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22.12.10 Hinrunden-Abschluss mit sicherem Sieg

HSV Handball vor eigenen Fans weiter ungeschlagen
Am letzten Hinrunden-Spieltag gibt sich der HSV Handball gegen HBW Balingen-Weilstetten keine Blöße und fährt ein ungefährdetes 35:28 (18:13) ein. Somit feiert die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb in der TOYOTA Handball-Bundesliga den 16. Sieg in Folge. Zu den besten Werfern vor 10.859 Zuschauern in der O2 World Hamburg avancierten Domagoj Duvnjak auf Seiten der Gastgeber und Benjamin Herth für den HBW durch jeweils acht Treffer. Der HSV Handball geht somit als Tabellenführer in die Weihnachtspause, die lediglich drei Tage, bis zum 25. Dezember, dauert. Am Sonnabend um 19.00 Uhr steht für die Hamburger das erste Heimspiel der Rückrunde gegen Frisch Auf Göppingen auf dem Programm.
Schnelle HSV-Führung hat auch zur Pause Bestand
Mit 10.859 Zuschauern verbuchte der HSV Handball kurz vor Weihnachten erneut eine sehr gute Fan-Resonanz und bot seinen Anhängern in der O2 World Hamburg von Beginn an ein gutes Spiel. Nach kurzer Eingewöhnungsphase ging die HSV-Abwehr mit viel Biss zu Werke. Die Offensive der Gastgeber zeigte durchdachte und schnell gespielte Kombinationen und drehte so einen 0:2-Rückstand (3. Minute) in ein eigenes 3:2 (5.). Fünf Treffer in Folge sollten den Hamburgern nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich gelingen (3:3, 6.). Dabei liefen die Angriffe vor allem über die linke Seite, auf der heute Matthias Flohr stand. Der Nationalspieler erzielte innerhalb von zwei Minuten seine ersten drei Treffer und markierte unter anderem das 8:3 nach elf Minuten. Dieser Vorsprung hatte in der Folge, in einer fair geführten Partie, lange Bestand: Über 11:6, das ebenfalls Matthias Flohr erzielte (17.), dem 14:9 durch Domagoj Duvnjak (23.) bis zum 17:12 von Bertrand Gille. In der Schlussphase der ersten Halbzeit setzten die Gäste einen siebten Feldspieler ein, konnten dadurch jedoch nicht verkürzen. Mit dem Ergebnis von 18:13 zugunsten des HSV ging es in die Kabinen.
Balingen bleibt mit sieben Feldspielern dran
Nach dem Wiederanpfiff übernahm vor allem Domagoj Duvnjak die Aufgabe, den verletzten Guillaume Gille, der mit einer Überlastung von Knie- und Sprunggelenk nur zuschauen konnte, zu vertreten. Der Kroate zeichnete unter anderem für das 21:15 nach 36 Minuten verantwortlich. Balingen agierte weiter mehrmals in Überzahl, dafür ohne Torwart und hielt den Fünf-Tore-Rückstand weiter. So war es nun ein offenes Spiel, in dem es hin und her ging. Zu Beginn der Schlussviertelstunde markierte Rechtsaußen Stefan Schröder das 27:21, Domagoj Duvnjak legte das 28:22 nach (48.). Die Balinger Abwehr agierte nun aggressiver, während die HSV-Defensive klug Aktionen vermied, die zu weiterer Unterzahl geführt hätten. Erst vier Minuten vor dem Ende musste mit Stefan Schröder der erste Hamburger für zwei Minuten auf die Bank. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber durch Michael Kraus, Hans Lindberg per Siebenmeter und Igor Vori erneut drei Tore in Folge erzielt und aus einem 31:26 (53.) ein 34:26 gemacht (57.). Das letzte Tor des Tabellenführers in der Hinrunde blieb wiederum Domagoj Duvnjak vorbehalten, der mit dem 35:27 seinen achten Treffer markierte (59.). Klaus Schuldt machte für den HBW den Endstand perfekt. Mit dem 35:28 gelingt dem HSV Handball sein 16. Sieg in Folge in der TOYOTA HBL, bevor am Sonnabend, dem ersten Weihnachtstag, die Rückrunde beginnt.
