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06.03.11 HSV beendet CL-Gruppenphase auf Platz drei

Hamburger feiern 32:24 (18:12)-Erfolg über KIF Kolding
Im letzten Gruppenspiel in der VELUX EHF Men’s Champions League besiegt der HSV Handball den dänischen Vizemeister KIF Kolding mit 32:24 (18:12). Somit sichern sich die Hamburger mit 13 Punkten Platz drei in Gruppe B. Im Achtelfinale der Champions League wartet auf die Mannschaft von Martin Schwalb somit ein Zweitplatzierter aus den Gruppen A, C oder D, der am morgigen Montag ausgelost wird. In der Partie gegen KIF Kolding zeigten sich die Hamburger vor 4.086 Zuschauern in der ausverkauften Sporthalle Hamburger von Beginn an mit Schnelligkeit und Wachsamkeit. Frühe Ballgewinne wurden im Gegenstoß verwandelt, zudem überzeugten die Gastgeber durch Eins-gegen-Eins-Stärke. Bereits im ersten Durchgang setzten sich die Hamburger entscheidend ab und sicherten am Ende souverän den Sieg. Zum besten Werfer der Partie wurde Michael Kraus mit sechs Toren, Koldings Bo Spellerberg traf ebenfalls sechs Mal.
Hamburger setzen sich frühzeitig ab
Vor 4.086 Zuschauern in der ausverkauften Sporthalle Hamburg entwickelte sich von Beginn an eine dynamische Partie, in der im Minuten-Takt die Tore fielen. Auf Seiten der Gastgeber zeigte sich Michael Kraus mit dem Anpfiff stark. Gegen die leicht offensive 6:0-Deckung der Koldinger nutzte der HSV-Mittelmann seine Eins-gegen-Eins-Stärke und kam so im Alleingang zu zwei frühen Treffern (1:0, 1. Minute; 3:2, 6.). Gleichsam glänzte der Spielmacher mit zwei Kreisanspielen, die Igor Vori treffsicher zum 4:2, (7.) und 5:4 (9.) nutzte. Vom frühen Torerfolg beflügelt, präsentierten sich die Hamburger im Spiel nach vorn selbstsicher. Die Angriffe des HSV überzeugten durch Variantenreichtum: Neben diversen Eins-gegen-Eins-Aktionen demonstrierte Hamburg auch durch Schnelligkeit und Wachsamkeit seine Stärke: Nachdem sich Marcin Lijewski zum 9:8 (16.) durch die Abwehr wackelte, erhöhte Torsten Jansen in zwei aufeinanderfolgenden Gegenstößen zum 11:8 (17.) und markierte damit den ersten Drei-Tore-Vorsprung. Nach 20 Minuten wechselte Trainer Martin Schwalb dann drei neue Protagonisten für die Offensive ein: Domagoj Duvnjak, Matthias Flohr und Krzysztof Lijewski kamen für Torsten Jansen, Michael Kraus und Marcin Lijewski. Und auch diese Kombination funktionierte. Der HSV baute seinen Vorsprung vor der Pause weiter aus. Pascal Hens nahm sich kurz vor dem Seitenwechsel drei Würfe, mit denen er die Gastgeber zum 13:9 (22.) und 15:11 (26.) brachte. Zudem ließen die Hamburger den Ball im Positionsangriff laufen und spielten so Matthias Flohr auf Linksaußen frei: Nach dem 16:11 (27.) erzielte dieser auch den Halbzeitstand von 18:12 (29.). Beste Werfer des ersten Durchgangs wurden Matthias Flohr, Igor Vori, Torsten Jansen und Pascal Hens mit je drei Toren.
