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20.09.08 Feststimmung gegen Magdeburg

In einer über weite Phasen spannenden Partie bezwingt der HSV Handball den SC Magdeburg in der TOYOTA Handball-Bundesliga 28:22 (12:12). Die Teams lieferten sich während der ersten Hälfte ein packendes Spiel. Keine der Mannschaften konnte sich vor 8.063 Zuschauern in der Color Line Arena einen Vorsprung verschaffen. Nach der Pause trat der HSV Handball entschlossener auf und verschaffte sich aus einer sicheren Deckung heraus die entscheidenden Vorteile. Erfolgreichster Torschütze des HSV Handball war Torsten Jansen mit sieben Treffern, die er alle von der Siebenmeterlinie erzielte. Krzysztof Lijewski traf sechsfach aus dem Feld.
Ausgeglichene erste Halbzeit
8.063 Zuschauer in der Color Line Arena versprachen sich vom Aufeinandertreffen zwischen dem HSV Handball und dem SC Magdeburg eine spannende Begegnung. Die Hamburger setzten sich in den ersten Minuten zügig auf 5:2 ab. Daraufhin nahm Magdeburgs-Coach Michael Biegler früh seine erste Auszeit (10. Minute). Die Unterbrechung brachte die Hamburger aus dem Konzept. Als nur zwei Minuten später die Magdeburger zum 5:5 ausglichen, nahm auch HSV Handball-Trainer Martin Schwalb eine Auszeit. Wenig später beendete Torsten Jansen mit dem Ausgleich zum 6:6 per Siebenmeter die torlosen Minuten das HSV (14. Minute). In der Folge dominierten die Defensiv-Abteilungen beider Mannschaften das Spiel. Matthias Flohr, Krzysztof Lijewski und Bertrand Gille bauten die HSV-Führung bis zur 25. Minute jedoch wieder auf drei Tore aus (10:7). Die Partie blieb weiter spannend, und die Hamburger mussten erneut den Ausgleich hinnehmen (10:10, 28.). Mit dem Zwischenstand von 12:12 ging es in die Pause. Bester Werfer des HSV Handball im ersten Durchgang war Torsten Jansen mit drei Treffern, die er allesamt per Siebenmeter erzielte.
Krzysztof Lijewski in Torlaune
Mit viel Energie kamen die Hamburger aus der Kabine. Der Gegner wurde mit der nun offensiven Deckung früh gestört. Nach nur drei Minuten, in denen der HSV drei Treffer erzielte (15:12, 33.), nahm Magdeburg erneut eine frühe Auszeit. Nach dieser Auszeit fielen lange Zeit keine Tore aus dem Spiel heraus. Vier erfolgreich verwandelte Siebenmeter in Folge sorgten für den Zwischenstand von 17:14 (40.). Per Sandström mit insgesamt elf Paraden und Torsten Jansen mit starken Nerven von der Strafwurflinie waren in dieser Phase Garanten für die HSV-Führung. Zehn Minuten vor dem Ende drehte Hamburgs Krzysztof Lijewski auf. Binnen zwei Minuten baute er durch drei Treffer in Folge das Ergebnis auf 23:17 aus (51.). Insgesamt erzielte der Rückraumspieler sechs Treffer. Torsten Jansen agierte bis zum Schlusspfiff souverän aus sieben Metern und verwandelte insgesamt sieben von acht Strafwürfen. In der 57. Spielminute kassierte Hamburgs Matthias Flohr seine dritte Zwei-Minuten-Strafe und sah daraufhin die Rote Karte. Andreas Rojewski und Torsten Jansen waren am Ende mit jeweils sieben Treffern die erfolgreichsten Akteure der Partie.
Bereits am kommenden Mittwoch, 24. September, messen sich die HSV Handballer erneut mit dem SC Magdeburg. Um 19.30 Uhr treten die Hamburger im DHB-Pokal bei der zweiten Mannschaft des SCM an.
HSV Hamburg: Bitter (3 Paraden, 1.-13.); Sandström (11 P., 13.-60.);
Jansen 7/7, K. Lijewski 6, B. Gille 4, Schröder 3, M. Lijewski 3, Flohr 3, Lackovic 2, G. Gille, Niemeyer, Lindberg n.e., Grundsten n.e., Grimm n.e., Torgovanov n.e.
