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20.03.11 HSV Handball holt zehnten HBL-Auswärtssieg

Hamburger gewinnen in der Hauptstadt mit 35:22 (19:9)
Bei den Füchsen Berlin feiert der HSV Handball einen 35:22 (19:9)-Erfolg. Damit verteidigen die Hamburger auch am 25. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga ihre Tabellenspitze und weisen nun 47:3 Punkte auf ihrem Konto auf. Gegen den Hauptstadtklub zeigte sich die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb vor 9.000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle von Beginn an als das stärkere Team. Frühzeitig setzten sich die Gäste von den Berlinern deutlich ab und verteidigten ihre Führung bis zum Schlusspfiff. Als bester Werfer der Partie zeichnete sich Michael Kraus mit acht Treffern aus.
HSV dominiert die Partie frühzeitig
9.000 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle bekamen das erwartete Topspiel zu Gesicht. Beide Teams starteten mit großer Präsenz und lieferten sich einen äußerst schnellen Schlagabtausch. Auf beiden Seiten fielen im Minutentakt die Tore, die Gäste aus Hamburg hatten die Nase jedoch leicht vorn. Besonders engagiert zeigte sich in den ersten Minuten Pascal Hens. Mit Spielwitz und Dynamik brachte der HSV Bewegung in die gegnerische 6:0-Defensive, die der HSV-Kapitän für sich nutzte. So auch bei seinem dritten Treffer, als er einmal mehr die Lücke suchte und sein Team mit 5:3 (6. Minute) in Führung brachte. Doch auch Berlin steckte nicht auf. Die Gastgeber zeigten sich ihrerseits mit Dynamik und Leidenschaft in der Offensive. Mit langen Laufwegen setzten die Gastgeber ihren Rückraum in Szene, der HSV blieb jedoch weiter in Führung. Hamburg drehte nun auch in Person seines Spielmachers Michael Kraus auf, gegen den sowohl Silvio Heinevetter als auch Petr Stochl kein Mittel wussten. Explosionsartig zog der Rückraumspieler immer wieder aus der Mitte oder von halb ab und vergrößerte den HSV-Vorsprung mit seinem fünften Treffer auf 11:7 (17.). Der HSV mit seiner 6:0-Abwehr hatte die Gastgeber nun immer besser im Griff. So provozierten die Gäste durch konsequentes Verschieben und Wachsamkeit immer wieder frühzeitige Ballverluste bei den Füchsen. Auf diese Weise blieb das Hamburger Tor neun Minuten lang gegentrefferfrei, der HSV vergrößerte so seinen Vorsprung auf 14:7 (21.). Auch zum Ende der ersten Hälfte hielt die Mannschaft von Martin Schwalb das Niveau weiter hoch. Mit einer weiteren Dreier-Serie und starker Defensivarbeit verabschiedeten sich die Gäste mit 19:9 in die Halbzeitpause. Bester Werfer des ersten Durchgangs war Michael Kraus mit sieben Treffern.
Hamburger sichern deutlichen Sieg
Auch im zweiten Durchgang ging es von Beginn an voll zur Sache. Beide Mannschaften feierten im Wechsel Torerfolge, so dass der Zehn-Tore-Vorsprung des HSV weiterhin Bestand hatte (21:11, 35.; 23:13, 37.; 25:15, 40.). Wie im ersten Durchgang so bestach der Auftritt beider Mannschaften vor allem durch Schnelligkeit, Spielwitz und Willensstärke. Berlin versuchte beherzt, den Anschluss zu halten, der HSV schaltete jedoch noch mal einen Gang höher. Mit einem starken Johannes Bitter zwischen den Pfosten, der dreimal Sieger im Siebenmeterduell blieb, und viel Engagement setzten sich die Hamburger zwischenzeitlich noch weiter von ihrem Gegner ab (28:16, 49.). Bei den Hamburgern lief das Spiel nun verstärkt über Igor Vori am Kreis, der entweder erfolgreich einnetzte oder den Siebenmeter herausholte. Als Strafwurf-Schütze zeigte sich Hans Lindberg beim 31:20 (56.) zum dritten Mal sicher. Einen weiteren Glanzpunkt lieferte der rechte Flügel der Hamburger zum Ende der Partie: Krzysztof Lijewski lüpfte elegant den Ball über die Berliner Defensive, so dass Stefan Schröder per Kempa-Trick das 33:21 (58.) erzielte. Am Ende durften sich die Hamburger über einen in der Höhe verdienten 35:22 (19:9)-Erfolg freuen. Bester Werfer der Partie wurde Michael Kraus mit acht Toren.
