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01.09.10 Heimpremiere geglückt

HSV Handball feiert 36:21 (19:11)-Erfolg über HSG Ahlen-Hamm
Am zweiten Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga 2010/011 setzt sich der HSV Handball mit 36:21 (19:11) gegen die HSG Ahlen-Hamm durch. Gemeinsam mit 7.727 Zuschauern feierte das Team von Trainer Martin Schwalb somit einen gelungenen Heimauftakt in der O2 World Hamburg. Durch den deutlichen Erfolg gegen den Aufsteiger geht es für den HSV mit nun 2:2 Punkten in der Tabelle nach oben, auf Rang sieben. Von Beginn an zeigten die Hamburger vor allem eine starke Defensive und ließen dem Gegner kaum Torchancen. Zum Endstand von 36:21 (19:11) trug Hans Lindberg zehn Treffer bei, davon fünf Siebenmeter, und wurde damit zum besten Werfer der Partie.
Starke HSV-Abwehr lässt Gästen kaum Chancen
Vor 7.727 Zuschauern in der O2 World Hamburg starteten die HSV-Handballer mit einer starken Defensive, in der Offensive zunächst noch ein klein wenig verhaltener. Nach dem bekannten 3-2-1-System mit Igor Vori in der Spitze machten die Hamburger hinten dicht und ließen dem Aufsteiger nur wenig Raum, sich zu entfalten. Vier Gegentreffer in zehn Minuten lautete die positive Abwehr-Bilanz der Hamburger. Im Angriff indes ließ das Team von Martin Schwalb jedoch zunächst zu viele Chancen ungenutzt. Per Siebenmeter markierte Hans Lindberg nach einem Drittel der ersten Hälfte das 6:4 (10. Minute). Doch der HSV-Express nahm zügig Fahrt auf. Die Hamburger Deckung hatte die HSG weitestgehend im Griff und mit neugewonnenem Selbstvertrauen zeigten sich die Gastgeber nun auch im Angriff stark. Blitzartig aus dem Stand abgezogen versenkte Neuzugang Michael Kraus aus der Rückraum-Mitte im Doppelpack den Ball im Netz und markierte somit das 13:7 (13.). Ein weiteres Mal bewies der HSV kurz vor dem Halbzeitpfiff seine Überlegenheit in der Defensive. Trotz doppelter Unterzahl nahmen die Hamburger den Gästen den Ball ab und verwandelten im Angriff sicher. Ein von Per Sandström gehaltener Siebenmeter sorgte für das letzte Glanzlicht der ersten Hälfte. Mit 19:11 ging es in die Kabine, Hans Lindberg führte bis dahin die Torschützenliste mit fünf Treffern an.
Stefan Schröder feiert gelungenes Comeback
Auch im zweiten Durchgang bewies der HSV seine Stärke in der Defensive. Lediglich drei weitere Bälle landeten bis zur 42. Minute im Tor von Per Sandström, welches der HSV auch in Unterzahl konsequent verteidigte. In der Offensive präsentierten sich die Gastgeber zugleich treffsicher, so dass nach nur wenigen Minuten mit 22:12 (35.) der erste Zehn-Tore-Vorsprung zu Buche stand. Eine doppelte Unterzahl der Gäste wurde zudem für den weiteren Ausbau der Führung genutzt. Die Treffer von Hans Lindberg, Domagoj Duvnjak und Bertrand Gille sorgten für das 28:15 (45.). Die Zuschauer in der Arena feierten jedoch nicht nur die deutliche Leistungssteigerung des HSV, sondern auch das Comeback des lange verletzten Stefan Schröder, der sich kurz nach seiner Einwechslung mit dem Treffer zum 30:17 (48.) in die Torschützenliste eintrug. Mit Volldampf voraus ging es für den HSV auch in die letzten Spielminuten. Im Angriff wurde durch Tempo die Lücke gefunden. Zudem bewies Stefan Schröder drei weitere Male seine wieder gewonnene Spritzigkeit und traf im Gegenstoß. Am Ende eines gelungenen Heim-Auftaktes feierten die Hamburger einen 36:21 (19:11)-Erfolg gegen die HSG Ahlen-Hamm. Bester Werfer der Partie wurde Hans Lindberg mit zehn Toren.
