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20.04.10 HSV Handball sichert sich 25. Liga-Erfolg

Hamburger gewinnen mit 32:29 (16:14) beim SC Magdeburg
Erfolgreich startet der HSV Handball wieder in die TOYOTA Handball-Bundesliga: Nach fast dreiwöchiger Pause setzt sich das Team von Martin Schwalb mit 32:29 (16:14) beim SC Magdeburg durch. Ein weiteres Mal verteidigt der frisch gebackene DHB-Pokalsieger damit seine Tabellenführung und weist nun 51:5 Punkte auf. 5.431 Zuschauer in der Bördelandhalle, darunter rund 30 Hamburger Fans, bekamen eine zunächst ausgeglichene erste Hälfte zu sehen, in der sich beide Teams dynamisch und individualstark zeigten. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Hamburger die entscheidenden Torchancen und gingen somit am Ende als Sieger vom Platz. Die besten Hamburger Werfer waren Blazenko Lackovic, Marcin Lijewski und Hans Lindberg mit je sieben Treffern. Magdeburgs Andreas Rojewski erzielte acht Tore.
Ausgeglichene erste Hälfte
5.431 Zuschauer in der Bördelandhalle bekamen zum Auftakt des 27. Spieltages der TOYOTA Handball-Bundesliga eine durch und durch ausgeglichene erste Halbzeit zu sehen. Über die gesamte erste Hälfte lieferten sich die Teams ein enges Match und boten den Zuschauern eine interessante Partie. Nach knapp dreiwöchiger Liga-Pause zeigten sich beide Mannschaften von Beginn an gut auf den Beinen und punkteten in der Offensive vor allem durch schnelle Positionswechsel. In den ersten Minuten sorgte vor allem Marcin Lijewski für die Treffer auf Seiten der Hamburger. Bevor sich ein ständiges Remis zwischen den Teams einstellte, markierte der polnische Nationalspieler die zunächst einzige Zwei-Tore-Führung des ersten Durchgangs (2:0, 2. Minute). Zum darauffolgenden Kopf-an-Kopf-Rennen steuerte Lijewski anschließend den 4:3-Führungstreffer für den HSV sowie den Ausgleich zum 8:8 (16.) und 10:10 (19.) bei. Anschließend waren es jedoch die Magdeburger, die fortan zum HSV aufschließen mussten. In einen leichten Vorsprung gelangten die Gäste vor allem durch die Tore der beiden ab Mitte der ersten Hälfte eingewechselten Rückraumspieler Domagoj Duvnjak und Blazenko Lackovic. Spielend leicht schraubten sich die beiden Kroaten abwechselnd in die Höhe und brachten die Hamburger bis zum Halbzeitpfiff immer wieder kurzzeitig in Front (12:11 (24.), 13:12 (25.), 14:13 (27.)). Zum Ende der ersten Hälfte setzten die Kroaten auch die Treffer zum 16:14-Halbzeitstand.
HSV nutzt entscheidende Chancen
Die zweite Halbzeit eröffneten zunächst die Magdeburger mit den Anschlusstreffern zum 16:16 (33.). Doch nur kurze Zeit später nutzen die Hamburger zwei Offensiv-Fouls der Gastgeber und stellten die alten Abstand durch die Tore von Guillaume Gille am Kreis und Hans Lindberg auf Außen wieder her (18:16, 38.). Und der HSV drehte noch weiter auf. Johannes Bitter gab mit seinem gegen Stian Tönnesen gehaltenen Siebenmeter den Startschuss zum Zwischenspurt der Hamburger. Mit seinem dritten Treffer markierte Lackovic den ersten Drei-Tore-Vorsprung seines Teams (20:17, 39.), das in folgedessen weiter nachsetzte. Weitere Paraden des deutschen Nationaltorhüters brachten die Gästen in Ballbesitz und ließen die Hamburger Offensive selbstsicher auftreten. Mit Kreis-Treffern von Igor Vori und Matthias Flohr setzte sich das Team von Martin Schwalb weiter ab, bevor erneut Lackovic das 26:20 erzielte (49). Der SCM gab sich jedoch auch mit sechs Treffern Rückstand nicht auf. Beherzt versuchten die Gastgeber die stark aufspielenden Hamburger unter Druck zu setzen, um das Ergebnis noch einmal zu drehen. Obgleich sich der SCM vor allem durch die Treffer von Andreas Rojewski noch einmal aufbäumen konnte, behielten die Hamburger am Ende die Oberhand: Energisch brachte Lackovic am Ende noch zwei Bälle aus dem Rückraum im gegnerischen Netz unter, die den Hamburgern den 32:29 (16:14)-Erfolg sicherten. Jeweils sieben Mal trafen Blazenko Lackovic, Marcin Lijewski und Hans Lindberg. Bester Werfer der Partie wurde jedoch Magdeburgs Rojewski mit acht Toren.
