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13.10.09 HBL-Tabellenführung vorgelegt

HSV Handball übernimmt Tabellenführung in der TOYOTA HBL

34:25 (15:10)-Erfolg beim TBV Lemgo bedeutet vorerst Platz 1 

Der HSV Handball hat durch einen Sieg beim TBV Lemgo die Tabellenführung in der TOYOTA Handball-Bundesliga erobert. Im Top-Spiel des bisherigen Zweiten beim Bundesligafünften siegte das Team von Trainer Martin Schwalb 34:25 (15:10). Vor 4.861 Zuschauern in der ausverkauften Lipperlandhalle war Igor Vori mit 10 Treffern Garant für den verdienten Erfolg der Gäste. Der HSV bleibt somit als einziges HBL-Team weiter ohne Punktverlust und setzt sich, zumindest bis zur morgigen Partie des THW Kiel bei der SG Flensburg-Handewitt, an die Tabellenspitze. Auf beide Teams haben die Hamburger dann allerdings auch weiterhin ein Spiel Rückstand.

Bitter bleibt Sieger gegen Glandorf

Beim HSV meldeten sich für das Top-Spiel Marcin Lijewski (Mandelentzündung) und Krsysztof Lijewski (Virus-Infektion) fit. Stefan Schröder (Sprunggelenksverletzung) hingegen war zwar im Hamburger Kader, kam jedoch über 60 Minuten ebenso nicht zum Einsatz wie Blazenko Lackovic, der aufgrund von Meniskusproblemen im rechten Knie pausierte. Dennoch legte der HSV Handball vor 4.861 Zuschauern in der Lipperlandhalle einen guten Start hin. Früh gelang den Hamburgern eine 3:0-Führung (3. Minute), an der Igor Vori zu 100% beteiligt war. Kurz nach dem Anpfiff setzte der 2,03-Hüne das erste Mal seinen Körper ein und holte für die Hamburger den ersten 7-Meter des Spiels. Hans Lindberg verwandelte sicher (1:0, 1.). Das zweite Tor erzielte Vori selbst (2:0, 2.), beim 3:0 war es wieder der Kroate, der für sein Team den Strafwurf herausspielte und somit zum 3:0 durch 7-Meter-Schütze Lindberg beitrug (3.). Bis zur 13. Minute  konnten die Hamburger ihre Führung auf sechs Tore ausbauen (10:4). Neben Vori, der auch in dieser Phase immer wieder gut vom Team in Szene gesetzt wurde, war es auch Johannes Bitter, der mit diversen Paraden glänzte. Vor allem TBV-Rückraumspieler Holger Glandorf hatte im Duell mit Bitter das Nachsehen. Bis zur 26. Minute scheiterte Glandorf  fünf Mal am Torhüter der Gäste. Auf diese Weise nahmen die Hamburger eine souveräne 15:10-Führung mit in die Pause. 

HSV mit exzellentem Spiel über den Kreis

Auch in der zweiten Hälfte gab der HSV mit einer sehr disziplinierten Defensive den Ton an. Mit einer weiteren Parade gegen Lemgos Rückraumschützen Glandorf sorgte Johannes Bitter in den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff für den Ballgewinn der Hamburger (31.). Gekonnt nutzen die Gäste diese Möglichkeit und zogen durch einen Treffer von Teamkapitän Guillaume Gille wieder auf sechs Tore davon (16:10, 31.). Auch in der zweiten Hälfte überzeugte vor allem das Zusammenspiel der Hamburger über den Kreis. Wieder und wieder setzte sich Vori von seinen Gegenspielern ab und bekam von seinen Teamkollegen brillante Anspiele. Mit einem Doppelpack schoss der Kroate sein Team in der 35. Minute zum Acht-Tore-Vorsprung (19:11). Und auch in der 50. Minute war es Vori, der seine Mannschaft mit 13 Toren in Front brachte. In der Schlussphase schalteten die Hamburger dann merklich einen Gang zurück und ließen die Gegner ein Stück näher heranrücken. Nach einem von Anfang bis Ende gelungenen Auftritt gegen den derzeit Tabellenfünften, gewinnt der HSV mit 34:25 verdient sein sechstes Saisonspiel der TOYOTA Handball-Bundesliga. Bester Schütze war Igor Vori mit zehn Treffern, Marcin Lijewski erzielte fünf Tore. Mit dem 5:2 in der 8. Minute gelang ihm sein 200. Pflichtspieltreffer für den HSV.  

