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13.02.11 HSV Handball feiert 20. Saisonsieg in Folge

Hamburger setzten sich mit 35:30 (18:11) beim SC Magdeburg durch
Auch auswärts ist der erste Auftritt des HSV Handball nach der Winterpause geglückt: Beim SC Magdeburg feiert das Team von Trainer Martin Schwalb einen 35:30 (18:11)-Erfolg. Damit bleiben die Hamburger am 21. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga zum 20. Mal in Folge ungeschlagen und verweilen weiterhin mit nun 40:2 Punkten an der Tabellenspitze. Bereits im ersten Durchgang konnten sich die Hamburger vor 7.100 Zuschauern in der ausverkauften Bördelandhalle entscheidend vom SCM absetzen. Die gesamte Partie war geprägt durch viel Härte und Körpereinsatz. Zum besten Werfer der Partie wurde Hans Lindberg mit zwölf Toren, davon sieben Strafwürfen.
HSV behält die Nerven in einer hitzigen ersten Hälfte
Vor 7.100 Zuschauern in der ausverkauften Bördelandhalle entwickelte sich zwischen dem HSV Handball und dem SC Magdeburg zunächst eine ausgeglichene Partie. Beide Teams ließen den Ball im Angriff lange laufen und zeigten zunächst kleine Schwächen im Torabschluss. Während die Würfe der Hamburger das ein oder andere Mal im Magdeburger Block hängen blieben, zeigte sich zwischen den Pfosten der Gäste Johannes Bitter stark. Bereits in den ersten fünf Spielminuten überzeugte der Hamburger Torhüter mit einem gehaltenen Gegenstoß von SMC-Spieler Jure Natek, anschließend blieb Bitter Sieger gegen Bartosz Jurecki, der in einer 100-prozentigen Torchance vom Kreis nicht an Bitter vorbei kam. Nach zehn Minuten stand ein 5:5 auf der Anzeigetafel. Von nun an schalteten die Hamburger jedoch einen Gang höher. Die Tore der Gäste fielen primär über den Rückraum, der sich mit schnellem Passspiel Lücken schaffte. Mit sieben Toren in Folge und einem weiterhin gut aufgelegten Johannes Bitter konnten sich die Gäste bis zur 20. Minute auf 12:5 absetzen. In der Phase parierte Johannes Bitter noch zwei weitere Gegenstöße, von Yves Grafenhorst und Bartosz Jurecki und blieb im Siebenmeter-Duell zum ersten Mal Sieger gegen Robert Weber. Im weiteren Verlauf des Spiels ging es nun immer hitziger und körperbetonter zur Sache. Beide Mannschaften gingen voll zur Sache und kämpften um jeden Ball. Eine doppelte Überzahl nutze Hans Lindberg kurz vor dem Halbzeitpfiff und sorgte mit einem Doppelpack für einen kurzweiligen Neun-Tore-Vorsprung (18:9, 29. Minute). Der SCM legte jedoch noch einmal nach und so wurden mit dem alten Abstand von 18:11 für den HSV die Seiten gewechselt. Bester Werfer des ersten Durchgangs wurde Lindberg mit sieben Toren, davon zwei Siebenmeter.
Heiß umkämpfte zweite Hälfte endet mit HSV-Sieg
Den besseren Start in die zweite Hälfte fanden die Gastgeber. Mit zwei schnellen Toren kam der SCM auf 13:18 (32.) heran. Doch der HSV wusste zu antworten und zwar in Person von Marcin Lijewski. Zweimal in Folge knallte der Rückraumrechte des HSV den Ball unter die Latte und erzielte damit das 20:14 (34.). Über weite Strecken gelang es den Hamburgern nun, ihren Gegner auf sechs Tore fern zu halten. Auf beiden Seiten fielen abwechselnd die Tore, bis die Magdeburger eine doppelte Überzahl nutzten, um sich erneut heran zu kämpfen, auf 20:25 (42.). Der HSV nahm den Kampf jedoch an und zeigte sich seinerseits kraftvoll und ehrgeizig. Mit Treffern von Domagoj Duvnjak, Marcin Lijewski und Torsten Jansen zogen die Gäste wieder davon, diesmal auf acht Tore (28:20, 46.). Johannes Bitter parierte einen weiteren Siebenmeter gegen Robert Weber und legte damit den Grundstein, den Abstand ein weiteres Mal zu vergrößern: Mit einer weiteren Dreier-Serie gelang es Marcin Lijewski, Igor Vori und Hans Lindberg, das 31:22 (50.) klarzumachen. In der Schlussphase der Partie legten die Magdeburger dann noch einmal alles in die Waagschale. Beherzt gingen die Gastgeber zu Werke und bäumten sich noch einmal gegen die Hamburger auf. Am Ende sicherte sich der HSV einen 35:30 (18:11)-Erfolg und bleibt damit zum 20. Mal in Folge ungeschlagen in der TOYOTA HBL.