HSV Hamburg: Bitter (7 Paraden, 46.-60. Und für einen Siebenmeter eingesetzt); Sandström (9/2 P., 1.-46.);
Lindberg 10/5, Kraus 5, Schröder 4, Flohr 3, B. Gille 3, M. Lijewski 3, Duvnjak 2, Lackovic 2, Vori 2, Jansen 1, G. Gille 1, Hens
HSG Ahlen-Hamm: Ziemer (7 P., 1.-14., 22.-49.); Mrkva (1 P., 14.-22., 49.-60.);
Schröder 5, Simon 4, Pomeranz 4, Hock 3/3, Holmgeirsson 2, Clößner 1, Schmetz 1, Lammers 1, Machulla, Gudat, Göde, Krings, Rycharski n.e., Wiegers n.e.
Siebenmeter: 5/6 – 4/6 (Lindberg wirft am Tor vorbei – Sandström bleibt Sieger gegen Simon und Hock)
Zeitstrafen: 5 – 7 (Jansen, B. Gille, M. Lijewski, Flohr, B. Gille – Simon 2x, Schmetz 2x, Schröder 2x, Göde)
Schiedsrichter: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (Berlin)
Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (2.), 4:4 (x.), 6:4 (10.), 6:5 (11.), 8:5 (12.), 11:6 (17.), 13:7 (20.), 14:10 (24.), 15:10 (24.), 15:11 (26.), 19:11 (30.) - 19:12 (31.), 22:12 (35.), 25:14 (41.), 28:15 (45.), 31:17 (50.), 33:18 (53.), 35:19 (55.), 36:21 (59.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Respekt an die HSG. Sie haben eine sehr gute Abwehr gespielt. Gegen die muss man erst mal bestehen. Es ist egal, welche Abwehr man spielt, solange man aggressiv reingeht. Von daher bin ich froh, dass wir die Aufgabe gemeistert haben. Aber am Samstag wartet schon die nächste Nagelprobe.“
Martin Schwalb zu Stefan Schröder: „Es hat mich sehr sehr gefreut für ihn, wie er heute ins Spiel gegangen ist. Er verdient ein sehr großes Kompliment, dass er über den Sommer so hart für dieses Spiel gearbeitet hat. Ich werde ihn in mein Nachtgebet mit einschließen, dass er von schweren Verletzungen in dieser Saison verschont bleibt.“
Jens Pfänder (Trainer HSG Ahlen-Hamm): „Wir hatten natürlich auf ein besseres Ergebnis gehofft, aber es war sicherlich ein sehr unglücklicher Zeitpunkt, hier in Hamburg anzutreten. Unser Ziel war es, eine gute Leistung abzuliefern. Und das haben wir auch geschafft. Mit den ersten 15 Minuten können wir sehr zufrieden sein, dann war aber ein Knackpunkt in unserem Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir insgesamt nicht mehr genügend Durchschlagkraft entwickeln können.“
Stefan Schröder (Rechtsaußen HSV Handball): „Das waren heute Emotionen pur. Ich hatte schon Bedenken bei meinem ersten Wurf, als ich gleich Vollkontakt gehen musste. Aber ich habe einfach das Gehirn ausgeschaltet und an Handball gedacht.“
Torsten Jansen (Linksaußen HSV Handball): „Die Zuschauer haben uns heute das Selbstvertrauen für diese Leistung gegeben.“
Matthias Flohr (Allrounder HSV Handball): „Natürlich hatten wir Göppingen noch im Kopf, von daher waren wir voll motiviert. Aber auch der HSG hat man die Motivation bis in die Haarspitzen angemerkt. Aber mit unseren Fans haben wir es gepackt.“
Notizen zum Spiel:
- Vor der Partie ehrte Maximilian Huber Bertrand Gille für sein 300. Spiel im HSV-Trikot, welches der Franzose beim Super Cup absolviert.
- Im Vorspiel setzte sich die A-Jugend des HSV gegen die der TSV Hannover-Burgdorf mit 24:23 (10:10) durch.
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