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05.06.10 HSV beendet die Saison 2009/2010 mit einem Sieg

Hamburger 35:25 (18:13) in Balingen - Hans Lindberg HBL-Torschützenkönig

Der HSV Handball verabschiedet sich mit einem Sieg aus der Spielzeit 2009/2010 der TOYOTA Handball-Bundesliga. Mit 35:25 (18:13) setzt sich das Team von Martin Schwalb beim HBW Balingen-Weilstetten durch und krönt damit die bislang erfolgreichste Saison des HSV mit einem Erfolg. Mit 61:7 Punkten sicherte sich des HSV die Vize-Meisterschaft und verzeichnet mit erstmals weniger als zehn Negativzählern das bislang beste Saisonergebnis. 2.300 Zuschauer in der SparkassenArena, darunter 200 aus Hamburg mitgereiste Fans, sahen eine Partie, welche die Gäste von Anfang an dominierten. Zum besten Werfer der Partie avancierte am Ende Blazenko Lackovic mit sieben Toren. Nach dem letzten Spiel der Saison sicherte sich zudem Hans Lindberg mit insgesamt 257 Toren den Titel des Torschützenkönigs der TOYOTA HBL. 

Bewegung in der Offensive sorgt für den Vorsprung

Vor 2.300 Zuschauern in der ausverkauften SparkassenArena startete der HSV Handball mit viel Elan. Schnell spielten sich die Hamburger in einen zunächst geringen Vorsprung und konnten diesen in der Anfangsphase verteidigen. Gleich zu Beginn der Partie überzeugte Johannes Bitter mit drei Paraden in Folge und ließ die Hamburger somit durch Marcin Lijewski mit 2:1 (4. Minute) in Führung gehen. Gleichermaßen spritzig präsentierte sich jedoch auch der Angriff des HSV: Jeweils in Unterzahl gelang es den Hamburgern, ihre Führung auszubauen. Durch Einläufer von außen brachten die Gäste viel Bewegung an den gegnerischen Sechsmeterkreis. Auf diese Weise erspielten sich die Hamburger immer wieder Freiraume, die sie zum Torerfolg nutzten. So kam Torsten Jansen beim 3:1 (5.) nach einem Anspiel von Marcin Lijewski am Kreis völlig frei zum Wurf, kurz danach wurde er in ähnlicher Situation durch seinen Teamkollegen Hans Lindberg in Szene gesetzt (7:5, 11.). In der Hamburger Defensive bildeten eine offene 3-2-1-Abwehr zusammen mit Johannes Bitter zwischen den Pfosten eine sichere Einheit, die den Gastgebern über weite Strecken Probleme bereitete. Im Angriff legte zudem vor allem HSV-Rückraumspieler Blazenko Lackovic immer wieder einen Zwischenspurt ein: Spielendleicht schraubte sich der Kroate immer wieder in die Lüfte und erzielte so auch die erste Drei-Tore-Führung der Gäste (10:7, 18.). Igor Vori und Matthias Flohr erhöhten auf 15:10 (25.) und mit diesem Vorsprung und einem Halbzeitstand von 18:13 ging es in die Kabinen. 

Hamburg gelingen zum Saisonabschluss einfache Tore

Nach einer Zeitstrafe von Hans Lindberg zum Ende der ersten Hälfte startete der HSV den zweiten Durchgang zunächst in Unterzahl. Dennoch gab es den ersten Torerfolg auf Hamburger Seite. Auch hier war das Rezept der Gäste die Bewegung, mit der sie Marcin Lijewski den Freiraum zum 19:13 (31.) kurz nach dem Wiederanpfiff ermöglichten. Nach einem abgefangenen Ball sorgte Torsten Jansen im Alleingang nur wenige Minuten später für die erste Sieben-Tore-Führung (21:14, 36.), die er ein weiteres Mal ebenfalls im Gegenstoß beim 22:15 (38.) verteidigte. Im weiteren Verlauf rissen die Hamburger das Ruder immer mehr an sich: Leichtfertige Ballverluste der Balinger nutzen die Gäste zu Gegenstößen. Zudem fand der HSV durch weite Laufwege in der Offensive und viele Positionswechsel immer wieder die Lücken in der Abwehr der Schwaben. So gelang es Marcin Lijewski, den HSV mit einem Doppelpack auf neun Tore nach vorn zu bringen (26:17, 44.). Kapitän Guillaume Gille markierte kurze Zeit später frei am Kreis die erste Zehn-Tore-Führung (28:18, 46.). Mit zwei gehaltenen Siebenmetern und diversen Paraden zeigte sich zudem Per Sandström sicher im Hamburger Tor. Obgleich sich der HBW zwischenzeitlich wieder ein wenig heran kämpfen konnte, gelangen dem HSV jedoch immer wieder einfache Treffer, mit denen sie ihren deutlichen Sieg nach Hause bringen konnten. Beim Endstand von 35:25 (18:13) wurde Blazenko Lackovic zum besten Werfer. Die Saison 2009/2010 schließt der HSV Handball somit mit einem deutlichen Sieg und der Vizemeisterschaft ab.

