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07.03.09 Heimsieg gegen TV Grosswallstadt

HSV Handball nach 31:26 (16:12) seit 40 Spielen zuhause ungeschlagen

Vor 9.745 Fans in der Color Line Arena fährt der HSV Handball einen 31:26 (16:12)-Sieg gegen den TV Grosswallstadt ein. Durch den Erfolg setzen sich die Hamburger wieder auf Platz zwei der TOYOTA HBL-Tabelle vor den TBV Lemgo, dessen heutiges Spiel gegen den TSV Dormagen nach dem Tode von TSV-Rückraumspieler Sebastian Faißt auf Ende April verlegt wurde. Beim Anpfiff gedachten die HBL-Kollegen des Junioren-Nationalspielers in einer Schweigeminute. In den folgenden 60 Minuten konnte Hans Lindberg zwölf Treffer markieren, darunter acht Siebenmeter, und war bester Werfer der Partie. Der HSV Handball bleibt damit auch im 40. Heimspiel nacheinander ungeschlagen.

Enge erste Halbzeit endet mit HSV-Führung

Die 9.745 Fans in der Color Line Arena sahen eine ausgeglichene Anfangsphase: Nach elf Minuten stand es 4:4. Beide Mannschaften stellten jeweils gute Defensiv-Reihen, sodass sich keines der Teams absetzen konnte. Bestand einmal die Chance, zeigten die Torhüter Johannes Bitter für den HSV und Mattias Andersson für den TVG ihr Können. Erst in der 15. Minute konnten die Gäste die erste Zwei-Tore-Führung des Spiels für sich verbuchen (8:6). Im Anschluss parierte Johannes Bitter jedoch einen Siebenmeter von Oliver Köhrmann (18.), sodass der HSV erneut ausgleichen konnte (8:8) – um anschließend seinerseits erstmals mit zwei Treffern in Führung zu gehen (12:10). Stefan Schröder hatte zweimal in Folge getroffen. Ein weiteres Tor des Rechtsaußens verhinderte vorerst TVG-Keeper Andersson, doch nach einem erneuten Ballgewinn der HSV-Defensive brachte der Nationalspieler sein Team per Tempogegenstoß auch mit drei Toren in Front (13:10, 25.), Trotz der ersten Unterzahl, Dimitri Torgovanov musste auf die Strafbank, konnte der HSV diesen Vorsprung halten und erhöhte ihn mit dem Schlusspfiff sogar auf 16:12. Stefan Schröder, der auch das letzte Tor vor der Pause erzielt hatte, war mit fünf Toren bester Werfer des ersten Durchgangs.

Hans Lindberg wirft seine Tore im Dutzend

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit setzte sich die Mannschaft von Martin Schwalb weiter ab. Pascal Hens erzielte mit dem 18:13 sein 900. Pflichtspieltor für den HSV. Wiederum in Überzahl, Torgovanov musste erneut für zwei Minuten auf die Bank und anschließend auch Bertrand Gille, verkürzten die Gäste zunächst auf 16:19 (36.) und in der Folge auf 18:20 (41.). Per Sandström, der Johannes Bitter im HSV-Tor abgelöst hatte, knüpfte jedoch nahtlos an die Leistung seines Keeper-Kollegen an und verhinderte so, dass die Gäste noch weiter heran rücken konnten (46.). Im Gegenzug erzielte Hans Lindberg per Tempogegenstoß das 23:19. In die Schlussviertelstunde ging der HSV Handball wiederum in Unterzahl, überstand diese jedoch, ohne diese Vier-Tore-Führung einzubüßen. Stattdessen konnte der HSV in eigener Überzahl und in Person von Hans Lindberg zunächst auf 26:21 und anschließend auf 27:21 erhöhen (51.). Dimitri Torgovanov schraubte das Ergebnis auf 28:21 (52.) und sorgte damit für die Vorentscheidung. Die Gäste kamen zwar noch einmal auf 25:29 heran (57.) und stellten in den Schlussminuten eine sehr rigorose Deckung. Doch die hundertprozentige Treffsicherheit  von Hans Lindberg als Hamburger Strafwurfschütze und Per Sandström mit seinen Paraden sicherten dem HSV die Vier-Tore-Führung bis zur Schlussminute (30:26, 60.). Den letzten Angriff verwertete ebenfalls Hans Lindberg zum 31:26-Endstand. Der Däne war mit zwölf Toren, davon acht von der Strafwurflinie, auch bester Werfer des Spiels und wurde von den Fans zum ‚Spieler des Tages‘ gewählt.

