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20.12.08 HSV Handball siegt im Derby der Hansestädte

Der HSV Handball gewinnt das Derby der Hansestädte in der TOYOTA Handball-Bundesliga beim Stralsunder HV mit 38:25 (19:15). Vor 1.050 Zuschauern in der ausverkauften Vogelsanghalle im Hansedom führten die Gäste nach einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten Hälfte mit vier Treffern. In der zweiten Hälfte avancierte Stralsunds Ivan Nicevic mit acht Treffern zum erfolgreichsten Akteur der Partie. Für den HSV Handball steuerten indes mit Marcin und Krzysztof Lijewski sowie Hans Lindberg gleich drei Spieler jeweils sieben Tore zum klaren Sieg bei. Nach dem 17. Spieltag in der TOYOTA HBL belegt die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb nach diesem Erfolg den vierten Tabellenplatz.
Sichere HSV-Führung zur Pause
1.050 Zuschauer in der ausverkauften Vogelsanghalle im Hansedom sahen einen guten Auftakt der Hamburger Gäste. Stefan Schröder erzielte die ersten beiden Treffer der Partie, Krzysztof Lijewski vollendete zur frühen 3:0-Führung für den HSV Handball (4. Minute). Vor allem über die Außenpositionen kam das Team von Trainer Martin Schwalb in der Anfangsphase zu Toren: Linksaußen Matthias Flohr stellte mit dem 5:1 die Vier-Tore-Führung her (6.). Die Gastgeber stellten sich jedoch bald in der Defensive besser auf die Angriffe des HSV ein und kämpften sich zurück in die Partie. Nach zwölf Minuten glich der Stralsunder HV das erste Mal aus (9:9). Nach einem Wechsel auf der Torwartposition, Per Sandström löste Johannes Bitter ab, und einem Time Out von Trainer Martin Schwalb, setzten sich die Gäste erneut ab. Mit schnellem Spiel bauten die Hamburger ihre Führung über 13:11 (19.) und 15:12 (24.) auf 18:14 (28.) aus. Mit diesem Vorsprung ging es beim Stand von 19:15 auch in die Pause. Stefan Schröder war mit fünf Toren, zusammen mit SHV-Linksaußen Ivan Ninceviv, der erfolgreichste Spieler der ersten Hälfte.
Schwalb-Team baut Führung kontinuierlich aus
Trotz Unterzahl zu Beginn der zweiten Halbzeit, Krzysztof Lijewski musste auf die Strafbank, baute der HSV Handball seine Führung weiter aus (20:15, 32.). Insgesamt begann der zweite Spieldurchgang jedoch zerfahren. Die Zuschauer sahen auf beiden Seiten diverse Ballverluste. Der HSV Handball fand dabei schneller zurück zu seinem Spiel und legte nach 35 Minuten durch Bertrand Gille erstmals eine Sechs-Tore-Führung vor (23:17). Wenig später musste der französische Olympiasieger in kurzer Folge zweimal auf die Strafbank. Der HSV Handball jedoch zog jeweils sein gutes Unterzahlspiel auf und baute seinen Vorsprung sogar noch weiter aus. Vor allem Krzysztof Lijewski dreht nun auf und erzielte vier der nächsten fünf HSV-Tore bis zur 30:21-Führung (47.). Stralsund konnte zwar noch einmal auf 24:30 verkürzen (49.) und hatte am Ende nach acht Nincevic-Toren sogar den besten Spieler des Abends in seinen Reihen, doch in den letzten zehn Minuten trafen die Gastgeber lediglich noch einmal. Der HSV hingegen legte Tor um Tor nach, sodass am Ende ein klarer 38:25-Erfolg der Hamburger zu Buche stand. Marcin und Krzysztof Lijewski sowie Hans Lindberg steuerten jeweils sieben Treffer zum Auswärtssieg bei, mit dem sich der HSV Handball in der Tabelle auf Platz vier verbessert.