HSV feiert am Ende deutlichen Sieg
Im zweiten Durchgang zeigten sich die Hamburger mit der Umstellung ihrer Defensive auf die 3:2:1-Variante stark. Mit der offensiven Deckungs-Formation erspielten sich die Gastgeber nun frühzeitig den Ball und bauten im schnellen Spiel nach vorn ihren Vorsprung weiter aus: Mit sechs Toren in Folge, davon zwei vom frisch eingewechselten Stefan Schröder, setzte sich der HSV nach zwischenzeitlichem 19:15 (37.) mit zehn Toren ab (25:15, 42.). Fortan entwickelte sich eine ausgeglichene Partie: Zwar kämpften sich die Gäste zwischenzeitlich auf 26:19 (49.) heran, die Kontrolle über das Spiel behielt jedoch der HSV. Zum Teil scheiterte Kolding an Per Sandström, der in der 43. Minute für Johannes Bitter eingewechselt wurde, zum Teil konnten die Hamburger auch wieder frühzeitige Balleroberungen feiern. Mit sieben Toren hielten die Gastgeber ihre Gegner konstant auf Abstand. Dabei erzielte Michael Kraus mit cleveren Einzelaktionen das 27:19 (49.), 28:20 (54.) und 29:22 (55.). Den Abschluss der Partie machten dann Stefan Schröder und Per Sandström im Duett: 20 Sekunden vor dem Abpfiff parierte Sandström gegen Koldings Kreisläufer Toromanovic, im Gegenstoß erhöhte Schröder noch einmal zum 32:24 (60.). Zum besten Werfer der Partie wurde Michael Kraus mit sechs Toren.
HSV Handball: Bitter (9 Paraden, 1.-43.); Sandström (5 P., 43.-60.);
Kraus 6, Hens 5, Schröder 4, Jansen 4, Vori 4, Flohr 3, Duvnjak 2, M. Lijewski 2, Lackovic 1, Lindberg 1/1, G. Gille, K. Lijewski
KIF Kolding: Erevik (13 P., 1.-60.); Petersen n.e.;
Spellerberg 6, Sondergaard Sarup 4, Edelberg Jensen 3, Toromanovic 2, Christiansen 2, Schnuchel 2, Karlsson 1, Oechsler 1, Forslund 1, Mikkelsen 1, Nikolic 1, Garralda
Siebenmeter: 1/1 – 0/0
Zeitstrafen: 2 – 3 (Jansen, Vori – Nikolic, Oechsler, Karlsson)
Schiedsrichter: Nenad Krstic / Peter Ljubic (SVN)
Spielfilm: 1:0 (x.), 1:1 (2.), 2:1 (3.), 2:2 (5.), 4:2 (7.), 4:4 (8.), 6:4 (10.), 6:5 (10.), 7:6 (11.), 8:7 (14.), 9:8 (16.), 11:8 (17.), 11:9 (18.), 13:9 (22.), 13:10 (23.), 14:10 (23.), 14:11 (25.), 17:11 (28.), 17:12 (29.), 18:12 (29.) – 18:14 (32.), 19:14 (34.), 19:15 (37.), 25:15 (42.), 25:17 (45.), 26:17 (45.), 26:19 (49.), 27:19 (49.), 27:20 (52.), 28:20 (54.), 28:21 (54.), 29:21 (54.), 29:22 (56.), 30:22 (57.), 30:24 (59.), 32:24 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „In den ersten 15 Minuten hatten wir in der Abwehr ein paar Probleme. Kolding kam mehrfach aus kurzer Distanz zum Wurf, daraufhin haben wir von einer 6:0- auf eine 3:2:1-Deckung umgestellt. Das hat dann besser funktioniert und vorne haben wir uns gute Chancen erarbeitet. Man hat gesehen, dass die spielfreie Woche uns gut getan hat. Meine Spieler waren schneller und selbstsicherer, auch wenn wir den ein oder anderen Schuss mehr hätten nehmen können. Trotzdem sind wir sehr zufrieden.“
Ingemar Linnéll (Trainer KIF Kolding): „Es war ein gutes Spiel für die Zuschauer und eine tolle Atmosphäre. Wir sind aber nicht zufrieden. Wir hatten so viele technische Fehler im Spiel, dass wir viel mehr laufen mussten. Das tat weh. Hamburg war das klar bessere Team heute und hat verdient gewonnen.“
Stefan Schröder (Rechtsaußen HSV Handball): „Der Schlüssel zum Erfolg war die Umstellung auf die 3:2:1-Deckung, mit der wir viele leichte Ballgewinne verzeichnen konnten. Wir haben dann auch mehr Aggressivität gezeigt, mehr Tempo im Spiel gehabt und einige Tempogegenstöße zu Toren genutzt.“
Ole Erevik (Torhüter KIF Kolding): „Wir sind sehr gut gestartet, haben uns dann aber zu oft verzettelt. 20 technische Fehler – das sind mindestens zehn zu viel. Mit dieser Anzahl sind wir natürlich chancenlos, gerade auswärts. Hamburg konnte einfache Tore machen und zog schnell weg. Da konnten wir nicht mehr zurückschlagen.“
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