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26.05.07 HSV hält Titelkampf offen

Der HSV hält den Titelkampf in der Handball-Bundesliga bis zum letzten Spieltag offen. Mit dem 33:28 (13:15)-Heimsieg über den TBV Lemgo und der gleichzeitigen Niederlage des THW Kiel in Flensburg schließt der HSV nach Punkten erneut zum Spitzenreiter THW auf. Beide Mannschaften haben jetzt 56:10 Zähler auf dem Konto. Damit kommt es am nächsten Wochenende zum Showdown. Der HSV muss am Sonnabend bei Frisch Auf Göppingen antreten, der THW Kiel trifft zeitgleich in der heimischen Ostseehalle auf die HSG Nordhorn.
Vor 12.568 Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Color Line Arena hielt der Tabellen-7. aus Lemgo bis 10 Minuten vor Abpfiff dagegen. Erst die Schlussminuten brachten, unter anderem dank eines starken Per Sandströms im HSV-Tor, die Entscheidung. Bester Torschütze beim HSV war einmal mehr Kyung-Shin Yoon mit 9/3 Treffern.
Nach Schlusspfiff wurden sechs scheidende HSV-Spieler geehrt und unter tosendem Applaus gebührend verabschiedet. Der 41-jährige Goran Stojanovic (ab nächster Saison Co- und Torwarttrainer beim HSV), Thomas Knorr (Spielertrainer VfL Bad Schwartau), Roman Pungartnik (VfL Gummersbach), Igor Lavrov (geht zurück in seine russische Heimat) und die Youngster Hanno Holzhüter sowie Tobias Mahncke (beide VfL Bad Schwartau) stecken in der kommenden Spielzeit nicht mehr im HSV-Trikot.
Zur Chronologie des Spiels: Hektik und Nervosität zogen sich in der ersten Halbzeit wie ein roter Faden durch das Spiel der Hamburger. Einzig Goran Stojanovic im HSV-Gehäuse zeigte mit vielen Paraden und zwei gehaltenen Siebenmetern eine gute Leistung. Der HSV führte dennoch bis zur 25. Minute stets mit einem bis zwei Toren Differenz. Krzysztof Lijewski führte ab der 15. Minute Regie. Guillaume Gille wechselte für Pascal Hens auf die halblinke Position. Die Schlussminuten der ersten Hälfte gehörten aber dem TBV Lemgo, der mit einer 15:13-Führung in die Kabine gehen konnte. Die Gastgeber leisteten sich noch zu viele Unkonzentriertheiten.
Nach dem Wechsel wurde das Spiel des HSV besser. Es zeigte sich schnell, dass die Pausenrede von Trainer Martin Schwalb Früchte trug. Drei Treffer in Serie von Kyung-Shin Yoon brachten den HSV auf 17:18 heran. Als Guillaume Gille verletzt auf die Bank musste, kam erneut Lijewski für die Spielmacherposition, die er auch hervorragend ausfüllte. Mit herrlichen Spielzügen konnte der HSV beim 20:20 (41.) egalisieren und ging erstmals durch Torsten Jansen wieder mit 23:22 in Front.
Den letzten Einstand gab es beim 26:26 (50.). In der Folge erhöhte der Tabellen-2. die Schlagzahl und zog auch dank der Paraden des eingewechselten Per Sandström auf 29:26 davon. Lemgos Kreisläufer Christian Schwarzer konnte zwar nochmals auf 29:28 (53.) verkürzen, doch die Schlussminuten waren die des HSV. Hamburg wusste die kleine Schwächeperiode des TBV zu nutzen und warf durch leichte Kontertore einen verdienten 33:28-Endstand heraus.
Showdown am letzten Spieltag
Zum Showdown kommt es jetzt am nächsten Wochenende. Am letzten Spieltag muss der HSV Handball bei Frisch Auf Göppingen antreten (Sa., 02.06., Anwurf 15 Uhr in der Hohenstaufenhalle, live auf N3). Der THW Kiel trifft zuhause auf die HSG Nordhorn.
Stimmen zum Spiel
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „In der ersten Halbzeit waren wir nicht so gut strukturiert. Ich habe aber immer gedacht, wenn wir es schaffen, die Hektik aus dem Spiel zu bekommen, verlassen wir auch als Sieger das Feld. Wir waren zu überdreht, haben zu viele Emotionen zugelassen und viele Fehler gemacht. Das hat Lemgo im Stile einer Spitzenmannschaft natürlich genutzt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann mehr die Beine und unseren Kampfgeist sprechen lassen. Das haben meine Jungs hervorragend gelöst. Der Knackpunkt war dann, dass wir in der Schlussphase die Gegenstöße konsequent durchgezogen haben. Die ganze Saison hat uns schon ausgezeichnet, dass wir die kleinste Schwächeperiode des Gegners zu nutzen wissen. Wir sind sehr froh über die zwei Punkte und bedanken uns bei Flensburg, dass sie ein derart spannendes Bundesliga-Finale kreiert haben. Dass wir am letzten Spieltag noch die Möglichkeit haben, Deutscher Meister zu werden, hätte vor der Saison auch niemand geglaubt.“
Volker Zerbe (Trainer TBV Lemgo): „Glückwunsch an Hamburg. Ich war heute aber sehr zufrieden mit dem Auftreten meiner Mannschaft. Ich weiß, wie schwer es ist, wenn sich eine lange Saison dem Ende neigt. Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat alles gegeben. Im Endeffekt haben Kleinigkeiten das Spiel entschieden. 5 Minuten vor Ende haben wir uns einige Unkonzentriertheiten geleistet. Das war ausschlaggebend. Ich denke, wir haben ein tolles Spiel vor einer tollen Kulisse gesehen.“
Spielstatistik
HSV Hamburg – TBV Lemgo 33:28 (13:15)
HSV Hamburg: Stojanovic (9/2 Paraden, 1.- 30.), Sandström (9 P., 31.- 60.); Yoon 9/3, Pungartnik 6, Jansen 5, B. Gille 5, Hens 4, Lijewski 2, G. Gille 2, Knorr, Flohr n.e., Ursic n.e., Schröder n.e.
TBV Lemgo: Zereike (13/1 Paraden, 1.- 60.), Lichtlein (n.e.); Jicha 9, Schwarzer 5, Preiß 4, Hallgrimsson 4, Baur 2/1, Geirsson 2, Hegemann 2, Mocsai, Binder n.e., Schröder n.e., Kropp n.e.
Siebenmeter: 3/5 – 1/3; (Yoon an die Latte, Yoon scheitert an Zereike – Jicha und Baur scheitern an Stojanovic)
Strafminuten: 8 – 6; (2x Jansen, Knorr, B. Gille – Jicha, Preiß, Mocsai)
Schiedsrichter: Holger Fleisch/Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen)
Zuschauer: 12.568 (Color Line Arena, ausverkauft)
Spielfilm: 0:2 (5.), 2:2 (8.), 3:2 (10.), 5:4 (13.), 6:5 (16.), 7:6 (18.), 7:7 (19.), 10:8 (22.), 12:10 (25.), 13:12 (27.), 13:15 (30., HZ), 14:16 (32.), 17:18 (36.), 19:20 (40.), 21:21 (42.), 23:23 (45.), 26:25 (50.), 29:26 (52.), 31:28 (57.), 33:28 (60., EN)
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