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28.05.10 Gelungener Heimspiel-Abschluss gegen Hannover

Sein letztes Heimspiel der Saison 2009/2010 in der TOYOTA Handball-Bundesliga hat der HSV Handball für sich entschieden. Mit 37:27 (19:14) setzen sich die Hamburger gegen die TSV Hannover-Burgdorf durch. Kurz vor dem Saisonende sichert sich das Team von Trainer Martin Schwalb damit zwei weitere Punkte und wandert mit nun 59:7 Zählern erst einmal wieder auf Tabellenplatz eins. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten dominierte das Team von Trainer Martin Schwalb vor 10.119 Zuschauern in der O2 World Hamburg die Partie gegen den Aufsteiger. Vor allem in der Defensive zeigte sich der HSV über weite Strecken stark. Bester Werfer der Partie wurde Torsten Jansen mit sieben Treffern.
Mit Fans im Rücken zur ersten Führung
Mit 10.119 Fans im Rücken startete der HSV Handball in sein letztes Heimspiel der Spielzeit 2009/2010. Zum Abschluss der bislang erfolgreichsten Saison der Hamburger gaben die HSV-Anhänger auf den Rängen noch einmal Vollgas und dem HSV den Rückhalt, einen frühen 0:3-Rückstand schnell in eine 4:3-Führung (9. Minute) umzuwandeln. Neben der gewohnten 3-2-1-Deckung und zwei Paraden von Per Sandström sorgten dabei vor allem Igor Vori und Pascal Hens in der Offensive für den Torerfolg: Das druckvolle Spiel des Mannschaftskapitäns aus dem Rückraum verschaffte dem Kroaten den nötigen Freiraum am Kreis, den er gleich zu Beginn für zwei Treffer nutzte. Die Hamburger Defensive zeigte sich wie so oft stark und brachte Verunsicherung und in Folge dessen technische Fehler in das Angriffspiel der TSV. So auch in der 18. Minute, in der ein Fehlpass der Hannoveraner an den Kreis dem HSV einen Ballgewinn einbrachte. In dem darauffolgenden Gegenstoß stellte erneut Pascal Hens sein geschultes Auge unter Beweis und brachte Torsten Jansen nach einer Passtäuschung in eine gute Wurfposition. Die Nummer 5 des HSV traf zum 10:7 (18.). Bis zum Halbzeitpfiff legte das Team von Trainer Martin Schwalb weiter nach. Weitere Male gelang es den Gastgebern, den Ball vorzeitig vom Gegner abzufangen und für sich im Gegenstoß oder im dynamischen Positionsangriff zu nutzen. Auf diese Weise markierte Torsten Jansen auch den ersten Fünf-Tore-Vorsprung der Hamburger (15:10, 24.), den diese mit in die Kabine nahmen: Den Schlusstreffer der ersten Hälfte zum 19:14 (30.) setzte Domagoj Duvnjak.
HSV mit gutem Zusammenspiel über den Kreis
In den zweiten Durchgang starteten die HSV-Handballer mit Johannes Bitter zwischen den Pfosten, der sich gleich zu Beginn mit zwei gehaltenen Bällen auszeichnete. In der Offensive engagiert schlug der HSV erneut vor allem in Person von Pascal Hens Kapital aus dem Ballgewinn: Den ersten Treffer des zweiten Durchgangs markierte der HSV-Kapitän selbst, beim 21:14 (34.) durch Torsten Jansen und dem 22:14 (35.) durch Bertrand Gille, lieferte Hens die gekonnten Anspiele auf außen und an den Kreis. Danach waren jedoch zunächst die Gäste am Zug und kämpften sich auf 18:22 (41.) heran. Doch der HSV-Express kam schnell wieder ins Rollen: So setzten sich die Hamburger wieder auf sechs Treffer ab (24:18, 43.) und bauten ihren Vorsprung Stück für Stück aus. Wieder und wieder fanden die HSV-Spieler Bertrand Gille am Kreis, der so diverse Male zum Torerfolg kam (30:21, 49., 32:22, 53. und 36:27, 59.). Wie im ersten Durchgang zeigten die Hamburger auch in der zweiten Hälfte ihre Dominanz in Angriff und Abwehr und hielten den Gegner damit auf Distanz. In den Schlussminuten durfte sich dann noch HSV-Youngster Marcel Schliedermann, der von den Fans vehement gefordert wurde, von seinen Anhängern für in die Saisonpause verabschieden. Mit einem cleveren Anspiel auf Torsten Jansen im Gegenstoß bereitete er den Endstand von 37:27 (60.) Jansen wurde mit sieben Treffen zum besten Werfer der Partie.