TBV Lemgo: Galia (4 Paraden., 1.-12., 40.-60 ); Lichtlein (6 P., 12.-40.);
Kehrmann 7, Schmetz 5/4, Kraus 4, Mocsai 2, Ilyés 2, Preiß 2, Kubes 1, Hermann 1, Strobel 1, Glandorf , Binder

HSV Hamburg: Bitter (20/1 P., 1.-60.); Sandström n.e.;
Vori 10, M. Lijewski 5, G. Gille 4, Lindberg 4/3, Jansen 3, Duvnjak 3, Flohr 3, K. Lijewski 2, Hens, Schröder n.e., Lackovic n.e., Ginders n.e.

Siebenmeter: 3/3 – 4/5 (Bitter hält gegen Kraus)

Zeitstrafen:  4 – 3 (Mocsai 2x, Kubes, Preis – Flohr, K. Lijewski, G. Gille)

Schiedsrichter: Holger Fleisch/ Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen)

Spielfilm: 0:1 (1.), 0:3 (3.), 1:3 (4.), 2:4 (5.), 3:5 (8.), 4:7 (11.), 4:10 (17.), 6:10 (18.), 7:12 (19.), 8:14 (25.), 10:14 (29.), 10:16 (31.), 11:16 (32.), 11:19 (35.), 12:20 (36.), 14:21 (37.), 15:23 (40.), 16:28 (47.), 17:30 (50.), 18:31 (53.), 21:31 (56.), 23:33 (58.), 25:33 (59.), 25:34 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Das hat man nicht alle Tage, dass man gegen so eine tolle Mannschaft so einen Sahnetag erwischt. Angefangen mit der Abwehr, die einen tollen Mann wie Holger Glandorf so sehr auf Abstand halten konnte und Johannes Bitter zum überragenden Mann werden ließ. Das war nicht in jedem Spiel von uns so der Fall. Der Angriff hat auch gut funktioniert und die Jungs können wirklich stolz auf ihre Leistung sein. Es ist schon ein schönes Gefühl gegen eine tolle Mannschaft wie Lemgo zu gewinnen.

Volker Mudrow (Trainer TBV Lemgo): „Wir gratulieren dem HSV zu dem in der Höhe verdienten Sieg. Es war von Anfang an schwer für uns, da hatten wir uns eigentlich mehr vorgenommen. Wir haben zu schnell zurück gelegen und in den ersten Minuten hat uns allein Igor Vori vor unlösbare Aufgaben gestellt. Vori ist wirklich ein überragender Spieler. Der HSV hat jede Entscheidung richtig getroffen, für uns war das eine Lehrstunde. Wenn man wie wir nach oben will, dann ist es schlecht, wenn man die nackten Tatsachen so aufgezeigt bekommt.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Ich hätte nicht gedacht, dass das Ergebnis so eindeutig ausfällt. Dass wir zwischenzeitlich mit 13 Toren geführt haben, hatte ich überhaupt nicht erwartet. An dem Spiel erkennt man aber, wie viel Energie in unserer Mannschaft steckt und dass wir alle an einem Strang ziehen. Wir sind absolut auf dem richtigen Weg und müssen jetzt zusehen, dass es mit aller Macht so weitergeht.

Notizen zum Spiel:

  •  Marcin Lijewski gelang nach 8 Minuten mit dem 5:2 sein 200. HSV-Pflichtspieltreffer.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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