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18.12.07 HSV erreicht Lufthansa Final Four!

Guillaume und Bertrand Gille jubeln über den Einzug ins Lufthansa Final Four

Der HSV hat das Lufthansa Final Four erreicht. Vor 2.507 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg setzten sich die Gastgeber im DHB-Pokal-Viertelfinale mit 33:30 (18:15) gegen den VfL Gummersbach durch. In einer spannenden Partie war Pascal Hens mit zehn Treffern erfolgreichster Torschütze für die Hamburger. Das Lufthansa Final Four wird am 29./30. März 2008 in der Hamburger Color Line Arena ausgetragen.

VfL Gummersbach liegt lange vorn

Festtagsstimmung in der Sporthalle Hamburg. Unter die 2.507 Zuschauer hatten sich auch ein Dutzend VfL-Anhänger mit vier Trommeln gemischt, die sich über die gesamte Dauer des Spiels ein stimmungsvolles Duell mit den HSV-Fans lieferten. Anfangs hatten die Gäste-Fans mehr zu jubeln. Der 1:0-Führung des HSV (1. Minute) folgten drei Treffer des VfL. Erst durch einen von Kyung-Shin Yoon verwandelten Strafwurf kamen die Hamburger wieder ins Spiel (2:3, 7.). Viel Kampf und viele Fehler auf beiden Seiten prägten die erste Viertelstunde der Partie. Der HSV war zudem nicht vom Glück begünstigt. Vor der Pause hatte das Team von Trainer Martin Schwalb fünf Pfosten- oder Lattentreffer zu verzeichnen. Doch durch eine offensive Deckung kämpften sich die Gastgeber wieder in die Partie und kamen durch zwei Treffer von Pascal Hens nach 16 Minuten zum Ausgleich (7:7). Wieder konnten sich aber die Gäste mit zwei Toren absetzen (9:7, 19.). In dieser Phase wechselten beide Teams die Torhüter. Johannes Bitter kam für Per Sandström, der bis dahin drei Paraden gezeigt hatte, ins Hamburger Tor. Beim VfL Gummersbach ersetzte Nandor Fazekas, der mit bandagierter Hand spielte, Goran Stojanovic. Zwei Minuten vor der Halbzeit glich der HSV erneut aus und ging diesmal auch in Front. Vor allem Johannes Bitter war in der Schlussphase mit fünf Paraden Garant für die 18:15-Pausenführung der Hamburger.

Pascal Hens führt HSV zum Sieg

Auch in den ersten Minuten nach der Pause dominierten die Torhüter die Partie. Johannes Bitter bot ebenso drei Paraden wie der auf der Gegenseite wieder eingewechselte Goran Stojanovic. So dauerte es zweieinhalb Minuten bis der erste Treffer fiel: Vedran Zrnic traf zum 16:18 aus Gäste-Sicht. Trotz neuerlichem Pech mit einem Aluminiumwurf ging der HSV in der 36. Minute erstmals mit vier Toren in Führung (21:17), Guillaume Gille erzielte sein erstes Tor der Partie. Hans Lindberg erhöhte nach 39 Minuten auf 23:18, das Bitter zudem durch einen gehaltenen Siebenmeter gegen Zrnic verteidigte. In der Folge gingen die Gastgeber jedoch leichtfertig mit ihren Chancen um. Zudem stand Stojanovic im VfL-Tor seinem Gegenüber weiterhin in Nichts nach. Es entwickelte sich ein echter Pokalfight. Auf Seiten der Gäste verkürzte Robert Gunnarsson durch zwei Treffer in Folge auf 22:24. Doch auch HSV-Kapitän Guillaume Gille spielte nun groß auf. Fünf Minuten lang war der Franzose der einzige Hamburger, der traf, und so für die neuerliche Vier-Tore-Führung sorgte (29:25, 53.). HSV-Coach Martin Schwalb animierte nun seinerseits das Publikum, das den HSV in der Schlussphase lautstark anfeuerte. Die VfL-Schlachtenbummler waren in dieser Phase nicht mehr zu hören. Zwar verkürzte Gummersbach in Überzahl durch zwei von Momir Ilic verwandelte Strafwürfe noch einmal auf zwei Tore (29:31, 58.), doch Torsten Jansen machte mit seinem achten Treffer zum 32:29 alles klar. Iwan Ursic und Oleg Kuleschow stellten mit ihren abschließenden Toren den 33:30-Endstand her. Herausragender Akteur des Spiels war Pascal Hens, der zehn Treffer erzielte.

