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12.12.09 Hamburg zuhause weiter ungeschlagen

Schwalb-Team landet gegen TuS N-Lübbecke 25:24 (11:10)-Sieg

Im letzten Heimspiel vor Weihnachten kommt der HSV Handball zu einem knappen Erfolg über den TuS N-Lübbecke und bleibt somit vor eigenem Publikum weiter ohne Punktverlust. Gegen das Team um die ehemaligen Hamburger Arne Niemeyer und Michal Jurecki sahen 10.093 Fans in der Color Line Arena einen 25:24 (11:10)-Sieg ihres Teams. Die besten Werfer der Hamburger waren nach 60 Minuten Pascal Hens und Hans Lindberg mit je fünf Toren. Am Dienstag spielt das Team von Trainer Martin Schwalb bei HBW Balingen-Weilstetten um den Einzug ins DHB-Pokal-Viertelfinale, ehe in der TOYOTA HBL zwei Auswärtsspiele in Kiel und in Hannover auf dem Plan stehen. Am 27. Dezember steht für das Schwalb-Team das nächste Heimspiel gegen Balingen an, das zugleich den Abschluss der Hinrunde markiert.

Mannschaften zeigen ausgeglichene erste Halbzeit

Vor 10.093 Zuschauern in der Color Line Arena startete die Partie zwischen dem HSV Handball und dem TuS N-Lübbecke zunächst recht torlos. Bis auf einen Siebenmeter-Treffer von Hans Lindberg zum 1:0 (2. Minute) landete über 8 Minuten lang der Ball kein weiteres Mal im Netz. Eine tolle Leistung in dieser Phase zeigte vor allem HSV-Torhüter Per Sandström, der mit vier Paraden in der Anfangsphase sein Tor sauber hielt. Bis zur 9. Minute gelang es den Hamburgern dann, sich durch die Treffer von Igor Vori und Hans Lindberg mit 3:0 abzusetzen. Anschließend entwickelte sich eine recht ausgeglichene erste Hälfte, in der jedoch die Hamburger stets die Nase vorn hatten. Mit Souveränität trat in der ersten Hälfte vor allem Stefan Schröder auf, der für zwei Siebenmeter eingewechselt wurde und diese per Heber (5:4, 17.) und per Aufsetzer (9:6, 23.) elegant verwandelte. Auch Krzysztof Lijewski und Pascal Hens setzten im ersten Durchgang deutliche Akzente. Beherzt gingen die Rückraum-Akteure des HSV gegen die Abwehr der Gäste zu Werke und sorgten mit ihren Treffern ebenfalls dafür, dass der HSV in Front blieb: Der HSV-Kapitän schmetterte seine Bälle zum 4:1 (12.), 6:5 (18.) und 11:8 (28.) in das gegnerische Netz, der jüngere der beiden Lijewski-Brüder brachte seinem Team die Führung beim 8:6 (21.) und 10:8 (27.). Mit einem Vorsprung von 11:10 für die Gastgeber ging es in die Kabinen. 

Nervenzerreißende Schlussphase

Die zweite Hälfte konnten die Gäste zunächst für sich gestalten und sorgten für den ersten Hamburger Rückstand (11:13, 35.). Doch währte dieser nicht lang: Mit seinem ersten für den HSV geworfenen Siebenmeter erzielte Domagoj Duvnjak den Anschlusstreffer (12:13, 36.), der frisch eingewechselte Blazenko Lackovic sorgte für den Ausgleich (13:13, 37.) und wiederum Duvnjak für die erneute Führung (14:13, 39.). In der nun umkämpften Halbzeit behielten die Hamburg über weite Strecken die Oberhand, konnten sich jedoch nicht entscheidend von den Nettelstedtern absetzen. Immer wieder verlief die Partie über Einstand (17:17, 48.; 19:19, 50.; 21:21, 55), so dass die 10.093 Zuschauer, die Color Line Arena ordentlich Stimmung machten, eine nervenzerreißende Schlussphase zu sehen bekamen. Nach dem die Hamburger in den letzten drei Spielminuten ein letztes Mal durch Ex-Hamburger Arne Niemeyer in Rückstand gerieten, sorgte der Ausgleichstreffer von Pascal Hens (23:23, 58.) dafür, dass kurz vor Schluss die Zuschauer von ihren Sitzen gerissen wurden. Angepeitscht von der Atmosphäre in der Halle brachte Stefan Schröder sein Team eine Minute vor dem Abpfiff mit 24:23 in Führung, jedoch konnten die Lübbecker auch diesen Vorsprung ein weiteres Mal egalisieren. Die letzten Sekunden gehörten dann jedoch den Gastgebern. Marcin Lijewski übernahm die Verantwortung und schraubte sich in der 60. Minute hoch, um den letzten Treffer der Partie zum Endstand von 25:24 (11:10) zu erzielen. Mit je fünf Treffern avancierten Pascal Hens und Hans Lindberg zu den besten Werfern.

