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24.10.10 Hamburger Erfolg über die MT Melsungen

HSV Handball siegt mit 30:26 (13:13) beim Tabellenletzten
Mit einem 30:26 (13:13) gewinnt der HSV Handball am neunten Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga bei der MT Melsungen. Damit sichern die Hamburger ihren zweiten Tabellenplatz und verbuchen nun 16:2 Zähler. In der Rothenbach Halle in Kassel zeigte sich das Team von Trainer Martin Schwalb vor 3.560 Zuschauern nach Startschwierigkeiten beherzt und mit Kampf. Nachdem sich in den ersten 30 Minuten zunächst eine ausgeglichene Partie entwickelte, machte der HSV im zweiten Durchgang den Sack zu. Zum besten Werfer wurde dabei Marcin Lijewski mit acht Toren.
Hamburger mit Startschwierigkeiten
Vor 3.560 Zuschauern in der Rothenbach Halle auf dem Messegelände in Kassel entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie zwischen dem Tabellenzweiten und dem Tabellenletzten. Die Spieler der MT Melsungen waren schnell auf den Beinen und zeigten einen dynamischen Spielaufbau, der in den ersten Minuten meist mit dem Torerfolg endete. Die Hamburger präsentierten sich ebenfalls im typisch schnellen Spiel nach vorn, hatten jedoch vereinzelt Probleme im Abschluss, so dass in der 8. Minute ein 3:5-Rückstand auf der Anzeigetafel zu sehen war. Mit langen Pässen in die Spitze und Hans Lindberg, der sich treffsicher im Gegenstoß zeigte, rissen die Hamburger das Ruder jedoch wieder herum und glichen auf 6:6 (13.) aus. Doch über diesen Ausgleich kam der HSV nicht hinaus. Die Gastgeber mit einem starken Mario Kelentric zwischen den Pfosten spielten sich in einen regelrechten Torrausch und setzten sich weiter auf 10:6 (18.) ab. Doch mit neuer Besetzung im Rückraum und auf Außen – Pascal Hens kam für Blazenko Lackovic und Stefan Schröder für Hans Lindberg – kamen die Hamburger wieder heran. Zweimal die schnelle Mitte mit Schröder, der sich kraftvoll durch die noch unsortierte Abwehr setzte, und ein Rückraumtreffer des HSV-Kapitäns sorgten für ein 11:12 (25.), aus dem Domagoj Duvnjak mit einem hammerharten Schlagwurf in den kurzen Winkel nur drei Minuten später das 13:13 (28.) und damit den Halbzeitstand markierte. Hans Lindberg zeigte sich bis dahin mit vier Toren am erfolgreichsten.
Wiedergefundene Sicherheit bringt den verdienten Sieg
In die zweite Hälfte starteten die Hamburger sogleich mit einer ersten Führung: Kapitän Guillaume Gille ging beherzt auf die gegnerische Abwehr und erzielte aus dem Rückraum das 14:13 (32.) für die Gäste. Nun entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem zunächst der HSV (16:15, 34.) und anschließend die Gastgeber (16:17,36.) die Nase vorn hatten. Dabei zeigte sich der HSV wieder und wieder im Zusammenspiel über ihren Kreisläufer Bertrand Gille stark, der mit seinem dritten Treffer den erneuten Vorsprung des HSV markierte (20:19, 40.). Anschließend waren es ebenfalls die Hamburger, die nun aufdrehten. Mit drei Treffern von Domagoj Duvnjak und einem von Marcin Lijewski setzten sich die Gäste auf 24:21 (48.) ab und behielten den Drei-Tore-Abstand nun – unter anderem durch einen sicheren Johannes Bitter, der in der 18. Minute für Per Sandström eingewechselt wurde – bei. Am Ende gelang es dem HSV, sich noch ein Stück weiter nach vorn zu kämpfen. Mehr Konsequenz in der Defensive und mehr Treffsicherheit in der Offensive brachten am Ende einen 30:26 (13:13)-Erfolg der Hamburger hervor. Mit acht Toren wurde dabei Marcin Lijewski zum erfolgreichsten Schützen. Pascal Hens wurde in der 28. Minute aufgrund von Muskelproblemen im rechten Oberschenkel ausgewechselt.