HSV Hamburg: Bitter (11/1 Paraden, 21.-60.); Sandström (3 P., 1.-21.); Müller (n.e.);
Hens 10, Jansen 8, G. Gille 5, B. Gille 3, Lijewski 3, Lindberg 2, Ursic 1, Yoon 1/1, Flohr, Torgovanov, Schröder n.e., Jurecki n.e.

VfL Gummersbach: Stojanovic (9 P., 1.-22., 31.-60.); Fazekas (0 P, 22.-30.);
Zrnic 8, Gunnarsson 7, Ilic 6/3, Pungartnik 5, Sigurdsson 2, Wagner 1, Kuleschow 1, Alvanos, Krantz, Klev, Jakobsson, Zakharov n.e.

Siebenmeter: 1/1 – 6/7 (Bitter pariert gegen Zrnic)

Strafminuten: 2 – 3 (Torgovanov, G. Gille – Pungartnik, Ilic, Alvanos)

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:3 (4.), 2:3 (7.), 3:5 (8.), 5:7 (15.), 7:7 (17.), 7:9 (19.), 9:11 (21.), 11:11 (22.), 12:12 (25.), 12:14 (26.), 14:14 (28.), 16:14 (29.), 17:15 (30.), 18:15 (30.) – 18:16 (33.), 19:17 (35.), 21:17 (36.), 23:18 (39.), 23:20 (43.), 24:21 (46.), 25:23 (47.), 28:24 (51.), 29:26 (53.), 31:27 (55.), 31:29 (58.), 33:29 (60.), 33:30 (60.)

Die Bilder zur Partie sehen Sie hier

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV): „In den ersten 20 Minuten haben wir zwar Kampf gezeigt, aber kaum gute Aktionen zustande gebracht. Wir haben zu viele Fehler produziert und es in dieser Phase verpasst, Selbstvertrauen für die restliche Partie zu tanken. Kurz vor der Pause gelang es uns dennoch, das Heft an uns zu reißen, weil wir unsere Bälle konsequenter genutzt haben. Das konnte man zu diesem Zeitpunkt nicht gerade erwarten, aber so ist halt Handball. In der zweiten Hälfte gab es einige knifflige Situationen. Trotzdem haben wir Stabilität in unser Spiel bekommen und sind verdient ins Final Four eingezogen.“

Martin Schwalb zum Final Four: „Es macht uns stolz dabei zu sein, denn wir wissen um die Wichtigkeit der Veranstaltung hier in Hamburg.“

Martin Schwalb zur Leistung von Pascal Hens: „Unglaublich, was der Junge aus seinem Kopf raus holt. Seit Wochen und Monaten lässt er sich von nichts und niemandem aufhalten und geht seinen Weg. Das ist einfach Weltklasse.“

Alfred Gislason (Trainer VfL Gummersbach): „Wir wollten eine Überraschung landen und uns eine weitere Reise nach Hamburg erkämpfen. Dass das nicht geklappt hat, lag an einem guten HSV, aber auch daran, dass wir in den entscheidenden Phasen komplett den Kopf verloren haben. Wir haben einfach zu wenig aus dem Rückraum gezeigt. Kompliment an mein Team, das nie aufgegeben hat. Doch wir haben unglücklich agiert und durch blöde Fehler unsere Chance vertan."

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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