HSV Hamburg: Sandström (15 Paraden, 1.-49., 54.-60.); Bitter (49.-54.);
Lindberg 5/3, Hens 5, Schröder 4/2, K. Lijewski 3, Vori 3, Duvnjak 2/1, M. Lijewski 2, Lackovic 1, Jansen, Flohr, G. Gille, Schliedermann n.e.

TuS N-Lübbecke: Blazicko (12/5 P., 1.-60.); Putera n.e.;
Jurecki 7, Rui 6, Niemeyer 4, Tluczynski 3/1, Alvanos 2/1, Felixson 2, Siodmiak, Hansen, O. Tesch,  Bartsch n.e., A. Tesch n.e., Wiese n.e. 

Siebenmeter: 6/11 – 2/2 (Lindberg scheitert 2x an Blazicko, Jansen wirft Blazicko an den Fuß, Schröder kann Blazicko nicht überwinden, Duvnjak scheitert an Blazicko) 

Zeitstrafen: 2 – 4 (Jansen, Duvnjak – Hansen, Jurecki, O. Tesch, Siodmiak)

Schiedsrichter: Lars Schaller / Sebastian Wutzler (Leipzig/Frankenberg) 

Spielfilm: 1:0 (2.), 3:0 (9.), 3:1 (10.), 4:1 (12.), 4:4 (16.), 5:4 (17.), 5:5 (17.), 7:5 (19.), 7:6 (20.), 9:6 (23.), 9:8 (26.), 11:8 (28.), 11:10 (30.), 11:13 (31.), 13:13 (37.), 14:13 (39.), 14:14 (40.), 16:14 (44.), 16:15 (45.), 17:15 (46.), 17:16 (46.), 17:17 (48.), 17:18 (49.), 18:18 (50.), 18:19 (50.), 19:19 (50.), 20:19 (51.), 20:20 (53.), 20:21 (54.), 21:21 (55.), 21:22 (55.), 22:22 (56.), 22:23 (57.), 23:23 (58.), 24:23 (59.), 24:24 (59.), 25:24 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir freuen uns, dass wir gewonnen haben. Es war klar, dass wir auf einen stabilen Gegner treffen, der top Leute in seinen Reihen hat. Wir wollten von Anfang an zeigen, wer Herr im Haus ist. Wir haben auch gut angefangen, dann aber viele Fehler gemacht und danach wurde es zu so einem engen Spiel. Am Ende hat unser Gegner alles in die Waagschale geworfen, dennoch ist es auch eine Qualität so eine Partie noch zu gewinnen.“

Patrik Liljestrand (Trainer TuS N-Lübbecke): „Ich bin sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Das war definitiv die beste Saisonleistung. Wir hätten auch gewinnen können, da kann ich meinem Team aber keine Vorwürfe machen, denn sie haben alles gegeben. Am Ende tut es weh, dass wir keine Punkte mit nach Hause nehmen können.“

Torsten Jansen (Linksaußen HSV Hamburg): „Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt, die eine sehr gute Abwehr und einen sehr guten Mann im Tor hat. Wir sind alles andere als optimal gestartet. Wir haben es versäumt, uns abzusetzen und dann wird es für die Heimmannschaft umso schwerer.“

Pascal Hens (Kapitän HSV Hamburg): „Unser Gegner hat heute sehr gut gespielt und wir hatten sehr viel Respekt vor den Nettelstedtern. Das war heute nicht unser bester Tag, aber solche Tage gibt es eben. Wir sind froh, dass das Spiel am Ende für uns glücklich ausgegangen ist.“ 

Notizen zum Spiel:

  • Stefan Schröders erster Treffer zum 5:4 (17.) war gleichzeitig sein 500. Pflichtspieltreffer für den HSV
  • Hans Lindberg knackte mit seinem fünften Treffer zum 22:22 (56.) die Marke von 100 HBL-Saisontoren.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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