HBW Balingen-Weilstetten: Marinovic (7/1 Paraden, 1.-35., 49.-60.); Zoubkoff (1 P., 35.-49.);
Herth 6/4, Bürkle 4, Lobedank 3, Müller 3, Feliho 2, Strobel 2, Temelkov 2, Wagenstreiter 2, Ilitsch 1, Sauer, Wilke, Ettwein

HSV Hamburg: Bitter  (12 Paraden, 1.-10., 12.-38.); Sandström (8/2 P., 39.-60. und für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lackovic 7, Lindberg 6/3, M. Lijewski 6, Jansen 5, Hens 4, Duvnjak 2, Flohr 2, Vori 2, G. Gille 1, B. Gille, K. Lijewski, Schliedermann n.e.

Siebenmeter: 4/6 – 3/5 (Sandström bleibt Sieger gegen Herth und Temelkov – Lindberg wirft an den Pfosten und scheitert an Marinovic)

Zeitstrafen: 5 – 6 (Wagesreiter, Ettwein, Marinovic, Illitsch, Müller –  G. Gille 2x, Bitter, Lindberg, M. Lijewski, Duvnjak)

Schiedsrichter:  Ralf Damian /  Frank Wenz (Bingen/Mainz)

Spielfilm: 1:0 (2.),  1:1 (2.),  1:3 (5.),  2:3 (6.),  2:4 (7.),  3:4 (7.),  4:4 (8.),  4:5 (8.),  5:5 (9.),  5:6 (9.),  7:8 (14.),  7:10 (18.),  8:10 (19.),  10:12 (24.),  10:15 (25.),  11:15 (27.),  13:17 (30.),  13:18 (30.) – 13:19 (31.),  14:19 (32.),  14:21 (37.),  15:21 (32.),  15:22 (32.),  17:22 (41.),  17:26 (44.),  18:26 (45.),  18:28 (46.),  19:28 (48.),  19:29 (49.),  22:29 (53.),  22:30 (53.),  23:30 (54.),  23:31 (55.),  24:31 (55.),  24:33 (57.),  25:33 (57.),  25:35 (60.)

Siebenmeter: 4/6 – 3/5 (Sandström pariert gegen Herth, Sandström bleibt Sieger gegen Temelkov – Lindberg wirft an den Pfosten, Lindberg scheitert an Marinovic)

Zeitstrafen: 5 – 6 (Wagesreiter, Ettwein, Marinovic, Müller, Ilitsch –  G. Gille 2x, Bitter, Lindberg, M. Lijewski, Duvnjak)

Schiedsrichter:  Ralf Damian /  Frank Wenz ( Bingen/Mainz)

Spielfilm: 1:0 (2.), 1:3 (5.), 2:3 (6.), 3:4 (7.), 4:4 (7.), 5:5 (9.), 5:7 (11.), 6:7 (12.), 7:8 (14.), 7:10 (18.), 9:10 (19.), 9:12 (22.), 10:12 (23.), 10:15 (25.), 11:15 (27.), 13:17 (30.), 13:18 (30.) – 13:19 (31.), 14:19 (32.), 14:21 (36.), 15:21 (37.), 15:22 (39.), 17:22 (41.), 17:26 (44.), 18:26 (45.), 18:28 (48.), 19:28 (48.), 19:29 (49.), 22:29 (53.), 22:30 (53.), 23:30 (54.), 24:31 (55.), 24:33 (57.), 25:33 (57.), 25:35 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir haben uns fest vorgenommen, eine konzentrierte Leistung zu zeigen. Wir wussten, dass wir heute aufpassen und Balingen in der Defensive möglichst im Sechs-gegen-Sechs stellen müssen. Das haben wir über weite Strecken geschafft und so konnten wir, weil wir wussten hinten hält es, im Angriff befreiter aufspielen. Wir wollten nochmal zeigen, was wir können, und das haben wir geschafft.“

Dr. Rolf Brack (Trainer HBW Balingen-Weilstetten): „Dass eine Mannschaft mit sieben Gegenpunkten Vizemeister wird, hat es auch nicht oft gegeben. Das zeigt den Aufwärtstrend des HSV in dieser Saison, zu der ich herzlich gratuliere. Bei uns war es in diesem Jahr eher ein Abwärtstrend, dafür haben wir uns heute aber mit einem ordentlichen Spiel verabschiedet. Es war ein offener Schlagabtausch und ein gutes Spiel für die Zuschauer.“

Blazenko Lackovic (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, alle zusammen. Wir haben gar nicht an etwas anderes als an diese Partie hier gedacht. Alle hatten das eine Ziel, hier zu gewinnen, und das haben wir in großer Manier geschafft. Auch wenn es am Ende nicht ganz zur deutschen Meistscherschaft gereicht hat, können wir uns doch freuen, in dieser Saison einen großen Schritt gemacht zu haben.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Hamburg): „Das war heute souveräner Handball und ein gutes Spiel, mit dem wir die Saison abschließen können. Die Entscheidung um die deutsche Meisterschaft hat der direkte Vergleich gebracht. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen.“

Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Hamburg): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir letzten Endes nicht deutscher Meister geworden sind, aber wir sind auch stolz auf ein super Jahr mit dem Gewinn des DHB-Pokal. Nächstes Jahr wollen wir aber noch eine Schippe drauf legen.“

Notizen zum Spiel:

  • Mit seinem Treffer zum 16:11 (29.) erzielte Domagoj Duvnjak seinen 200. Saison-Treffer
  • Hans Lindberg traf beim 11:9 (21.) zum 600. Mal in der TOYOTA HBL.

 

 

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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