Stralsunder HV: Levshin (10/1 Paraden, 1.-55.); Tsilimparis (1 P., 55.-60.); Herholc n.e.;
Nincevic 8/5, Gudz 4, Schwerin 4, Berka 4, Bruna 3, Samaras 1, Schwarz 1, Präkels, Brandt n.e., Hinz n.e.
HSV Hamburg: Bitter (1 P., 1.-16.); Sandström (14/1 P., 16.-60.);
Lindberg 7/6, K. Lijewski 7, M. Lijewski 7, Schröder 6, Grimm 3, G. Gille 3, Flohr 3, B. Gille 1, Niemeyer 1, Grundsten, Torgovanov n.e., Hens n.e.
Siebenmeter: 5/6 – 6/7 (Sandström wehrt gegen Schwerin ab – Lindberg scheitert an Levshin)
Strafminuten: 8 – 5 (Gudz 3x, Nincevic 2x, Bruna, Berka, Schwerin – B. Gille 2x, G. Gille, K. Lijewski, Flohr)
Rote Karte: Gudz (Stralsunder HV, dritte Zeitstrafe, 50.)
Schiedsrichter: Ronny Dedens / Nico Geckert (Magdeburg)
Spielfilm: 0:1 (1.), 0:3 (3.), 1:3 (4.), 1:5 (6.), 2:5 (7.), 4:7 (8.), 5:7 (9.), 7:9 (12.), 9:9 (13.), 9:11 (15.), 11:11 (18.), 11:13 (19.), 12:13 (23.), 12:15 (24.), 13:15 (25.), 14:16 (27.), 14:18 (28.), 15:19 (30.) – 15:20 (32.), 17:22 (35.), 17:23 (36.), 20:26 (43.), 20:27 (44.), 21:27 (44.), 21:30 (47.), 24:30 (49.), 24:37 (56.), 25:38 (57.), 25:38 (60.)
Mehr Bilder aus der Vogelsanghalle gibt es hier.
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir freuen uns, dass wir hier zwei wichtige Auswärtspunkte ergattern konnten. In der ersten Halbzeit haben wir uns zwar ein wenig schwer getan, vor allem gegen die kompakte 5:1-Abwehr der Stralsunder, doch in der zweiten Halbzeit habe ich eine deutliche Steigerung gesehen. Da sind wir in der Abwehr aggressiver zu Werke gegangen und haben in der zweiten Welle mehr Gas gegeben. So konnten wir uns sukzessive absetzen, und ich denke, dass das Ergebnis letzten Endes Ordnung ist.“
Zdenek Vanek (Trainer Stralsunder HV): „Der Hamburger Sieg war verdient, auch wenn wir erste Halbzeit mithalten konnten. Als der HSV sich zu Beginn abgesetzt hatte, konnten wir uns wieder heran kämpfen. Aber wenn man die Breite in der Mannschaft nicht hat, und sich die Spieler nicht auf der Bank erholen können, ist es klar, dass sich das irgendwann bemerkbar macht.“
Marcin Lijewski (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Wir hatten alles unter Kontrolle, auch wenn in der ersten Halbzeit nicht alles so geklappt hat, wie wir uns das vielleicht vorgestellt haben. Nach der Pause ging es dann aber besser, und wir haben uns die Punkte verdient.“
Notizen zum Spiel:
- Stefan Schröder knackte in der 2. Minute mit dem 2:0 die Marke von 350 Pflichtspieltreffern für den HSV Handball.
- Hans Lindberg erzielte mit dem 21:16 in der 33. Minute seinen 250. TOYOTA HBL-Treffer.
- Der Däne markierte außerdem in der 45. Minute mit dem 28:21 sein 150. Pflichtspieltor im Saisonverlauf.
- Jan Schult siegte mit dem VfL Bad Schwartau in der Zweiten Bundesliga Nord gegen den TSV Bremervörde ebenfalls mit 38:25 (20:15). Der Youngster des HSV Handball steuerte sieben Treffer zum Erfolg bei.
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