MT Melsungen: Kelentric (11 Paraden, 1.-60.); Lechte n.e.;
Vuckovic 7, Vasilakis 6, Sanikis 5, Karipidis 3/1, Allendorf 2, Schöngarth 1, Klimovets 1, Danner 1, Schweikardt, Brovko n.e., Torbica n.e., Dacevic n.e., Sania n.e.
HSV Handball: Sandström (2 P., 1.-18.); Bitter (9 P., 18.-60.);
M. Lijewski 8, B. Gille 5, Lindberg 5/2, Duvnjak 4, Schröder 3, Lackovic 2, Vori 1, G. Gille 1, Hens 1, Kraus, Jansen, Flohr
Siebenmeter: 1/2 – 2/3 (Klimovets wirft daneben – Lindberg wirft über das Tor)
Zeitstrafen: 0 – 3 (Jansen, Lackovic, G. Gille)
Schiedsrichter: Lars Geipel / Marcus Helbig (Steuden / Landsberg)
Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (2.), 2:1 (3.), 2:2 (3.), 4:2 (7.), 4:3 (7.), 5:3 (8.), 5:5 (10.), 6:5 (11.), 6:6 (13.), 10:6 (18.), 10:7 (21.), 11:7 (22.), 11:8 (22.), 12:8 (23), 12:11 (25.), 13:11 (26.), 13:13 (28.) – 13:14 (32.), 14:14 (33.), 14:15 (33.), 15:15 (34.), 15:16 (34.), 16:16 (35.), 17:16 (36.), 17:17 (37.), 18:17 (37.), 18:18 (38.), 19:18 (39.), 19:19 (39.), 19:20 (40.), 20:20 (40.), 21:21 (43.), 21:24 (48.), 22:24 (49.), 22:26 (50.), 23:26 (53.), 23:27 (54.), 24:27 (56.), 24:29 (58.), 25:29 (59.), 25:30 (60.), 26:30 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir haben in der ersten Hälfte einige leichte Fehler gemacht. Da gab es ein paar Abpraller und wir haben einige freie Torchancen verworfen. Dazu muss man aber auch sagen, dass Mario Kelentric heute einigen meiner Rückraumspieler den Zahn gezogen hat. Ab der 16. Minute haben wir dann ein höheres Niveau hingelegt, wir haben den Kampf angenommen und uns über Gegenstöße den Torerfolg geholt. Zum Ende hin haben wir dann sehr viel sicherer gespielt, womit ich zufrieden war.“
Sandor Balogh (Trainer MT Melsungen): „Unsere Deckung war größtenteils sehr gut. Mario hat zudem einen tollen Tag erwischt. Manchmal schließen wir jedoch noch zu früh ab, da fehlt uns die Geduld. Trotzdem haben wir 50 Minuten lang gut mitgehalten. Der größte Unterschied liegt in der breiten Bank, die der HSV aufweisen kann. Der HSV konnte ständig frische Leute bringen und uns ist am Ende ein bisschen die Luft ausgegangen.“
Guillaume Gille (Kapitän HSV Handball): „Es ist immer schwierig, gegen so eine Truppe zu spielen, die noch keinen Punkt hat. Wir waren erst in der zweiten Halbzeit effektiv, sind in der Abwehr konsequenter und im Abschluss konzentrierter zu Werke gegangen. Darum haben wir gewonnen.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Wir haben es erst in der zweiten Halbzeit geschafft, Melsungen vom Tor fern zu halten. Es ist schwer gegen so eine individuell starke Mannschaft zu spielen. Nur weil wir gegen ihre Aggressivität gegen gehalten haben, konnten wir unseren Weg gehen.“
Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Spielerisch war heute nichts zu machen. Wir konnten nur über den Kampf gewinnen. Es ist mir völlig unbegreiflich, warum Melsungen noch kein Spiel gewonnen hat.“
Savas Karipidis (Rechtsaußen MT Melsungen): „Der HSV ist eine Nummer zu groß für uns. Wir wollten heute Kampf und Disziplin zeigen, was uns größtenteils gelungen ist. Am Ende haben wir zu viele technische Fehler gemacht. Dennoch hat mir unser Spiel gut gefallen, weil wir Härte gezeigt haben. Wenn wir zukünftig auch so spielen, hoffe ich dass es gut weitergeht mit uns.“
Notizen zum Spiel:
- Mit seinem Treffer zum 12:11 (25.) erzielte Stefan Schröder seinen 555. Pflichtspieltreffer für den HSV Handball.
- Hans Lindberg machte beim 6:6 (13.) seinen 1100. HSV-Treffer.
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