HSV Handball: Bitter (7 Paraden, 1.-26., 50.-60.); Sandström (6/1 P., 26.-50.);Duvnjak 8, Flohr 7, Schröder 5, Lindberg 4/4, M. Lijewski 2, Hens 2, B. Gille 2, Lackovic 2, Kraus 2, Vori 1, Jansen n.e.
HBW Balingen-Weilstetten: Marinovic (4 P., 1.-17., 45.-60.); Zoubkoff (7. P., 17.-60.);
Herth 8/4, Schlinger 7, Strobel 2, Temelkov 2, Schuldt 2, Ilitsch 2, Sauer 1, Ettwein 1, Mitkov 1, Bürkle 1, Boisedu 1, Wilke
Siebenmeter: 4/5– 5/6 (Flohr scheitert an Marinovic – Sandström pariert gegen Herth)
Zeitstrafen: 1 – 6 (Schröder – Ilitsch 2x, Strobel, Bürkle, Mitkov, Schlinger)
Schiedsrichter: Lars Geipel / Marcus Helbig (Steuden/Landsberg)
Spielfilm: 0:1 (2.), 0:2 (3.), 3:2 (5.), 3:3 (6.), 8:3 (11.), 8:5 (13.), 9:5 (13.), 10:6 (15.), 11:6 (17.), 11:7 (18.), 14:10 (23.), 16:10 (25.), 16:12 (26.), 18:12 (28.), 18:13 (30.) – 19:13 (31.), 19:14 (34.), 21:16 (38.), 21:17 (39.), 22:17 (40.), 26:21 (46.), 27:21 (47.), 27:22 (48.), 28:23 (48.), 28:24 (49.), 29:24 (50.), 31:26 (53.), 34:26 (57.), 34:27 (58.), 35:28 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Insgesamt bin ich zufrieden. Es war nicht leicht, in der Abwehr gegen diesen HBW zu spielen. Manchmal hat mir etwas Bewegung und Aggressivität gefehlt. Samstag brauchen wir auf jeden Fall noch einen Schuss mehr Aggressivität, um im Top-Spiel gegen Göppingen bestehen zu können.“
Dr. Rolf Brack (Trainer HBW Balingen-Weilstetten): „Wir sind mit dem Vorsatz hergekommen, das Torverhältnis intakt zu halten. Das ist uns gut gelungen, mit den sieben Toren können wir gut leben. Ein Wermutstropfen ist, dass Jens Bürkle mit einem Bänderriss raus musste.“
Marcin Lijewski (Rückraumspieler HSV Handball): „Es war eine super Hinrunde, aber die Rückrunde wird, mit den vielen Auswärtsspielen, noch viel schwerer. Natürlich bleiben wir optimistisch, am Samstag wollen wir natürlich als erstes die Revanche für das Hinspiel. Da wird es keine Weihnachtsstimmung geben.“
Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Gegen so einen Gegner muss man die Aggressivität von denen im Keim ersticken. Das ist uns am Anfang ganz gut, dann aber nicht immer gelungen. Einen siebten Feldspieler zu bringen, war ein cleverer Schachzug von Balingen. Wir wussten zwar, dass sie so spielen, aber es ist immer schwer, sich gegen einen Mann mehr zu wehren.“
Notizen zum Spiel:
- Im Vorspiel gewann die A-Jugend des HSV Handball das Regionalliga-Duell gegen den HSV Insel Usedom mit 36:30 (18:11). Durch diesen Erfolg gegen den Tabellenvierten aus Mecklenburg-Vorpommern verbesserte sich die Mannschaft von Trainer Frank Hamann selbst auf Rang sechs der Regionalliga Nordost.
- Vor dem Anpfiff übergab HSV-Aufsichtsrat Fritz Bahrdt eine Flasche Champagner an Matthias Flohr der im Auswärtsspiel beim TBV Lemgo sein 300. HSV-Spiel absolviert hatte.
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