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24.09.08 HSV Handball in DHB-Pokal-Runde drei

40:28 (20:15)-Auswärtssieg beim SC Magdeburg II

Der HSV Handball hat nach einem 40:28 (20:15)-Sieg gegen den SC Magdeburg II die dritte Runde des DHB-Pokals erreicht. In der mit 700 Zuschauern besetzten Hermann-Gieseler-Halle bestimmte das Team von Trainer Martin Schwalb das Spielgeschehen gegen den Zweitligisten über weite Strecken. Vor allem in Halbzeit eins zeigte Hans Lindberg eine herausragende Leistung. Der Däne des HSV Handball war nach 60 Minuten mit 15 Treffern der erfolgreichste Akteur des Abends.

Pokal-Spannung in Halbzeit eins

Von Beginn an knüpfte der HSV Handball scheinbar an seine Leistung des letzten Aufeinandertreffens beider Teams an gleicher Stelle an. In der Hermann-Gieseler-Sporthalle siegten die Hamburger am 27. September 2006, ebenfalls in der zweiten DHB-Pokal-Runde, 37:22. Vor 700 Zuschauern legten im heutigen Spiel Bertrand Gille und Hans Lindberg, jeweils zweimal, sowie Kapitän Guillaume Gille die 5:2-Führung vor (6. Minute). Die Gastgeber aus Liga zwei glichen jedoch bis zur elften Spielminute zum 6:6 aus. Hans Lindberg stellte den Drei-Tore-Vorsprung zwar im Alleingang wieder her (9:6, 14.), doch das Spiel entwickelte sich weiter spannend. Die SCM-Youngsters präsentierten sich stark in der Defensive und machten die Mitte dicht. Hans Lindberg auf Rechtsaußen zeigte sich aber in blendender Verfassung und verwandelte in der ersten Hälfte alle Anspiele seiner Mannschaftskollegen. Der Däne traf in Halbzeit eins allein acht Mal. In der Schlussphase des ersten Durchgangs spielte der HSV Handball eine offensivere Deckung und nahm dem SCM II so die Wucht aus den Angriffen. Innerhalb von fünf Minuten bauten die Gäste ihre Führung von 14:13 (22.) auf 19:13 (27.) aus. Mit einem 20:15 aus Hamburger Sicht ging es in die Kabinen.

Hans Lindberg überragt mit 15 Treffern

Nach der Pause machte Hans Lindberg da weiter, wo er vor dem Halbzeitpfiff aufgehört hatte. Vier der nächsten fünf HSV-Treffer bis zum 25:18 (38.) markierte der Europameister. Jan Schult erhöhte eine Minute später auf 26:18. HSV-Trainer Martin Schwalb ersetzte Hans Lindberg nach 47 Minuten durch Stefan Schröder, nachdem der Däne per Siebenmeter seinen 15. Treffer erzielt hatte. Beim Stand von 30:23 gingen zu diesem Zeitpunkt somit die Hälfte aller HSV-Tore auf das Konto des Rechtsaußens. In der Schlussphase der Partie bauten die Gäste aus einer aufmerksamen Defensive heraus ihre Führung in der 53. Minute erstmals auf zehn Tore aus: Jan Schult war zum 34:24 erfolgreich. Gegen ein Magdeburger Team, das der Hamburger Routine nun nicht mehr viel entgegen zu setzen hatte, erzielten Heiko Grimm, Nicklas Grundsten und Stefan Schröder per Dreierpack das 39:27 (58.). Zwei Minuten später pfiffen die sicher leitenden Berliner Unparteiischen Nils Blümel und Jörg Loppaschewski die Zweitrunden-Partie ab. Der HSV Handball steht nach dem 40:28 in Runde drei des DHB-Pokals, in der noch 32 Teams antreten.

SC Magdeburg II: Quenstedt (6 Paraden, 1.-15., 45.-60.); Schulz (7 P., 15.-45.);
Gerlich 6, Lindt 5/2, Böhm 5, Reichmann 4/1, Hagen 2, Auerbach 2/1, Cossbau 1, Munzert 1, Rindert 1, Metzner 1, Weißbach, Flödl

HSV Hamburg: Bitter (7/1 P., 1.-30.); Sandström  (7 P., 31.-60.);
Lindberg 15/5, K. Lijewski 5, B. Gille 4, Schult 4, Schröder 3, Niemeyer 2, Jansen 2, M. Lijewski 1, G. Gille 1, Grundsten 1, Grimm 1, Torgovanov 1

Siebenmeter: 4/5 – 5/5 (Bitter pariert gegen Reichmann)

Strafminuten:  1 – 5  (Böhm – B. Gille, Grundsten, M. Lijewski, Schröder, Schult)

Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (2.), 2:2 (3.), 2:5 (6.), 4:5 (9.), 4:6 (9.), 6:6 (11.), 6:9 (14.), 7:10 (15.), 9:10 (17.), 10:11 (19.), 10:13 (20.), 12:13 (22.), 13:14 (22.), 13:19 (27.), 15:19 (29.), 15:20 (30.) – 15:21 (31.), 16:21 (32.), 16:23 (35.), 18:23 (37.), 18:26 (39.), 19:27 (43.), 21:27 (45.), 23:29 (47.), 23:32 (50.), 24:32 (50.), 24:34 (53.), 27:37 (56.), 27:39 (58.), 28:40 (60.)

Bilder zum Spiel gibt es hier.

Stimmen zum Spiel:

Helmut Kurrat (Trainer SC Magdeburg II): „Der Klassenunterschied war da, der HSV hat das Ergebnis nach hinten raus routiniert und kräftesparend herunter gespielt. Wir haben unseren Zuschauern, und das war unser Ziel, aber ein spaßvolles Spiel geboten. Wir haben versucht zu kitzeln, aber mehr ging heute eben nicht. Wir wünschen den Hamburgern im Wettbewerb weiterhin viel Erfolg und am Ende auch in Hamburg.“

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir freuen uns, dass wir eine Runde weiter sind, das war die klare Aufgabe. Das Spiel war, wie ich erwartet hatte, gegen eine gut ausgebildete SCM-Mannschaft, die sich zeigen will, keine leichte Aufgabe. Wir haben uns aber im Laufe des Spiels immer weiter absetzen können und haben unsere Stufen gut gespielt. Dadurch ist Hans immer wieder gut in Szene gesetzt worden. Den Youngsters für diese Partie ein großes Kompliment und weiterhin viel Glück.“

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Wir sind weiter, das ist das Wichtigste, auch wenn wir hier heute nicht unsere beste Leistung gezeigt haben. Die Mannschaft hat mich gut unterstützt und immer gut auf meine Position heraus gespielt.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Hamburg): „Es war schön, mal wieder in dieser Halle zu spielen. Das weckt alte Erinnerungen. Ich habe mich gefreut, hier antreten zu können und bin froh, dass wir die nächste Runde erreicht haben.“

Notizen zum Spiel:

  • Per Sandström absolvierte sein 100. Pflichtspiel im Trikot des HSV Handball.
  • Neun Hamburger Fans begleiteten ihr Team nach Magdeburg und machten lauthals Stimmung.
  • Die dritte Runde des DHB-Pokals wird am Sonnabend, 27. September, ausgelost.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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