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29.09.10 Gala-Vorstellung gegen den TuS N-Lübbecke

Nach langer Heimspielpause 40:27 (20:11) vor eigenem Publikum
Nach rund dreieinhalb-wöchiger Heimspielpause zeigt sich der HSV Handball vor den eigenen Fans wieder souverän und gewinnt gegen den TuS N-Lübbecke mit 40:27 (20:11). Somit positionieren sich die Hamburger am 6. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga auf Platz drei der Tabelle. Vor 8.146 Zuschauern in der heimischen O2 World Hamburg zeigte sich das Team von Trainer Martin Schwalb die gesamte Spielzeit lang überlegen und behielt nach früher Führung stets die Oberhand. Am Ende standen in einem unterhaltsamen Spiel 40 HSV-Treffer zu Buche. Bester Werfer der Partie wurde Hans Lindberg mit zehn Toren, davon zwei Siebenmeter.
HSV setzt Gäste mit Tempohandball unter Druck
Der HSV ging vor 8.146 Zuschauern in der O2 World Hamburg ohne Drei ins Spiel gegen den TuS N-Lübbecke. Neben Krzysztof Lijewski (Schulter-OP) und Matthias Flohr (Rückenprobleme) konnte auch Stefan Schröder (Oberschenkel-Zerrung) nur zuschauen. Marcin Lijewski hingegen meldete sich nach überstandener Oberschenkel-Prellung wieder fit und stand auch in der Anfangsformation. Aus einer starken Abwehr heraus ging der HSV, gegen eine ebenso offensive Lübbecker Deckung, früh mit 3:0 in Führung (3. Minute). Diesen Vorsprung bauten die Gastgeber durch Tempohandball und einer sehr effektiven Offensivausbeute in der Anfangsviertelstunde über 9:3 (10.) auf 12:5 aus (15.). Bei Lübbecke konnten sich bis zu diesem Zeitpunkt nur Mattias Gustafsson und Thorir Olafsson als Torschützen auszeichnen. In der einzigen Überzahl der ersten Hälfte verkürzten die Gäste zwar auf 8:13 (20.). Durch eine konzentrierte Mannschaftsleistung, und unter anderem fünf Paraden von Johannes Bitter, stellte der HSV aber schnell wieder den alten Abstand her (16:9, 24.). Zur Pause feierten die Fans eine starke Halbzeit ihres Teams sowie eine 20:11-Führung.
Sicheres Zusammenspiel über den Kreis bringt Torerfolg
Wie im ersten Durchgang eröffnete Igor Vori mit seinem Treffer zum 21:11 auch die zweite Halbzeit. Das Spiel über den Kreis funktionierte beim HSV weiterhin gut, so dass der kroatische Nationalspieler mit dem 24:13 bereits seinen siebten Treffer beisteuerte (36.). Johannes Bitter wehrte drei Minuten später bereits seinen zehnten Ball ab, und auch die Hamburger 3-2-1-Abwehr funktionierte weiter reibungslos. In der ersten eigenen Überzahl nutzten die Gastgeber den sich bietenden Platz und setzten Hans Lindberg in Szene, der doppelt zum 28:17 traf (42.) und dabei sein 650. Bundesliga-Tor erzielte. Auch der 30. Hamburger Treffer, der in einem schnellen Spiel bereits nach 45 Minuten fiel, ging auf das Konto des Dänen (30:19). Per Sandström, der kurz zuvor ins Spiel kam, leistete mit einem gehaltenen Siebenmeter seinen Beitrag, dass der HSV das Ergebnis immer deutlicher gestalten konnte (51.): Hans Lindberg traf wenig später per Siebenmeter und mit seinem zehnten Tor zum 36:21 (54.). Mit einer hochkonzentrierten Leistung bis zum Abpfiff stellte die Mannschaft von Martin Schwalb schließlich das deutliche 40:27 her.
HSV Handball: Bitter (11 Paraden, 1.-45.); Sandström (5/1 P. 45.-60. und für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 10/2, Vori 9, Kraus 4, Lackovic 3, B. Gille 3, M. Lijewski 3, Hens 3, Duvnjak 2, Jansen 2, Schliedermann 1, G. Gille, Schröder n.e.
