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14.09.10 HSV Handball nach fünf Spielen auf Platz eins

Hamburger feiern 39:28 (18:15)-Erfolg in Hannover

Am fünften Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga gewinnt der HSV Handball mit 39:28 (18:15) bei der TSV Hannover-Burgdorf und setzt sich damit vorrübergehend an die Tabellenspitze. Als einziges Team mit bereits fünf absolvierten Partien verbuchen die Hamburger nach dem Sieg nun 8:2 Punkte auf ihrem Konto. Vor 3.300 Zuschauern in der AWD-Hall in Hannover hatten die HSV-Handballer zu Beginn jedoch in der Abwehr Probleme, in die Partie zu finden. Im zweiten Durchgang drehten die Gäste jedoch auf und sicherten mit einer robusten Defensive und viel Tempo nach vorne den deutlichen Sieg. Mit sieben Treffern, davon sechs von der Siebenmeterlinie, avancierte Hans Lindberg zum besten Werfer des Spiels.

Nach Startproblemen HSV-Abwehr sicher

Kurz nach dem Anpfiff zeichnete sich sogleich eine recht ausgeglichene Partie zwischen dem HSV und der TSV Hannover-Burgdorf ab, in der die Gastgeber zunächst die Nase leicht vorn hatten. Auf beiden Seiten fanden die Offensivreihen immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr und kamen so zu leichtem Torerfolg. In der zehnten Minute wurde HSV-Kapitän Guillaume Gille eingewechselt, der mit einem brillanten Durchbruch und einem Neunmeter-Wurf jedoch für die erste kleine Wende in der Partie sorgte. Nach anfänglich minimalem Rückstand ging der HSV somit mit 6:4 (9. Minute). Doch die TSV konterte ein weiteres Mal und ging erneut mit 9:8 (15.) in Führung. Es sollte jedoch die letzte Führung der Hausherren sein. Die Hamburger Defensive stand ab Mitte des ersten Durchgangs sehr viel sicherer. Es wurde nun härter zugepackt und diverse Rückraumwürfe der Gastgeber gingen im HSV-Block verloren. Im Gegenzug verlief beim HSV nun durch frühzeitigen Ballgewinn sehr viel über den Gegenstoß. Dreimal gelang Igor Vori im Eilschritt nach vorne der Torerfolg, mit seinem Treffer zum 15:10 (24.) markierte der Kroate den ersten Fünf-Tore-Vorsprung.  Zum Ende der ersten Hälfte wurde es noch einmal hektischer, was die Gastgeber für sich nutzen konnten, um sich zur Halbzeitpause heran zu kämpfen. Beim 18:15 wurden die Seiten gewechselt. Hans Lindberg traf mit vier Toren von der Siebenmeterlinie bis zu diesem Zeitpunkt am erfolgreichsten.

HSV startet durch in Durchgang zwei

Mit neuer Besetzung startete der HSV in die zweite Hälfte. Nach dem Wiederanpfiff beteiligten sich die frisch Eingewechselten, Bertrand Gille, Johannes Bitter, Matthias Flohr und in den ersten Minuten maßgeblich Pascal Hens, daran, dass die Hamburger wieder davon zogen. Mit einer gekonnten Wurftäuschung setzte der HSV-Teamkapitän Matthias Flohr auf Linksaußen in Szene (21:16, 34.) und traf anschließend selber zum 24:18 (37.). Die zweite Hälfte verlief insgesamt hektischer als die erste Halbzeit. Abwechselnd gerieten beide Mannschaften in Unterzahl, den meisten Profit konnte jedoch der HSV daraus schlagen. Stück für Stück setzten sich die Hamburger weiter ab. Zweimal tankte sich Bertrand Gille durch die gegnerischen Abwehrspieler und erzielte vom Kreis die Treffer zum 28:19 (44.) und 30:22 (48.). Doch die TSV hatte sich noch nicht aufgegeben. Noch einmal nutzen die Gastgeber eine Überzahlsituation und einige Unkonzentrierten der Hamburger und kamen auf 25:31 (52.) heran. Doch es sollte ein letztes Aufbäumen gewesen sein. Nach einer kurzen Auszeit durch Trainer Martin Schwalb zogen die Gäste das Tempo wieder an und setzten sich in einem Dreierpack durch Marcin Lijewski, Pascal Hens und Stefan Schröder erneut auf 34:25 (55.). Kurz vor dem Ende verhalf Johannes Bitter seinen Teamkollegen mit seinem zweiten gehaltenen Siebenmeter dazu, sich noch einmal weiter abzusetzen. Mit 39:28 (18:15) gewinnt der HSV die Partie, bei der Hans Lindberg mit sieben Toren, davon sechs Strafwürfe, zum besten Werfer avancierte.