SC Magdeburg: Eijlers (3 Paraden, 1.-26., 48.-60.); Quenstedt (4 P., 26.-48. und für einen Siebenmeter eingesetzt);
Jurecki 7, Grafenhorst 6, Rojewski 6, van Olphen 4, Tönnesen 3/2, Weber 3/1, Natek 1, Wiegert, Doborac, Landsberg, Coßbau n.e.
HSV Handball: Bitter (11 P., 1.-60.); Sandström n.e.;
Lindberg 12/7, M. Lijewski 8, Vori 4, Hens 4, Duvnjak 3, Jansen 2, Flohr 1, B. Gille 1, Kraus n.e., Schröder n.e., Lackovic n.e., K. Lijewski n.e., Guillaume Gille n.e.
Siebenmeter: 3/5 – 7/9 (Bitter pariert zweimal gegen Weber– Lindberg scheitert zweimal an Quenstedt)
Zeitstrafen: 3 – 3 (Jurecki, Grafenhorst, Rojewski– Jansen, Flohr, Vori)
Schiedsrichter: Andreas Pritschow / Marcus Pritschow (Stuttgart)
Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (1.), 1:2 (2.), 2:2 (3.), 4:4 (7.), 5:5 (10.), 5:12 (20.), 6:12 (21.), 6:13 (22.), 7:13 (22.), 7:14 (23.), 8:14 (24.), 8:16 (25.), 9:16 (25.), 9:18 (29.), 11:18 (30.) – 13:18 (32.), 13:19 (32.), 14:19 (33.), 14:21 (35.), 15:21 (35.), 15:22 (36.), 16:23 (38.), 18:23 (39.), 18:25 (41.), 20:25 (42.), 20:28 (46.), 22:28 (47.), 22:31 (50.), 23:31 (51.), 23:32 (52.), 26:32 (56.), 26:33 (57.), 28:33 (58.), 28:34 (59.), 30:34 (60.), 30:35 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir haben gewusst, dass es ein schweres Auswärtsspiel für uns werden würde. Deshalb haben wir uns in allen Belangen konzentriert auf die Partie vorbereitet. Für uns war es wichtig, gut in die Partie reinzukommen. Ich denke, in der ersten Hälfte war Jogi ausschlaggeben, der einige Gegenstöße weggenommen hat. Wir hatten ein paar Abspielfehler und Jogi hat uns mit seinen Paraden den nötigen Rückenwind gegeben. Dann konnten wir auch im Angriff unsere Spielzüge setzen und haben es damit geschafft, die gegnerische Abwehr auseinander zu ziehen. Die erste Halbzeit war insgesamt eine runde Sache. Nach dem Seitenwechsel haben wir nicht so toll gestartet und viele leichtfertige Fehler gemacht. Doch auch hier haben wir uns gefangen und sind irgendwann reingekommen. Wir freuen uns über den Sieg und wünschen dem SCM weiterhin viel Erfolg!“
Frank Carstens (Trainer SC Magdeburg): „Herzlichen Glückwunsch nach Hamburg. Am meisten zufrieden bin ich mit der Moral meines Teams. Wir sind unserer Pflicht nachgekommen, alles zu probieren. Mehr aber auch nicht. Wir hatten besondere Momente, aber man kann es einfach nicht gegen jede große Mannschaft zu Hause schaffen. Wir konnten den HSV nicht entscheidend unter Druck setzen. Die entscheidende Phase für mich war als wir nach dem 5:5 mit 5:12 in Rückstand gingen. Jogi Bitter hat sehr gut gehalten. Auch wenn wir zwischendurch immer wieder gute Phasen hatten, hat HSV immer eine Antwort gehabt. Wir haben dennoch bis zum Schluss versucht, ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen. Deshalb bin ich zufrieden mit der Moral unseres Teams.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Es ist immer schön, hier zu spielen und noch schöner, hier zu gewinnen. Wir haben Magdeburg schnell den Zahn gezogen, weil unsere Abwehr anfangs gut gestanden hat. Der SCM hat versucht, die Halle mit zu nehmen und die Stimmung anzuheizen. Wir hatten aber immer die richtige Antwort.“
Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Wir hatten Respekt vor Magdeburg aber keine Angst. Wir wussten, wir müssen aggressiv zu Werke gehen und das haben wir auch gemacht. Es war wichtig endlich mal einen deutlichen Vorsprung herauszuspielen. Es war ein verdienter Sieg, der sich gut anfühlt.“
Guillaume Gille (Kapitän HSV Handball): „Es ist schwer bei so einem Spiel und so einer Atmosphäre, nicht dabei zu sein. Die Jungs wussten genau, worauf es ankommt. Wir mussten sofort hellwach sein. Jogi hat uns in den ersten 15 Minuten ordentlich angepeitscht. Das war ein verdienter „Bigpoint“ heute.“
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