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23.03.10 Erstmals doppelter Punktgewinn in Flensburg!

HSV Handball gewinnt mit 29:25 (13:11) beim Tabellenvierten

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gewinnt der HSV Handball in der TOYOTA Handball-Bundesliga bei der SG Flensburg-Handewitt. Mit 29:25 (13:11) setzten sich die Hamburger vor 6.300 Zuschauern in der ausverkauften Campushalle beim Nordrivalen durch und feierten zwei wichtige Punkte. Mit nunmehr 47:5 Zählern verteidigt die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb auch weiter ihre Tabellenführung. Von Beginn an zeigten sich die Gäste hochkonzentriert und mit der nötigen Härte in der Defensive, konnten sich bis zur Schlussphase jedoch nicht entscheidend absetzen. Erst in den letzten Minuten wurde das Nordderby entschieden. Zum besten Werfer der Partie avancierte Domagoj Duvnjak mit acht Toren.

Spannender Auftakt mit guten Abwehrreihen

Mit zwei Toren über Linksaußen begann das Nordderby in der mit 6.300 Zuschauern ausverkauften Campushalle: Lars Christiansen auf Seiten der Gastgeber und Torsten Jansen für den HSV machten den Anfang in einer von Beginn an umkämpften Partie. Während die Flensburger mit einer 6:0-Deckung begannen, stellte sich die Hamburger Abwehrreihe den gegnerischen Angriffen offensiv gegenüber. Die SG legte in der Anfangsphase vor, der HSV zog jedoch stets gleich. Nach zehn Minuten stand es 5:5, an dem Torsten Jansen mit vier Treffern  den größten Anteil hatte. In der 18. Minute markierte Hans Lindberg mit seinem zweiten verwandelten Siebenmeter in Folge die erste Führung des HSV Handball zum 9:8. Die Hamburger Deckung funktionierte immer besser und verhinderte neun Minuten weitere Treffer, sodass die Gastgeber erst in der 23. Minute wieder zum 9:11 verkürzen konnten. In der Schlussphase standen die Torhüter auf beiden Seiten im Blickpunkt: Dan Beutler entschärfte einen Siebenmeter von Hans Lindberg (25. Minute), Johannes Bitter wehrte wenig später den Wurf von Oscar Carlen ab (28.). So hielt die HSV-Führung bis zum Pausenpfiff, mit dem Domagoj Duvnjak das 13:11 für sein Team erzielte.

Hamburger mit längerem Atem zu zwei Punkten

Mit seiner siebten Parade eröffnete Johannes Bitter den zweiten Durchgang und eröffnete dem HSV so die Möglichkeit zum schnellen 14:11, das Hans Lindberg erneut per Strafwurf markierte. Bis zur 37. Minute stand es in einem Spiel, das kämpferisch nahtlos an die erste Halbzeit anknüpfte, jedoch wieder Remis (14:14). Es entwickelte sich in der Folgezeit weiter die enge Partie, die die Fans von dem Nordderby erwarten durften. Keines der Teams konnte sich absetzen. Stattdessen wechselte die Führung bis Mitte der zweiten Hälfte hin und her. Zunächst legte die SG zum 17:16 vor (42.), der HSV Handball antwortete mit dem 19:17 (44.). Zehn Minuten vor dem Ende gerieten die Gastgeber in doppelte Unterzahl (50.), die zunächst Hans Lindberg zum 22:21 sowie Domagoj Duvnjak direkt darauf in einfacher Überzahl zum 23:21 nutzten (51.). Der Kroate war wenig später auch zum 24:21 zur Stelle (53.). Dieser dritte Hamburger Drei-Tore-Vorsprung des Spiels war trotz offener Deckung und eines siebten Feldspielers auf Flensburger Seite die Vorentscheidung. Der HSV Handball gewann am Ende verdient mit 29:25 und konnte seinen ersten zweifachen Punktgewinn in der Bundesliga in der Campushalle feiern. Bester Werfer der Partie war Domagoj Duvnjak mit acht Treffern.

