abgab. Neuzugang Renato Vugrinec wurde bei seiner Rückkehr in die TOYOTA HBL noch nicht eingesetzt. Durch den Erfolg, und damit 6:4 Punkten, verbessert sich der HSV in der Tabelle auf Platz sieben. Bester Hamburger Werfer wurde Torsten Jansen mit sieben Toren, für den  VfL erzielte Barna Putics zehn Tore.

Pausenrückstand zur Halbzeit

Der HSV kam gut ins Spiel und konnte in der dritten Minute eine 2:0-Führung vorlegen, musste aber kurz darauf den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen (5. Minute). Nach Igor Voris drittem Treffer zum 3:2 (6.), waren es aber die Gastgeber, die durch drei Tore in Folge mit 5:3 in Führung gingen (8.) In der Folge verlief das Spiel ausgeglichen und nach einer Viertelstunde stand es 7:10 aus Sicht der Gäste. Durch zwei Treffer von Bertrand Gille und Domagoj Duvnjaks Tor zum 12:12 glich der HSV in der 19. Minute wieder aus. Nun waren die Hamburger gut im Spiel, konnten dies aber durch einige leichte Fehler nicht zu ihrem Vorteil nutzen. Bis zum 14:14 (24.) änderte sich daran nichts, aber durch drei Gegentreffer in Überzahl geriet der Meister mit 14:17 (28.) erneut in Rückstand. In den letzten Minuten der ersten Hälfte wurde das Spiel etwas härter und hektischer und zur Pause stand ein 18:15 für den VfL Gummersbach an der Anzeigentafel.

Durch starken Kampf zum ersten Auswärtssieg

Die zweite Halbzeit begann etwas ruhiger als die erste und so änderte sich zunächst nichts an dem Drei-Tore-Rückstand. Nach 35 Minuten stand es 20:17 für den VfL. Durch eine kompakte Abwehr, aus der Ballgewinne und so drei Treffer in Folge resultierten, konnte der HSV in Minute 40 zum 20:20 ausgleichen. Im folgenden Angriff konnte Johannes Bitter gleich den ersten Siebenmeter des Spiels parieren, jedoch landete der Abpraller wieder bei Vedran Zrnic, der seine zweite Chance zum 21:20 (41.) nutzte. Die nächsten Minuten verliefen ausgeglichen, und so kam es über 24:24 (45.) durch Bertrand Gille zum zwischenzeitlichen 27:27 in der 50. Minute. Durch Pascal Hens, der alle seine sechs Treffer in der zweiten Halbzeit erzielte, und Torsten Jansen konnte der amtierende Meister in der 52. Minute wieder mit zwei Toren in Vorlage gehen. Die nächsten Minuten waren dann von vielen Fehler und Fouls und den daraus resultierenden Unterbrechungen geprägt. Die Tore fielen dabei abwechselnd auf beiden Seiten und so entwickelte sich eine spannende Schlussphase. Der HSV legte dabei immer wieder vor, musste jedoch postwendend wieder den Anschlusstreffer hinnehmen. In den letzten Sekunden konnte Johannes Bitter den vermeintlich letzten Wurf entschärfen, aber es gab nochmals Freiwurf. Johannes Bitter legte den Ball nach zwei Schritten ab, erhielt dafür aber die rote Karte. Den letzten direkten Freiwurf brachte Gummersbach jedoch nicht mehr auf das HSV-Tor und so siegte der HSV nach hartem Kampf verdient mit 32:31 und feiert den ersten Auswärtssieg der Saison.

HSV Handball: Bitter (8 Paraden, 15.-60.); Beutler (1 P., 1.-15. und die letzten 5 Sekunden);
Jansen 7, Vori 6, Hens 6, B. Gille 5, Duvnjak 3, Lackovic 3, Lindberg 2/1, G. Gille, Schröder, Flohr, Vugrinec n.e., Schliedermann n.e.

VfL Gummersbach: Somic ( 0 Paraden, 1.-16.); Rezar (6 P., 16.- 60.);
Putics 10, Pfahl 7, Schindler 5, Lützelberger 4, Wiencek 2, Zrnic 2, Anic 1, Krause,  Mahé, Eisenkrätzer n.e., Gaubatz n.e., Teppich n.e.

Siebenmeter: 0/2 – 1/1 (Zrnic und Pfahl scheitern an Bitter)

Zeitstrafen: 5 – 3 (Wiencek 2x, Anic, Krause, Mahe – Jansen 2x, Vori)

Rote Karte: Bitter (HSV, Spielverzögerung, 60.)

Schiedsrichter: Andreas Pritschow / Marcus Pritschow (Leinfelden/Degerloch)

Spielfilm: 0:2 (3.), 2:2 (5.), 3:3 7.), 5:3 (8.), 7:5 (11.), 10:8 (16.), 12:12 (19.), 14:14 (24.), 17:14 (28.), 18:15 (30.) - 18:16 (32.), 20:18 (37.), 20:20 (40.), 24:24 (45.), 27:27 (50.), 27:29 (52.),29:31 (56.), 31:32 (59.)

Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Ich glaube, dass wir heute gelernt haben, 60 Minuten zu kämpfen, und mussten dabei wieder 60 Minuten gegen eine offene Abwehr spielen. Gegen so eine Abwehr müssen wir unser Spiel noch weiter verbessern und arbeiten viel daran. Aber ohne Linkshänder war das schon ganz ok. Das Wichtigste ist, dass wir jetzt das erste Auswärtsspiel gewonnen haben.“

Sead Hasanefendic (Trainer VfL Gummersbach): „Es war ein gutes Spiel, und wir haben heute wieder unsere gute Seite gezeigt. Mit Hamburg haben wir heute gegen eines der besten Teams gut ausgesehen, und ich muss meiner Mannschaft ein Lob für ihren Kampf aussprechen. So ein Spiel entscheidet sich am Ende durch Details und in den letzten Sekunden hat uns dann etwas die Cleverness gefehlt. Ich gratuliere dem HSV zum Sieg und auch zu Renato Vugrinec. Der hat heute zwar nicht gespielt, aber ich glaube, Per Carlén und der HSV werden noch viel Freude mit ihm haben.“

Pascal Hens (Kapitän HSV Handball): „Die erste Halbzeit lief mit der 6:0-Abwehr nicht so gut. In der zweiten Hälfte haben wir uns dann gefangen und haben durch die 3:2:1-Abwehr mehr Stabilität bekommen. Dadurch hatten wir einige Ballgewinne und Gegenstöße und konnten das Spiel so zum Glück noch drehen.“

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Der VfL hat es uns heute sehr schwer gemacht. In der Halbzeit haben wir uns darauf eingeschworen, alles zu geben und zu Kämpfen. Das hat sich am Ende bezahlt gemacht, und wir haben verdient gewonnen.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Wir sind sehr froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben und zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Das Spiel stand zum Schluss auf des Messers Schneide, aber durch unseren Kampf und den konsequenten Gegenstoß denke ich, dass wir verdient gewonnen haben.“

Notizen zum Spiel:

HSV-Torhüter Dan Beutler fährt mit Präsident Martin Schwalb und Aufsichtsrats-Mitglied Christoph Strenger zurück nach Hamburg. Bei dem Schweden ist Nachwuchs unterwegs, und da das Kind bereits vier Tage ‚überfällig‘ ist, wird die Geburt am Sonntag eingeleitet.“

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

HSV-DAUERKARTE

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