SC Magdeburg: Heinevetter (11/1 P., 1.-53., 55.-60.); Müller (53.-55.);
Rojewski 7/3, van Olphen 4, Vasilakis 4, Sprenger 3, Tönnesen 2, Grafenhorst 1, Jurecki 1, Theuerkauf, Stiebler, Wiegert, Kabengele, Krause n.e., Hauge n.e.
Siebenmeter: 7/8 – 3/4 (Jansen scheitert an Heinevetter – Theuerkauf wirft über das Tor)
Strafminuten: 4 – 6 (Flohr 3x, B. Gille – Sprenger 2x, Rojewski, Grafenhorst, Stiebler, Heinevetter)
Spielfilm: 0:1 (1.), 2:1 (5.), 3:2 (7.), 5:2 (10.), 5:5 (12.), 7:7 (18.), 10:7 (25.), 10:10 (27.), 12:12 (30.) – 13:12 (31.), 16:12 (34.), 17:13 (39.), 19:15 (44.), 19:17 (47.), 23:17 (51.), 23:18 (51.), 25:20 (56.), 27:22 (59.), 28:22 (60.)
Die Bildergalerie zum Spiel gibt es hier.
Hier klicken für das Video zum dritten Heimspiel.
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir freuen uns sehr, dass wir gewonnen haben. Wir haben eine klasse kämpferische Leistung gezeigt. Wir haben versucht, in der Abwehr alles zu geben. Wenn es klappt, sieht es schön aus, aber so eine aggressive Deckung muss sehr aufmerksam sein. Da muss man über die Schmerzgrenze gehen. Und außerdem ist Per Sandström über sich hinausgewachsen. Das ist die Mannschaft, wie ich sie mir vorstelle. In der ersten Halbzeit gefiel mir der Angriff noch besser als in der zweiten, da haben die schnelle Mitte und Gegenstöße besser geklappt. Man sieht einen deutlichen Fortschritt, auch wenn natürlich noch nicht alle Laufwege automatisiert sind. Wir haben für unseren aktuellen Stand ein sehr gutes Spiel geliefert und verdient gewonnen. Ich möchte auch die Zuschauer noch einmal erwähnen. Es ist toll, wie sie das Team unterstützen und mit der Mannschaft eine Einheit bilden.
Michael Biegler (Trainer SC Magdeburg): „Ich bin nicht mit dem Ergebnis einverstanden. Wir müssen besser umsetzen, was wir taktisch vorbereiten. Die Chancenverwertung war nicht gut. Wir haben eine sehr starke erste Halbzeit gespielt. Wenn wir erfahrener wären, hätten wir auch mit einer Führung in die Pause gehen können. Wir stehen uns selbst auf den Füssen und belohnen uns nicht für das, was wir während der Woche erarbeiten. Wir müssen unseren Erfolg über das gemeinschaftliche Spiel erreichen. Die Mannschaft weiß das und eigentlich kann sie es auch besser umsetzen.
Krzysztof Lijewski (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Wir wussten, dass es heute sehr schwer werden würde. Die zweite Halbzeit war sehr wichtig für uns. Da haben wir aggressiv gedeckt und waren konsequent im Angriff. Wir sind sehr glücklich über die zwei Punkte. Wir haben den richtigen Weg wieder gefunden.“
Guillaume Gille (Kapitän HSV Hamburg): „Es war heute wichtig, zwei Punkte zu holen und die Enttäuschung vom letzten Wochenende aus den Köpfen zu bekommen. Wir sind noch lange nicht perfekt, aber wir sind auf dem Weg.“
Notizen zum Spiel:
- Dauerkarteninhaber Andreas Wenski machte vor dem Spiel seiner Nina einen Heiratsantrag, den sie gerührt mit „Ja!“ beantwortete. Anschließend ertönte über die Arena-Lautsprecher das gemeinsame Lied „Fliegen“ von Lotto King Karl.
- Der erste HSV Handball Super-Fan des Spiels wurde Marcel Helms aus Halstenbek. Er setzte sich in den Disziplinen „Tor-Stopp“, „Bällchenspiel“ und „Torwandwerfen“ souverän durch.
- Krzysztof und Marcin Lijewski sind am Montag zu Gast bei ‚Rasant‘ auf Hamburg 1. Das Sportmagazin mit Moderator Ulrich Pingel wird ab 20.15 Uhr ausgestrahlt.
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