SG Flensburg-Handewitt: Beutler (11/1 Paraden, 1.-60.); Sjöstrand (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Carlén 5, Petersson 4, Boesen 4, Heinl 3, Svan-Hansen 2, Christiansen 2/1, Karlsson 2, Eggert 2/2, Mogensen 1, Fahlgren, Djordjic n.e., Carstens n.e.

HSV Hamburg: Bitter (13 P., 1.-60.); Sandström (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Duvnjak 8, Jansen 7, Lindberg 5/4, Vori 4, M. Lijewski  2, G. Gille 1, K. Lijewski 1, Flohr 1, Lackovic, B. Gille, Hens

Siebenmeter: 3/3 – 4/5 (Lindberg verwirft gegen Beutler)

Zeitstrafen: 4 – 3 (Boesen, Mogensen, Karlsson, Petersson – Jansen, K. Lijewski, G.Gille)

Schiedsrichter: Bernd Methe / Reiner Methe (Vellmar)

Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (2.), 2:2 (4.), 4:2 (6.), 4:4 (8.), 5:5 (10.), 7:5 (12.), 7:6 (12.), 8:7 (14.), 8:9 (18.), 8:11 (22.), 9:11 (23.), 10:12 (24.), 11:13 (30.) – 11:14 (32.), 12:14 (32.), 14:14 (37.), 16:16 (42.), 17:16 (42.), 17:19 (44.), 18:19 (45.), 21:22 (50.), 21:24 (53.), 22:24 (54.), 22:27 (57.), 23:27 (58.), 25:29 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Es ist eine sehr schwere Aufgabe, auswärts in Flensburg zu bestehen. Das war heute ein Kampfspiel – beide Abwehrreihen haben versucht, über Aggressivität die Big Point zu machen. Das Spiel hätte zu beiden Seiten kippen können. In den letzten 20 Minuten hat unsere Abwehr in Zusammenarbeit mit dem Torhüter einen guten Verbund dargestellt und in der Offensive konnten wir durch schnelle Tore punkten. Es passiert nicht alle Tage, dass wir hier gewinnen und wir sind glücklich über den Sieg.“

Martin Schwalb zu Domagoj Duvnjak: „Ich muss den Kleinen heute hervorheben: Er hat eine wirklich tolle Leistung gebracht und über die gesamte Spielzeit immer die richtigen Entscheidungen getroffen.“

Per Carlén (Trainer SG Flensburg-Handewitt): „In der ersten Halbzeit haben beide Mannschaften viel über die schnelle Mitte gespielt. Das war insgesamt gut anzusehen. In der zweiten Halbzeit dominierte der Kampf. Wir haben zwei unglückliche Zeitstrafen bekommen, das hat uns Kraft gekostet, und die Tore, die wir dann gefangen haben, konnten wir nicht mehr aufholen.“

Guillaume Gille (Kapitän HSV Hamburg): „Unsere Deckung stand stabil, vorne haben wir Druck gemacht und Jogi hat im Tor eine gute Leistung gezeigt. Das sind all die Zutaten, die man braucht, um auswärts so ein Spitzenspiel zu gewinnen.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Hamburg): „Es war ein Kampfspiel heute. Die Flensburger waren hoch motiviert und haben extrem hart gedeckt. Wir haben uns insgesamt eine Abwehrschlacht geliefert, die wir übers gesamte Spiel angenommen haben. Unsere kämpferische Leistung hat uns den Sieg gebracht, über den ich sehr glücklich bin.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Hamburg): „Wir haben permanent unseren Stiefel runter gespielt und dabei wenige Aussetzer gehabt. Dule hat wichtige Tore gemacht und uns die Big Points gesichert. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt eine Zweifel daran, dass wir hier als Gewinner vom Platz gehen.“

Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Hamburg): „Die Einstellung der Spieler war heute extrem gut. Man hat heute gemerkt, dass die nichts anbrennen lassen wollten. Bis zum Ende  der Saison ist es noch ein weiter Weg und wir haben heute einen Meilenstein erreicht.“

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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