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19.04.08 HSV Handball feiert 38:25-Sieg gegen Lübbecke

38:25 (16:14) nach starker Leistung in zweiter Hälfte

Mit einer engagierten Leistung bezwingt der HSV Handball den TuS N-Lübbecke deutlich mit 38:25 (16:14). In der Color Line Arena sahen 7.931 Zuschauer, wie der Tabellendritte der TOYOTA Handball-Bundesliga gegen den Drittletzten der Tabelle vor allem nach der Pause souverän seine Torchancen nutzte und in der Abwehr engagiert zu Werke ging. Torhüter Per Sandström zeigte mit neun Paraden eine glänzende Leistung. Der Schwede parierte unter anderem vier Siebenmeter. Bester Werfer der Partie war Hans Lindberg mit acht Treffern, davon drei per Strafwurf.

Spannender ‚Bundesliga-Alltag‘ in der Color Line Arena

Der HSV Handball begann die TOYOTA Handball-Bundesligapartie gegen den TuS N-Lübbecke konzentriert. Von Beginn an lag der Tabellendritte in Führung (3:1, 5. Minute). Gegen die Hamburger Defensive fanden die Gäste in der Anfangsphase kaum Lösungen. So schien es eine klare Angelegenheit für den HSV Handball zu werden. Je länger das Spiel andauerte, desto sicherer wurden jedoch die Westfalen. Den zwischenzeitlichen Vier-Tore-Vorsprung des HSV (6:2, 10. Minute und 8:4, 13.) verkürzten sie auf einen Treffer zum 11:12 (20.). Der ehemalige Hamburger Michal Jurecki hatte die Chance zum 12:12-Ausgleich in der Hand, doch HSV-Keeper Johannes Bitter entschärfte seinen Wurf. Im Gegenzug setzte sich Guillaume Gille durch (13:11, 22.). Bei seinem nächsten Versuch, das Ergebnis auszubauen, prallte der HSV-Kapitän mit Lübbeckes Keeper Dennis Klockmann zusammen und musste mit einer schmerzhaften Beckenprellung ausgewechselt werden. Die letzten Spielminuten der ersten Halbzeit gestalteten die Teams ausgeglichen, so dass es mit dem Stand von 16:14 für die Hamburger in die Kabinen ging. Mit jeweils fünf Treffern waren Pascal Hens und Kyung-Shin Yoon die erfolgreichsten Torschützen des HSV in der ersten Spielhälfte.

Souveräne Leistung in der zweiten Halbzeit

Der HSV startete stark in die zweite Halbzeit. Schnell baute die Mannschaft von Martin Schwalb ihre Führung auf fünf Tore aus (19:14, 33.). Aus der nun viel sicherer stehenden Defensive konnten sich die Hamburger einige Tempogegenstöße erarbeiten. Die konzentriere Spielweise der Hamburger lähmte die Gäste in ihren Offensiv-Bemühungen. Als in der 40. Minute Per Sandström Johannes Bitter im Hamburger Tor ablöste, führten die Hausherren bereits mit 24:16. Mit seiner ersten Aktion parierte der Schwede den Siebenmeter von Christian Hildebrand. Auch die nächsten Strafwürfe der Lübbecker durch Petr Hazl (46.), erneut Christian Hildebrand (56.) und Michal Jurecki (59.) entschärfte Sandström. Die Schiedsrichter Colin Hartmann und Stefan Schneider zückten im Spielverlauf gleich zweimal die Rote Karte. Erst sah in der 41. Minute Lübbeckes Jakub Szymanski nach seiner dritten Zeitstrafe den roten Karton. In der 57. Minute wurde zudem Bruno Souza nach einem überharten Foul von der Partie ausgeschlossen. Die bereits in der 42. Minute auf zehn Tore angewachsene Hamburger Führung (27:17) bauten die Gastgeber bis zum Schluss noch auf 13 Treffer aus. In den letzten beiden Spielminuten traf Krzysztof Lijewski zweimal und sorgte so für den 38:25-Endstand. Der glänzend aufgelegte Hans Lindberg verwandelte acht seiner neun Wurfversuche, davon drei per Siebenmeter, und war erfolgreichster Werfer der Partie.