SC Magdeburg: Müller (4 Paraden, 1.-22., 31.-54.); Quenstedt (3/1 P., 22.-31., 54-60.);
Rojewski 8/3, Tönnesen 5/3, Jurecki 5, van Olphen 3, Kabengele 2, Grafenhorst 2, Weber 2, Wiegert 1, Theuerkauf 1, Krause, Böhm n.e., Grohmann n.e., Cossbau n.e.,
HSV Hamburg: Bitter (10/1 P., 1.-60.); Sandström (für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Lackovic 7, Lindberg 7/4, M. Lijewski 7, Duvnjak 4, Jansen 2, G. Gille 2, Flohr 1, Vori 1, B. Gille 1, Hens, Schröder n.e.,
Siebenmeter: 6/7 – 4/6 (Bitter bleibt Sieger gegen Tönnesen– Lindberg wirft an die Latte, Jansen scheitert an Quenstedt)
Zeitstrafen: 5 – 6 (van Olphen 2x, Wiegert 2x, Weber – Duvnjak 2x, G. Gille, Jansen, Lindberg, Hens)
Schiedsrichter: Andreas Pritschow / Marcus Pritschow (Stuttgart)
Spielfilm: 0:2 (2.), 1:2 (3.), 2:2 (4.), 2:3 (6.), 3:3 (7.), 7:7 (14.), 10:10 (19.), 13:13 (26.), 13:14 (27.), 14:14 (28.), 14:16 (30.) - 16:16 (33.), 16:19 (37.), 17:19 (38.), 17:20 (39.), 17:21 (42.), 18:21 (42.), 18:22 (43.), 19:22 (45.), 19:24 (45.), 20:24 (46.), 20:26 (49.), 21:26 (50.), 21:27 (50.), 22:27 (51.), 22:28 (51.), 24:28 (52.), 24:29 (52.), 25:29 (54.), 25:30 (56.), 28:30 (59.), 28:32 (60.), 29:32 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir freuen uns, dass wir das heutige wichtige Spiel gewonnen haben. Es war der erwartet schwere Gang heute nach Magdeburg. Umso mehr freue ich mich, dass wir eine recht stabile Leistung gezeigt haben und uns keine großen Schwächephasen erlaubt haben. Insgesamt ist der Sieg für uns von großer Bedeutung und ich bin darüber sehr glücklich.“
Sven Liesegang (Trainer SC Magdeburg): „Glückwunsch an Hamburg. Wenn man gegen ein starkes Team wie den HSV gewinnen will, muss man jede noch so kleine Chance nutzen. Hamburg hat uns heute nicht allzu viele Chancen gelassen. Ich hatte befürchtet, dass uns am Ende die Luft ausgeht und bin daher positiv überrascht, dass wir am Ende doch noch einmal herangekommen sind. Die Fans haben uns dabei toll unterstützt. Trotzdem hat es nicht gereicht.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Hamburg): „Wir haben uns heute in beiden Hälften aufgrund verschiedener Faktoren unglaublich schwer getan. Die Stimmung in der Halle hat einiges dazu beigetragen und die Mannschaft hat gekämpft bis zum umfallen. So ähnlich hatte ich es erwartet. Wir sind daher super glücklich, die beiden Punkte mit nach Hause nehmen zu können.“
Notizen zum Spiel:
- Mit seinem Treffer zum 1:0 (2.) erzielte Torsten Jansen sein 850. Bundesligator für den HSV Handball.
- Marcin Lijewski markierte nur Sekunden später beim 0:2 (2.) seinen 200. HBL-Treffer
- Zum 950. Erfolgreich im HSV-Trikot war Hans Lindberg beim 8:9 (16.).
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