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09.05.10 HSV Handball sichert 26. Saisonerfolg

Hamburger gewinnen bei der HSG Düsseldorf

Am 29. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga feiert der HSV Handball einen 33:24 (16:9)-Erfolg bei der HSG Düsseldorf. Damit verteidigt das Team von Martin Schwalb ein weiteres Mal die Tabellenführung und verbucht nun 53:5 Zähler. 3.187 Zuschauer im Burg-Wächter Castello bekamen einen von Beginn an frisch aufspielenden HSV zu sehen, der sich bereits im ersten Durchgang einen komfortablen Vorsprung erspielen konnte. Vor allem durch eine gute Abwehrleistung und einem mit 17 Treffern überragendem Hans Lindberg sicherten sich die Gäste am Ende den Sieg.

HSV erspielt sich ein frühes Polster

Vor 3.187 Zuschauern im Burg-Wächter Castello startete der HSV mit einer offenen 3-2-1-Abwehr, die den Hamburgern so gleich im ersten Angriff einen Ballbesitz einbrachte. Der Schütze zum 1:0 nach einer schnellen zweiten Welle war Matthias Flohr (2. Minute). Anschließend drehte vor allem Pascal Hens im Angriff auf: Mit zwei Toren in Folge brachte der Kapitän des HSV sein Team zu einer frühen 3:1-Führung (5.). Die offene und bissige Abwehr der Gäste ließ das Angriffspiel der HSG immer wieder ins Stocken geraten. Diverse durch passives Spiel unvorbereitete Abschlüsse der Düsseldorfer nutze das Team von Martin Schwalb, um im Gegenstoß oder über die zweite Welle zu punkten. Eine Sechs-Tore-Serie brachte die Hamburger auf diese Weise in einen komfortablen 10:4-Vorsprung (17.). Für ein spieltechnisches Highlight sorgte in dieser Phase vor allem Torsten Jansen, der nach einem gelupften Pass von Pascal Hens einen Kempa-Trick zum 7:4 (13.) verwandelte. Neben handballerischen Raffinessen zeigten sich die Hamburger zudem weiter stark in der Defensive und im Angriff torsicher. Binnen 14 Minuten ließ das Team von Martin Schwalb lediglich einen weiteren Treffer der HSG zum 5:10 (18.) zu und zog in Windeseile auf zehn Tore davon (15:5, 24.). Souveränität und Nervenstärke bewies im ersten Durchgang vor allem Hans Lindberg mit sechs Treffern von der Siebenmeterlinie. Zum Ende des ersten Durchgangs konnten sich die Gastgeber dann jedoch ein Stück heran kämpfen und sorgten ihrerseits mit einer Vierer-Serie für einen Halbzeitstand von 9:16. Lindberg erzielte neun Tore.   

Hans Lindberg trifft 17 Mal

Die zweite Halbzeit startete torreich auf beiden Seiten. Abwechselnd kamen die Teams zu Treffern, so dass sich die Halbzeitdifferenz von sieben Toren zugunsten der Hamburger nicht verringerte. Im Duett sorgten Hans Lindberg und Torsten Jansen zwischenzeitlich sogar für einen Acht-Tore-Vorsprung: Nach Zwei weggefischten Bällen legten die beiden Außenspieler einen Zwischenspurt ein und Jansen verwandelte zwei Mal in Folge per Gegenstoß zum 22:14 (38.). Wie sein Vorgänger so zeigte sich auch Per Sandström, der in der 35. Minute für Johannes Bitter eingewechselt wurde, zwischen den Pfosten sicher. Mit einem von Andrej Kogut gehaltenen Ball schickte der Schwede Lindberg erneut auf die Reise, der dann im Alleingang zum 24:16 (41.) traf. In den Folgeminuten waren es dann die Gastgeber, die vorrangig zum Torerfolg kamen: Durch die Treffer von Bostjan Hribar kämpfte sich die HSG auf 21:26 (48.) heran. Die in Folge dessen von Martin Schwalb genommene Auszeit zeigte jedoch umgehend Wirkung: Zwei aufeinander folgenden Paraden von Johannes Bitter, der in der 48. Minute erneut eingewechselt wurde, nutze erneut der schnelle Hans Lindberg, um ein weiteres Mal für sein Team im Gegenstoß den alten Abstand von sieben Treffern wieder herzustellen (28:21, 50.). Und der HSV legte im Endspurt weiter nach: Souverän parierte der Nationaltorhüter die gegnerischen Bälle, im Angriff kam auch am Ende der dänische Torschützenkönig der HBL zu Torerfolgen. Mit überragenden 17 Toren, davon sieben Strafwürfe, wurde Lindberg beim 33:24 (16:9)-Erfolg der Hamburger zum besten Werfer.   