HSV Hamburg: Sandström (5 Paraden, 1.-30.); Bitter (9 P., 30.-60.);
Jansen 7, B. Gille 6, Vori 4, M. Lijewski 4, Hens 4, Schröder 3, G. Gille 3, Duvnjak 2, Lindberg 2/1, Flohr 1, K. Lijewski 1, Schliedermann, Lackovic n.e.
TSV Hannover-Burgdorf: Puljezevic (9/2 P., 1.-52.); Hübe (3 P., 52.-60.);
Brack 7, Johannsen 5, Jurdzs 4, Lehnhoff 4/3, Friedrich 4, Jonsson 2, Stelmokas 1, Rydergaard, Fauteck, Bergmann, Repke n.e.
Siebenmeter: 1/3 – 3/3 (Lindberg scheitert zweimal an Puljezevic)
Zeitstrafen: 1 – 5 (G. Gille – Stelmokas, Rydergaard 2x, Fauteck, Jurdzs)
Schiedsrichter: Lars Schaller / Sebastian Wutzler (Leipzig/Frankenberg)
Spielfilm: 0:3 (3.), 4:3 (9.), 4:4 (10.), 6:4 (11.), 6:5 (12.), 8:5 (15.), 8:6 (15.), 9:6 (16.), 9:7 (17.), 10:7 (18.), 10:8 (19.), 11:8 (20.), 11:9 (21.), 13:9 (22.), 13:10 (22.), 15:10 (24.), 15:11 (25.), 17:11 (26.), 17:13 (28.), 18:13 (29.), 18:14 (30.), 19:14 (30.) – 21:14 (34.), 21:15 (35.), 22:15 (35.), 22:18 (41.), 24:18 (43.), 24:19 (44.), 25:19 (44.), 25:20 (45.), 26:20 (46.), 26:21 (47.),31:21 (51.), 31:22 (53.), 32:22 (53.), 32:24 (53.), 33:24 (54.), 33:25 (55.), 34:25 (57.), 34:26 (59.), 35:26 (59.), 35:27 (59.), 36:27 (60.), 37:27 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir haben von Anfang an versucht, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken und das auch über weite Strecken geschafft. In der ersten Halbzeit haben wir ein paar Fehler im Gegenstoß und auch in der Defensive gemacht. Das war mir einen Tacken zu viel. Im zweiten Durchgang haben wir in der Abwehr sehr viel besser gestanden und uns mehr Bälle erarbeitet. So konnten wir uns dann Stück für Stück absetzen. Insgesamt bin ich mit unserer Leistung zufrieden.“
Frank Carstens (Trainer TSV Hannover-Burgdorf): „Mit der Klasse des HSV konnten wir erwartungsgemäß nicht mithalten. Zudem hatten wir heute ein paar Ausfälle zu kompensieren, die es und noch schwerer gemacht haben. In der Deckung haben wir einige Absprache-Fehler gehabt, die uns zu einfach Tore über den Kreis eingebracht haben. Der Sieg geht verdient an den HSV, dennoch bin ich im Großen und Ganzen zufrieden mit unserer Leistung.“
Hand Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Das ist schon heftig. Das mit dem 1 000. Tor habe ich heute erst mitbekommen. Das hätte ich noch gar nicht gedacht. Es macht mich ein Stück weit stolz, ist aber vor allem eine Auszeichnung für die Mannschaft, die mich immer in Szene setzt.“
Matthias Flohr (Linksaußen HSV Hamburg): „Es war heute wieder eine geniale Stimmung in der Arena. Da hat es umso mehr Spaß gemacht, sich von den Fans in die Sommerpause zu verabschieden. Wir hatten eine unglaubliche Saison mit ganz ganz tollen Anhängern, die immer alles gegeben haben und mit uns diese tolle Saison gespielt haben.“
Notizen zum Spiel:
- Hans Lindberg feierte beim 17:11 (26.) sowohl seinen 250. Saison-Torerfolg als auch seinen 1.000 Treffer im HSV-Trikot. Dafür wurde er nach dem Abpfiff von dem Sportlichen Leiter des HSV Handball, Christian Fitzek, mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Sekt geehrt.
- Matthias Flohrs Tor zum 3:3 (7.) war gleichzeitig sein 400. Treffer im HSV-Trikot.
- Das letzte Heimspiel des HSV Handball besuchte Hamburgs Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck.
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