HSV Hamburg: Bitter (10/1 Paraden, 1.-40.); Sandström (9 P., 41.-60.);
Lindberg 12/8, Schröder 5, Hens 5, Jansen 3, Lackovic 2, Torgovanov 2, G. Gille 2, B. Gille, Flohr, Niemeyer n.e., Grimm n.e., Grundsten n.e.

TV Grosswallstadt: Andersson (11 P., 1.-60.); Rominger (für vier Siebenmeter eingewechselt);
Kunz 8/5, Müller 5, Tiedtke 4, Kneer 2, Larsson 2, Köhrmann 2, Spatz 1, Zdrahala 1, Schmeißer 1, Reuter n.e., Wolf n.e.

Siebenmeter: 8/8 – 5/6 (Bitter pariert gegen Köhrmann)

Zeitstrafen: 4 – 3 (Torgovanov 2x, B. Gille 2x – Müller, Tiedtke, Kneer)

Schiedsrichter: Christopher Biaesch / Frank Sattler (Bad Soden/Oberursel)

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (1.), 3:3 (9.), 6:6 (14.), 6:8 (15.), 8:8 (18.), 10:10 (20.), 13:10 (25.), 13:11 (x.), 14:12 (27.), 16:12 (30.) – 16:13 (31.), 18:13 (33.), 19:15 (33.), 19:16 (36.), 20:16 (39.), 20:18 (41.), 21:19 (44.), 23:19 (46.), 25:21 (49.), 28:21 (52.), 29:22 (53.), 29:25 (57.), 30:26 (58.), 31:26 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Uns wurde heute viel abverlangt, über die 60 Minuten hatten wir häufiger Konzentrationsschwierigkeiten. Der TVG hat es aber auch gut gemacht und besitzt eine hohe Qualität in seinen Reihen. Unser Angriff hat mir heute nicht so gut gefallen, da war zu viel Standhandball dabei. Aber die Mannschaft hat mal wieder gezeigt, dass sie ein tolles Team ist. der Fünf-Tore-Unterschied ist für das Spiel angemessen und wir können zufrieden sein.“

Michael Roth (Trainer TV Grosswallstadt): „Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fliegen. Der HSV konnte nicht durch wechseln, das hat man gemerkt. Es gab mehrere Knackpunkte in der zweiten Halbzeit, als der HSV mit ein paar Toren davon zog. Aufgrund unserer Verletzungsliste können wir aber zufrieden sein.“

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Mir hat es heute richtig Spaß gemacht, ich war gut in Form. Grosswallstadt hat eine gute Mannschaft, gegen die es immer schwer ist, und gegen die man immer kämpfen muss. Das haben wir heute ganz gut hinbekommen. Jetzt kommen die Spiele, die noch mehr Spaß machen, mit Minden und dem THW. Am Mittwoch wollen wir erst einmal in das Final Four einziehen.“

Piet Krebs (Geschäftsführer HSV Hamburg): „Wir können stolz auf unsere Fans sein, die trotz einer nicht so perfekten Leistung heute trotzdem eine tolle Stimmung gemacht haben. Die Zuschauerzahlen, die wir bereits für die kommenden Spiele verbuchen können, zeigen das auch.“

Notizen zum Spiel:

  • Torsten Jansen erhielt vor dem Anpfiff einen Blumenstrauß für sein 1000. Tor im HSV-Trikot, das er im Auswärtsspiel bei Portland San Antonio markiert hatte. Schatzmeister Jens Lingthaler gratulierte dem Linksaußen persönlich.
  • Pascal Hens gelang mit dem 1:0 in der 1. Minute sein 50. Saisontreffer.
  • Der Rückraumspieler markierte zudem mit dem 8:8 nach 17 Minuten sein 650. HBL-Tor für den HSV sowie mit dem 18:13 in der 31. Minute sogar seinen 900. Pflichtspieltreffer für sein Team.
  • Der HSV erhielt zum Spiel gegen den TV Grosswallstadt Besuch aus Japan: Katsuhiko Chikamori, der früher für den HSV als erster Ausländer in der Handball-Bundesliga gespielt hatte und bis 2008 Präsident des japanische Handballverbandes war, sah sich zusammen mit seinem dem ehemaligen japanischen Nationaltorhüter Hisashi Ohmura, dem ehemaligen Nationalspieler Masashi Tanaka sowie dem Trainer Masayuki Kikuta den Sieg an.
  • Zum Spieler des Tages wählten die Fans Hans Lindberg mit 65 % aller Stimmen, die per SMS und Telefon abgegeben wurden.

Tabelle

3 Flensburg 48 : 14 +153
4 Berlin 47 : 15 +85
5 Hamburg 44 : 18 +85
6 Hannover 42 : 20 +16
7 Magdeburg 33 : 29 +27

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