HSG Düsseldorf: Puhle (4 Paraden, 1.-30.); Savonis (3 P., 30.-60. und für einen Siebenmeter eingewechselt);
Hribar 8/3, Weiß 6, Hegemann 4, Kogut 2, von Gruchalla 2, Fölser 1, Asgeirsson 1, Hansen, Wernicke, Berblinger n.e., Ramota n.e., Sulc n.e.,

HSV Hamburg: Bitter (11/1 Paraden, 1.-35., 48.-60.); Sandström (2 P., 35.-48.);
Lindberg 17/7, Jansen 4, Flohr 3, Hens 3, G. Gille 2, K. Lijewski 2, Lackovic 1, M. Lijewski 1, Duvnjak, Vori, Schröder n.e., B. Gille n.e.

Siebenmeter: 3/5 – 7/8 (Hribar wirft an die Latte, Bitter pariert gegen Hribar – Lindberg scheitert an Puhle)

Zeitstrafen:  3 – 2 (Fölser 2x, Weiß – Vori, Jansen)

Schiedsrichter: Christopher Biaesch / Frank Sattler (Bad Soden/Oberursel)

Spielfilm: 0:1 (2.), 1:1 (3.), 1:3 (5.), 2:3 (6.), 3:3 (7.), 3:4 (8.), 4:4 (9.), 4:10 (17.), 5:10 (18.), 5:16 (26.), 9:16 (30.) – 9:17 (31.), 11:17 (32.), 11:18 (32.), 12:18 (33.), 12:19 (34.), 13:19 (35.), 13:20 (36.), 14:20 (36.), 14:22 (38.), 16:22 (39.), 16:24 (41.), 18:24 (42.), 18:25 (43.), 20:25 (46.), 20:26 (47.), 21:26 (48.), 21:28 (50.), 22:28 (52.), 22:31 (54.), 23:31 (59.), 23:32 (60.), 24:32 (60.), 24:33 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir waren heute verflucht, Dynamik, Stärke und Willenskraft auszustrahlen. Das ist uns in den ersten 25 Minuten auch gut gelungen. Kurz vor der Halbzeitpause hatten wir dann einen kleinen Hänger und haben die HSG auf diese Weise ins Spiel gebracht. Man hat immer gedacht, da könnte noch was passieren. Am Ende war bei unserer Mannschaft jedoch erneut Willenskraft zu erkennen und damit haben wir zwei wichtige Punkte mit nach Hause gebracht.“

Ronny Rogawska (Trainer HSG Düsseldorf): „Die ersten zehn Minuten haben wir gut gegen gehalten. Man hat jedoch gesehen, dass der HSV zu Recht an der Tabellenspitze steht. Dennoch haben wir den Kopf nicht hängen und uns entmutigen lassen. In der zweiten Hälfte haben wir es über weite Teile geschafft, das umzusetzen, was wir in der Kabine besprochen haben. Trotzdem geht der Sieg absolut verdient nach Hamburg.“

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Wir haben einen guten Anfang gezeigt, wurden aber schnell nachlässig. Der Sieg war dennoch nie wirklich in Gefahr. Die Mannschaft hat sehr gut in der Abwehr gestanden und konnte mich dadurch beim Tempogegenstoß füttern. Auf diese Weise habe ich heute so eine hohe Trefferquote gehabt.“

Pascal Hens (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Wir haben konzentriert angefangen und dann durch dumme Nachlässigkeiten teilweise den Faden verloren. Es hätte eigentlich nicht sein dürfen, dass der Gegner auf fünf Tore ran kommt, wenn man zeitweilig mit elf Toren in Führung liegt. Dennoch war es ein sicherer Sieg, aber wir wissen, wir können es viel viel besser.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Hamburg): „Nach ca. zehn Minuten haben wir unseren Turbo gezündet und uns ein Polster geschaffen. In der Zeit als wir dann kurz von der Rolle waren, konnten wir von diesem Polster zehren. Das ganze Spiel betrachtet, war es ein souveräner Sieg, der wohlwissend nicht immer schön war.“

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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