TSV Hannover-Burgdorf: Puljezevic (2 Paraden., 1.-23., 30.-55.); Meyer (3 P., 23.-30.,55.-60.);
Jonsson 9, Olsen 5, Jurdzs 4, Svavarsson 4, Johannsen 2, Hallgrimsson 2, Buschmann 1, Bedzikowski 1, Rydergard, Lehnhoff n.e., Fauteck n.e.

HSV Handball: Sandström (4 P., 1.-30.); Bitter (6/2 P., 30.-60.);
Lindberg 7/6, M. Lijewski 6, Vori 5, Flohr 4, B. Gille 4, Lackovic 3, G. Gille 3, Hens 3, Kraus 1, Schröder 1, Duvnjak 1, Jansen 1

Siebenmeter: 2/4 – 6/6 (Jonsson und Olsen scheitern an Bitter)

Zeitstrafen:  3 – 3 (Buschmann, Hallgrimsson, Svavarsson – Flohr, B. Gille, G. Gille)

Schiedsrichter: Christopher Biaesch / Frank Sattler (Bad Soden / Oberursel)

Spielfilm: 1:0 (2.), 2:1 (4.), 3:2 (4.), 4:4 (7.), 4:6 (9.), 6:6 (10.), 7:8 (13.), 8:8 (13.), 9:8 (15.), 9:12 (18.), 10:12 (19.), 10:15 (24.), 11:15 (25.), 11:16 (26.), 13:16 (28.), 15:17 (30.), 15:18 (30.) – 15:20 (33.), 18:21 (35.), 18:25 (40.), 19:25 (42.), 19:28 (44.), 22:31 (49.), 25:31 (52.), 25:34 (55.), 26:34 (55.), 26:37 (58.), 28:39 (60.)

 Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „In der ersten Hälfte haben wir Probleme mit der Deckung gehabt. Wir haben es nicht geschafft, uns richtig zu stellen, die Lücken dicht zu machen und am Mann zu sein. Hannover hat das im Angriff sehr gut genutzt und mit vielen Einläufern und Rückpässen gearbeitet. In der zweiten Hälfte hat es dann bei uns besser geklappt und Hannover ist ein bisschen die Puste ausgegangen. Der Rest der Partie hat mir dann gut gefallen. Wir haben schönen Handball gezeigt und ich kann zufrieden nach Hause fahren.“

Aron Kristjánsson (Trainer TSV Hannover-Burgdorf): „In der ersten Hälfte waren wir im Angriff spielerisch sehr gut. Wir haben die notwendige Geduld aufgebracht, die man gegen eine 3-2-1-Abwehr benötigt. Gleichzeitig haben wir aber auch im gesamten Spiel Probleme mit der eigenen Defensiv- und Torhüterleistung und gehabt. Der HSV hingegen ist eine Topmannschaft, die auch noch einen guten Tag erwischt und von jeder Position getroffen hat.“

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Das war ein Arbeitssieg. Erste Halbzeit waren wir nicht so gut in der Abwehr. In der Zweiten dann viel konzentrierter und die Abwehr hat es ermöglicht, dass wir verdient mit elf Toren gewonnen haben.

Bertrand Gille (Kreisläufer HSV Handball): „Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Durch unsere einfachen Fehler haben wir Gegenstöße ermöglicht. Das war in der zweiten Halbzeit umgekehrt, jedoch waren wir im Torabschluss konsequenter. Weil wir kompakter waren, haben wir auch verdient gewonnen.“

Michael Kraus (Rückraumspieler HSV Handball): „Wir sind ganz schwer ins Spiel gekommen. Es gibt doch noch einige Abstimmungsprobleme. In der zweiten Halbzeit klappte das deutlich besser und wir haben mit Kampf und Wille viele einfache Tore gemacht.“

Notizen zum Spiel:

  • Mit seinem Treffer zum 39:28 (60.) erzielte Bertrand Gille sein 850. Tor für den HSV in der TOYOTA HBL.
  • Marcin Lijewski feierte beim 7:6 (11.) seinen 250. Torerfolg in der HBL.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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