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05.12.09 HSV Handball mit Auswärtserfolg in Hessen

Hamburger gewinnen in Wetzlar mit 35:24 (17:10)

In seinem vorletzten Auswärtsspiel der Hinrunde besiegt der HSV Handball die HSG Wetzlar mit 35:24 (17:10). Damit sichert sich das Team von Martin Schwalb zwei weitere Punkte und festigt gleichzeitig mit nun 22:2 Punkten seinen zweiten Tabellenplatz. Vor 4.050 Zuschauern in der Rittal Arena zeigten sich die Hamburger in einer äußerst fairen Partie von Anfang an konzentriert und gerieten zu keinem Zeitpunkt in Rückstand. Mit je sieben Treffern wurden Hans Lindberg und Blazenko Lackovic zu den besten Werfern der Partie.

HSV von Beginn an konzentriert

Vor 4.050 Zuschauern in der Rittal Arena hat der HSV Handball gut in die Partie gefunden. Nach eineinhalb Wochen Pause in der TOYOTA Handball-Bundesliga präsentierten sich die Hamburger bereits im ersten Durchgang frisch und munter. Die ersten beiden Treffer erzielte Hans Lindberg und sorgte damit für die schnelle Führung des HSV (2:0, 2. Minute), die dieser bis zum Halbzeitpfiff lediglich beim 5:5-Anschlusstreffer durch Wetzlars Timo Salzer (10.) ein einziges Mal einbüßte. Ansonsten behielten die Gäste die Oberhand. Nach 14 gespielten Minuten konnten sich die Hamburger zum ersten Mal mit drei Toren absetzen (9:6), anschließend legte das Team von Martin Schwalb mit fünf Toren in Folge den ersten Zwischenspurt ein und zog mit 14:7 davon (22.). Als Erfolgsrezept erwies sich dabei wieder einmal mehr das Tempospiel der Gäste, die jeden Ballverlust der Wetzlarer konsequent im schnellen Konterspiel zum eigenen Torerfolg nutzen. Bis zur 30. Minute konnten die Hamburger ihren Sieben-Tore-Vorsprung verteidigen, so dass es mit 17:10 in die Halbzeitpause ging.

Hamburger lassen nichts anbrennen 

Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste nichts anbrennen. Bereits sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff sorgten die Treffer von Hans Lindberg, Matthias Flohr und Marcin Lijewski für die erste Zehn-Tore-Führung des HSV (21:11, 37.). Durch ihre dynamische und konsequente Abwehrarbeit sorgten die Hamburger wieder und wieder dafür, dass die Gastgeber minutenlang nicht zum Torerfolg kamen. Im Angriff legten die Gäste demgegenüber selbst immer wieder nach. Die Wetzlarer taten sich vor allem mit dem druckvollen Spiel aus dem Rückraum des HSV schwer. Oftmals ohne Bedrängnis konnten Marcin Lijewski, Guillaume Gille und Blazenko Lackovic ihre Würfe platzieren und so insgesamt knapp die Hälfte aller Treffer zum Ergebnis beisteuern. Zwar entwickelte sich aufgrund des großen Kampfgeists, den die Wetzlarer über die gesamte Spielzeit aufzeigten, ab der 37. Minute eine ausgeglichene Partie, der HSV verteidigte jedoch seine deutliche Führung bis zum Schlusspfiff. Am Ende kamen die Hamburger zu einem verdienten 35:24 (17:10)-Erfolg, deren beste Schützen Blazenko Lackovic und Hans Lindberg mit je sieben Treffern waren.