TuS N-Lübbecke: Blazicko (5 P., 1.-30.); Putera (4 P., 31.-60.);
Tluczynski 5/3, Gustafsson 4, Olafsson 4, Svensson 3, Just 3, Siodmiak 2, Niemeyer 2, Loke 1, Konitz 1, Alvanos 1, Remer 1, Hansen
Siebenmeter: 2/3 – 3/5 (Hans Lindberg scheitert gegen – Olafsson trifft das Lattenkreuz, Sandström bleibt Sieger gegen Tluczynski)
Zeitstrafen: 3 – 3 (G. Gille, Hens, B. Gille – Gustafsson, Svensson, Loke)
Schiedsrichter: Robert Schulze / Tobias Tönnies (Magdeburg / Dodendorf)
Spielfilm: 1:0 (1.), 3:0 (3.), 3:1 (4.), 5:1 (6.), 5:3 (8.), 9:3 (10.), 9:4 (11.), 11:4 (14.), 11:5 (14.), 13:7 (19.), 13:8 (20.), 14:8 (20.), 15:9 (23.), 16:9 (24.), 16:10 (25.), 18:10 (22.), 18:11 (28.), 20:11 (30.) – 21:11 (31.), 21:12 (32.), 22:13 (34.), 24:13 (36.), 24:14 (36.), 27:17 (41.), 29:17 (43.), 29:18 (44.), 31:20 (48.), 34:20 (50.), 34:21 (52.), 36:21 (54.), 36:22 (55.), 37:22 (56.), 37:24 (57.), 38:24 (58.), 40:26 (60.), 40:27 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Ich glaube, dass ich heute nicht viel sagen muss. Die Mannschaft hat durch ihre Leistung schon alles gesagt. Dem Team war der unbedingte Wille anzumerken, vor den Fans ein gutes Spiel abzuliefern. Das haben die Jungs geschafft.“
Patrik Liljestrand (Trainer TuS N-Lübbecke): „Ich bin in meiner TuS-Zeit noch nie so überrannt worden wie heute. Wir hatten gehofft, dass der HSV von seinem schweren Champions League-Auftritt am Wochenende geschwächt wäre. Das war nicht der Fall, der HSV war in allen Belangen besser und hat einen überragenden Sieg gelandet. Aber das ist nur ein Spiel, wir hoffen auf das nächste.“
Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Das war eine starke Leistung vom gesamten Team, von der ersten bis zur letzten Minute. Nicht nachzulassen war heute ein ganz wichtiger Faktor. Das war insgesamt eine tolle Leistung.“
Michael Kraus (Rückraumspieler HSV Handball): „So macht es wirklich Laune zu spielen. Die Mannschaft hat sich gefunden, das hat man heute gesehen. Die ganzen 60 Minuten haben Spaß gemacht, für die Mannschaft und für die Fans – und so muss das auch sein.“
Notizen zum Spiel:
- Vor dem Anpfiff überreichte Präsidiumsmitglied Dieter O. Jost an Torsten Jansen für sein 300. Pflichtspiel im HSV-Trikot, das der Linksaußen in Wetzlar absolviert hatte, eine Flasche Champagner. Auch Trainer Martin Schwalb erhielt für das 250. Spiel, das er mit seinem Team in Hannover erlebte, eine Flasche Champagner.
- Mit seinem Tor zum 38:24 (58.) erzielte Bertrand Gille seinen 1200. Pflichtspiel-Treffer für den HSV.
- Pascal Hens war beim 32:20 (49.) zum 800. Mal in der HBL für den HSV erfolgreich.
- In seinem 100. HBL-Spiel feierte Hans Lindberg noch ein weiteres Jubiläum: Der Däne traf beim 28:17 (42.) gleichzeitig zum 650. Mal in Deutschlands höchster Spielklasse.
- Zum Spieler des Tages wählten die Fans in der O2 World Hamburg mit 66 % Kreisläufer Igor Vori.
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