Füchse Berlin: Heinevetter (4 Paraden, 1.-14., 30.-60.); Stochl (1 P., 14.-30.);
Christophersen 5, Richwien 4, Kubisztal 3/1, Löffler 2, Laen 2, Sellin 2, Petersson 2, Wilczynski 1,
Bult 1/1, Spoljaric, Jaszka, Nincevic
HSV Handball: Bitter (14/3 P., 1.-60.); Sandström n.e.;
Kraus 8, Lindberg 6/3, Jansen 4, Hens 4, Duvnjak 3, M. Lijewski 3, Schröder 2, Vori 2, K. Lijewski 2, B. Gille 1, Lackovic, Flohr
Siebenmeter: 2/6 – 3/3 (Nincevics Aufsetzer bleibt an der Latte hängen, Bitter hält gegen Petersson, Kubisztal und Wilczynski)
Zeitstrafen: 1 – 1 (Kubisztal – M. Lijewski)
Schiedsrichter: Bernd Methe / Rainer Methe (Vellmar)
Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (2.), 1:2 (3.), 2:2 (4.), 2:3 (4.), 3:3 (5.), 3:5 (6.), 4:5 (7.), 4:7 (9.), 5:7 (10.), 5:8 (11.), 6:8 (12.), 6:9 (13.), 7:9 (13.), 7:14 (21.), 8:14 (22.), 8:16 (25.), 9:16 (27.), 9:19 (30.), 9:20 (31.), 10:20 (32.), 10:21 (34.), 11:21 (35.), 12:22 (36.), 14:24 (39.), 15:25 (40.), 15:27 (46.), 16:27 (47.), 16:28 (49.), 18:28 (50.), 18:29 (51.), 19:29 (53.), 20:30 (55.), 20:32 (57.), 21:32 (58.), 21:33 (58.), 22:33 (58.), 22:35 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Im Vorfeld der Partie hatten wir gehörigen Respekt vor den Füchsen. Zu Beginn konnten wir durch eine gute Abwehrarbeit viele Bälle gewinnen und hatten immer eine Antwort parat. 22 Gegentore sind auswärts eine sehr gute Marke. Wir sind sehr zufrieden.“
Dagur Sigurdsson (Trainer Füchse Berlin): „Das war eine Lehrstunde für uns und Hamburg hat hochverdient gewonnen. Leider haben wir nicht unseren besten Tag erwischt und konnten die Hamburger nicht unter Druck setzen. Schade, dass wir vor einer vollen Halle und der tollen Kulisse nicht länger mithalten konnten.“
Pascal Hens (Team-Kapitän HSV Handball): „Die Füchse sind an unserer Abwehr verzweifelt, da wir, wie vorgenommen, jeder für jeden gekämpft haben. Es ist wichtig zu wissen, dass wir im entscheidenden Moment da sind.“
Bertrand Gille (Kreisläufer HSV Handball): „Wir wussten nach dem Pokal-Aus, worum es ging, und haben heute mit einer starken Abwehrleistung darauf reagiert.“
Michael Kraus (Rückraummitte HSV Handball): „Wir haben uns gut konzentriert heute. Wir sind jetzt in der heißen Phase, da ist jedes Spiel ein Endspiel. Das wussten wir und haben uns darauf vorbereitet. Für unseren weiteren Weg haben wir heute ein Zeichen gesetzt.“
Torsten Jansen (Linksaußen HSV Handball): „Die Defensive stand heute aggressiv. Alle waren am Mann und jedes Zahnrad passte ins andere. Wir waren von Beginn an wach und haben bis zum Ende durchgezogen.“
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