HSV Hamburg: Bitter (10 Paraden, 1.-40.); Sandström (9/4 P., 40.-60.); Müller n.e.;
Lindberg 8/3, Yoon 6/1, Hens 5, Lijewski 5, Grimm 5,  Ursic 4, Souza 3, Schult 1, G. Gille 1, Torgovanov

TuS N-Lübbecke: Blazicko (2 P., 1.-16.); Klockmann (6 Paraden, 16.-60.);
Jurecki 6, Hildebrand 5/2, Siodmiak 4, Skatar 3, Remer 3, Hazl 2, Tesch 2, Szymanski, Kokir, Tomic, Greiner n.e., Schibschid n.e.

Siebenmeter:  4/5 – 2/6 (Yoon wirft neben das Tor – Sandström hält doppelt gegen Hildebrand, Sandström pariert gegen Hazl, Sandström wehrt gegen Jurecki ab)

Strafminuten:  0 – 3  (x – Szymanski 2x, Tesch)

Rote Karten: Souza (HSV, 57., grobes Foulspiel) – Szymanski (TuS, 41., dritte Zeitstrafe)

Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (3.), 4:1 (6.), 4:2 (8.), 6:2 (10.), 8:4 (13.), 11:7 (17.), 11:9 (18.), 12:9 (19.), 12:11 (20.), 14:13 (26.), 15:14 (28.), 16:14 (30.) – 17:14 (32.), 19:14 (33.), 20:15 (34.), 23:15 (38.), 23:26 (39.), 25:16 (40.), 25:17 (41.), 27:17 (42.), 30:20 (46.), 30:22 (48.), 32:22 (51.), 32:24 (52.), 34:24 (54.), 35:25 (58.), 38:25 (60.)

Die Bilder zum Spiel finden Sie hier.

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Die Lübbecker haben in der ersten Hälfte guten Handball gespielt. Wir hatten Probleme, weil sie sich gut bewegten. Man muss im Handball auch mal tun, was keinen Spaß macht und das ist Abwehr-Arbeit. Wenn man ein Spitzenteam sein will, muss man sich auch mal in ein Spiel reinbeißen und tun, was weht tut. Das war in der zweiten Halbzeit viel besser. Wenn unser Zug mal rennt, ist er schwer aufzuhalten. Ich freue mich, dass man die Formation mittlerweile wild wechseln kann, ohne dass es einen Leistungsabfall gibt. Dabei muss ich Iwan Ursic ein Sonderkompliment machen, der auch auf Linksaußen spielt. Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft. Die Unterstützung der Fans war traumhaft. Da merkt man, dass wirklich etwas entstanden ist.“

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg): „In der ersten Halbzeit waren wir in der Abwehr schlecht und haben zu viele Fehler gemacht. In der Kabine haben wir uns dann gesagt, wir spielen nicht wie die Mannschaft, die wir sind. Da wollten wir in der zweiten Hälfte zeigen, was wir wirklich können. „

Zlatko Feric (Trainer TuS N-Lübbecke): „Der Sieg war auch in der Höhe verdient. In der zweiten Halbzeit hat sich meine Mannschaft nicht gut präsentiert. Ich hatte mir gewünscht, dass das Ergebnis knapper ausfällt. In der Pause hatte ich meine Mannschaft vor den ersten zehn Minuten in der zweiten Hälfte gewarnt, weil ich wusste, dass der HSV dann Gas geben würde. Der HSV hat uns dann einfach überrollt.“ 

Notizen zum Spiel:

  • Bruno Souza erzielte mit dem 12:9 in der 19. Minute sein 150. Tor für den HSV Handball.
  • Das Finale um den Hamburger Betriebssportpokal bestritten die Holsten AG und das Finanzamt Blankenese als Vorspiel der Bundesligapartie. Die Bierbrauer setzten sich gegen die Zahlenfüchse deutlich mit 40:25 (21:15) durch.
  • Der 1. Blau-Weiße Störti-Cup, das Fan-Club-Turnier des HSV Handball, wird am 12. und 13. Juli in der Sporthalle Ellerbek ausgetragen. Vor der Partie des HSV Handball gegen den TuS N-Lübbecke wurden folgende Gruppen ausgelost:

Gruppe A: 

Störtebecker Hamburg
Blue-White Dynamite Gummersbach
FC GWD Minden
Deep Blue Generation
Füchse Power Berlin

Gruppe B:    

Blau-Weiß
Dreamteam Gummersbach
Die Wikinger Flensburg
Zebrasprotten
SG Lemgo-Nordhorn-Melsungen-Wilhelmshaven 

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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