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14.02.10 Hamburg feiert umkämpften Sieg in Minden

Partie bei GWD endet 28:22 (13:11) für den HSV Handball

Durch einen Sieg bei GWD Minden behauptet sich der HSV Handball an der Spitze der TOYOTA Handball-Bundesliga. Bei den Grün-Weißen feierte die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb einen 28:22 (13:11)-Erfolg. 3.100 Zuschauer in der Mindener Kampa-Halle sahen einen kämpferischen GWD, gegen den sich die Gäste nach anfänglichem Rückstand, über eine konzentrierte Defensivleistung nach und nach absetzen konnte. Bester Werfer der Partie war Hans Lindberg mit sieben Treffern, drei dabei per Siebenmeter. Der HSV Handball führt somit weiterhin die Tabelle der TOYOTA HBL an.

Schwieriger Start ins HBL-Jahr 2010

Vor 3.100 Zuschauer tat sich der HSV Handball bei seinem Auswärtsspiel in der Mindener Kampa-Halle anfangs schwer. GWD-Schlussmann Nikolas Katsigiannis entschärfte die beiden ersten HSV-Angriffe, sodass die Gastgeber ein 2:0 vorlegen konnten (6. Minute). Hans Lindberg, der die ersten Hamburger Treffer setzte (3:2, 10.), scheiterte zudem mit seinem ersten Siebenmeter an Katsigiannis (11.). Dennoch glich das Team von Trainer Martin Schwalb, das in Per Sandström ebenso einen sicheren Rückhalt hatte, nach zwölf Minuten aus (4:4). Auch von einem weiteren Zwei-Tore-Rückstand (5:7, 17.) ließ sich der HSV Handball nicht aus dem Konzept bringen. Nach einem Wechsel auf der Rückraummitte-Position erzielte Domagoj Duvnjak die erste Hamburger Führung (9:8, 22). Diesen Vorsprung bauten erneut der Kroate, Hans Lindberg und Pascal Hens, sogar in Unterzahl, weiter aus (12:9, 27). Zur Pause stand in einer umkämpften Partie ein 13:11 für die Hamburger Gäste zu Buche. Für Torsten Jansen war das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits beendet. Der Linksaußen wurde mit muskulären Problemen in der Wade aus dem Spiel genommen.

Am Ende deutlicher Erfolg für Schwalb-Team

In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs ging das Spiel hin und her. Die mitgereisten Hamburger Fans konnten bis zur 40. Minute bereits sechs weitere HSV-Treffer, bei nur vier Gegentoren, feiern (19:15). In der agilen Mindener Deckung fanden die Gäste nun immer mehr Lücken und erarbeiteten sich so ihre Möglichkeiten. Hans Lindberg schloss zunächst einen Siebenmeter zum 20:16 ab (41.) und traf anschließend aus dem Feld zum 22:16 (44.). Dieser Sechs-Tore-Vorsprung hatte bis zum Ende der Partie Bestand. Zwischenzeitlich konnte sich der HSV Handball zwar sogar auf 27:19 absetzen (52.), traf jedoch anschließend sechs Minuten lang nicht. So konnte GWD Minden wiederum auf 21:27 verkürzen. In den Schlussminuten wurde auch Stefan Schröder, nach überstandenem Trommelfellriss, eingewechselt. In einer umkämpften, aber fairen Partie kehrte der Rechtsaußen jedoch nach einer Zwei-Minuten-Strafe schnell auf die Bank zurück. Am letztendlich deutlichen 28:22-Sieg der Gäste änderte dies allerdings nichts mehr. Bester Werfer des Spiels war Hans Lindberg, der auf sieben Tore kam. Unter anderem verwandelte der dänische HSV-Rechtsaußen drei Siebenmeter. Der HSV Handball verteidigt somit die Tabellenspitze der TOYOTA HBL und erwartet am kommenden Mittwoch, 17. Februar, die Rhein-Neckar Löwen zum Top-Spiel in der Color Line Arena.