HSG Wetzlar: Weber (8/3 P., 1.-12., 23.-60.); Krasavac (0 Paraden., 12.-23.);
Djordjic 6, Salzer 6, Allendorf 5, Christophersen 3, Valo 2, Jungwirth 1, Schneider 1, Weber, Smoler, Allendörfer, Mraz

HSV Hamburg: Bitter (14 P., 1.-60.).; Sandström (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lackovic  7, Lindberg 7/1, G. Gille 5, M. Lijewski 4, Jansen  3, Flohr  3, K. Lijewski 2, Hens 2,  Duvnjak 1, Vori  1, Schröder

Siebenmeter: 5/5 – 1/4 (Lindberg scheitert zweimal an Weber, Flohr wirft Weber an den Arm)

Zeitstrafen: 1 – 3 (Smoler  – Duvnjak, M. Lijewski, Hens)

Schiedsrichter: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (Berlin)

Spielfilm: 0:2 (2.), 1:2 (3.), 1:3 (5.), 3:4 (7.), 5:5 (10.), 5:7 (11.), 6:7 (12.), 6:9 (14.), 7:9 (15.), 7:14 (22.), 8:14 (22.), 8:17 (26.), 11:17 (31.), 11:21 (37.), 12:21 (39.), 12:22 (39.), 13:22 (40.), 13:24 (42.), 15:24 (47.), 15:25 (44.), 17:25 (46.), 17:27 (48.), 18:27 (49.), 18:28 (50.), 19:28 (51.), 19:29 (51.), 20:29 (51.), 20:31 (53.), 21:31 (55.), 21:32 (55.), 22:34 (58.), 23:34 (59.), 23:35 (60.), 24:35 (60.)

Stimmen zum Spiel

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Ich bin sehr froh und vor allem auch erleichtert, dass wir hier heute die zwei Punkte mitnehmen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir den Sieg hier sicher nach Hause schaukeln würden. Dafür hat die HSG einfach zu viele Waffen, die sie gekonnt einsetzt. Wir waren von der ersten Sekunde an präsent und sind glücklicherweise nie ins Hintertreffen geraten. Wenn ein Sven-Sören Christophersen richtig fit gewesen wäre, dann hätten wir hier heute mit Sicherheit größere Probleme bekommen. Das war für uns ein wichtiger Auswärtssieg, über den ich sehr froh bin.“

Michael Roth (Trainer HSG Wetzlar): „Ein Kompliment an meine Spieler, die hier heute gegen einen überragenden Gegner bis zum Schluss nicht aufgegeben haben, um das Ergebnis einigermaßen im Zaum zu halten. Unsere Abwehr hat heute nicht die Leistung gebracht, die ich mir erwünscht habe. Uns ist es zwar gelungen Igor Vori am Kreis unter Kontrolle zu kriegen, dafür waren wir dann aber meistens einen Schritt zu spät am Hamburger Rückraum dran. Trotzdem hat es mir imponiert, dass meine Mannschaft alles probiert hat, um dem Gegner Stand zu halten.“

Blazenko Lackovic (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Ich freue mich, dass wir heute gewonnen haben und zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was wir hier heute geboten haben. Für mich war es das erste Spiel nach meiner Athroskopie, in dem ich richtig was reißen konnte. Das freut mich ganz persönlich. Ansonsten haben wir heute eine gute Basis für die kommenden schwierigen Spiele im Dezember geschaffen.“

Matthias Flohr (Allrounder HSV Hamburg): „Wir sind von Anfang an konzentriert aufgetreten und haben nichts anbrennen lassen.  Wir wussten, dass das heute eine schwierige Begegnung werden würde gegen die HSG. Umso mehr freue ich mich über den deutlichen Sieg.“

Notizen zum Spiel:

  • In der 18. Minute fiel beim 12:7 durch Guillaume Gille der 7500. HBL-Treffer des HSV Handball
  • Marcin Lijewski kam in der 22. Minute mit dem Tor zum 14:7 zu seinem 250. Pflichtspieltreffer für den HSV
  • Mit dem Treffer zum 34:22 in der 59. Minute erzielte Krzysztof Lijewski sein 400. Bundesliga-Tor
  • Im Vorspiel unterlagen die HSV-Oldies dem „Alt-Herren“-Team der HSG Wetzlar mit 11:16 (6:8)

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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