GWD Minden: Katsigiannis (8/1 Paraden, 1.-39., 48.-60.); Medhus (39.-48.); Dresrüsse n.e.;Just 6/1, Schäpsmeier 5, Madsen 5, Schmidt 3/1, Gylfason 1, Henrikssoon 1, Putics 1,  Helmdach, Oevermann, Ingimundarson, Kunisch n.e.

HSV Hamburg: Sandström (9 P., 1.-40.); Bitter (5/2 P., 40.-60. und für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 7/3, Duvnjak 6, M. Lijewski 5, Vori 4, Hens 2, Lackovic 2, Jansen 1, Flohr 1, G. Gille, K. Lijewski, Schröder

Siebenmeter: 2/4 – 3/4 (Bitter pariert doppelt gegen Schmidt – Linderg scheitert an Katsigiannis)

Zeitstrafen: 3 – 2 (Madsen, Ingimundarson, Schmidt – M. Lijewski, Schröder)

Schiedsrichter: Uwe Prang / Uwe Reichl (Bergheim/Köln)

Spielfilm: 1:0 (3.), 2:0 (6.), 2:1 (6.), 4:3 (10.), 4:4 (13.), 5:5 (15.), 7:5 (17.), 7:7 (18.), 8:8 (21.), 8:9 (22.), 9:10 (24.), 9:12 (27.), 10:12 (28.), 11:13 (30.) – 11:14 (31.), 12:14 (32.), 13:15 (36.), 13:17 (38.), 14:17 (38.), 16:19 (40.), 16:22 (44.), 17:22 (45.), 18:23 (47.), 18:25 (48.), 19:25 (49.), 19:27 (52.), 21:27 (58.), 22:28 (60.)

Stimmen zum Spiel

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir hatten uns darauf eingestellt, es mit einem hochmotivierten GWD zu tun bekommen, der alles versuchen wird, das Spiel zu gewinnen. Die Mannschaft hat auch mit viel Herz und mit viel Leidenschaft gespielt, und dann ist es immer schwer zu bestehen, speziell hier in Minden.
Aber wir haben über die gesamte Spielzeit gut in der Abwehr agiert und die Spielertypen, die der GWD hat und die viel ins Eins-gegen-Eins gehen, mit hohem körperlichen Einsatz unter Kontrolle gehalten. Wir haben allerdings auch einige blöde Tore bekommen, die wir eigentlich schon abgeschrieben hatten.
Unser Angriff war mir anfangs etwas zu phlegmatisch, dadurch haben wir den GWD-Keeper stark gemacht. Da war die zweite Hälfte aber besser. Das macht die Mannschaft auch aus, dass da nochmal was nachkommt, egal wer von der Bank ins Spiel geht.“

Martin Schwalb zu den kommenden Spielen: „Es erwarten uns jetzt viele schwere Aufgaben, und das im Drei-Tages-Takt. Von daher sind wir sehr zufrieden, dass wir nach der EM mit drei Siegen gestartet sind. Das gibt auch Sicherheit.“

Frank von Behren (Interims-Trainer GWD Minden): „Uns war klar, dass die Hamburger Abwehr nur schwer zu überwinden wäre. Wir haben es versucht, hatten letztendlich aber nicht die Mittel oder die Möglichkeiten. Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden, mit der zweiten kann ich es auch sein.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Hamburg): „Minden hat befreit aufgespielt. Da haben wir uns am Anfang etwas schwer getan. Im Laufe des Spiels waren wir in der Abwehr aber aufmerksamer und haben das Spiel in den Griff bekommen.“

Pascal Hens (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Es war klar, dass Minden eine schwere Aufgabe für uns werden würde. Nach einer Trainerentlassung wollen Mannschaften immer eine Trotzreaktionen zeigen, und Minden ist hart zur Sache gegangen. Wir haben zu viel verschossen, aber nie den Kopf verloren.“

Notizen zum Spiel:

  • Marcin Lijewski erzielte mit dem 6:7 seinen 100. Pflichspieltreffer der laufenden Saison (17. Minute).
  • Hans Lindberg verwandelte zum 20:16 nach 40 Minuten seinen 100. Strafwurf der Saison in allen Wettbewerben.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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