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13.09.08 HSV Handball unterliegt in Dormagen 27:28

Am heutigen Nachmittag bestritt der HSV Handball seine erste Auswärtspartie in der TOYOTA Handball-Bundesliga-Saison 2008/2009. Beim Aufsteiger TSV Dormagen mussten sich die Hamburger 27:28 (15:15) geschlagen geben. Der HSV fand vor 2.539 Zuschauern in TSV Sportcenter nie zu seinem Spiel. Die Hausherren präsentierten sich sehr engagiert und stellten die Hamburger immer wieder vor Probleme in der Defensive. Mit jeweils fünf Treffern waren Bertrand Gille und Torsten Jansen beste Werfer für die Hamburger. Für Dormagen trafen Christoph Schindler und der ehemalige Hamburger Kjell Landsberg ebenfalls jeweils fünfmal.
Ausgeglichene erste Hälfte
Der HSV Handball traf bei der Partie im TSV Sportcenter von Dormagen auf einen bis in die Haarspitzen motivierten Aufsteiger TSV Dormagen. Die Hamburger fanden nicht zu ihrem Spiel und offenbarten Schwächen in Defensive und Torabschluss. Auch beide Keeper, Per Sandström und Johannes Bitter, fanden ihre Form nicht und wechselten sich mehrfach ab. Der TSV hingegen wuchs über sich hinaus und zeigte schon früh, dass er in der Lage sein würde, die Partie ausgeglichen zu gestalten. Bis zum 6:6 in der 12. Minute gestaltete sich das Spiel ausgeglichen. Als die Gastgeber dann auf 9:6 davonzogen, nahm HSV Handball-Coach Martin Schwalb eine Auszeit (15.). Bis zum Halbzeitpfiff kämpften sich die Hamburger auf 15:15 wieder heran. Den letzten Treffer in Halbzeit eins erzielte Torsten Jansen per Siebenmeter (30.).
HSV Handball scheitert mit einem Treffer
Auch in der zweiten Hälfte gestalteten die Teams die Partie weiterhin offen. Bis zum Zwischenstand von 21:21 (44.) wogte das Spiel auf und ab und keine der Mannschaften setzte sich ab. Dann geriet der HSV Handball erneut mit zwei Toren ins Hintertreffen (23:21, 46.). Diesen Rückstand konnten die Hamburger auch mit kämpferischen Mitteln nicht mehr aufholen. Zwar ersetzte Heiko Grimm in einer Unterzahlsituation des HSV in den letzten zwei Minuten Johannes Bitter zwischenzeitlich als zusätzlicher Feldspieler, doch diese Maßnahme verhalf den Hamburgern nicht zu einem erneuten Ausgleich. Auch einen direkten Freiwurf in der Schlusssekunde konnte Blazenko Lackovic nicht im Tor unterbringen. Die Dormagener spielten konzentriert bis zum Schlusspfiff und sicherten sich einen knappen und verdienten 28:27 (15:15)-Erfolg vor 2.539 Zuschauern im TSV Sportcenter. Torsten Jansen und Bertrand Gille trugen sich jeweils fünfmal in die Torschützenliste ein.
Das Team des HSV Handball hat nun eine Woche Zeit, sich auf die HBL-Partie gegen den SC Magdeburg vorzubereiten. Am Sonnabend, 20. September, wird das Spiel um 15.00 Uhr in der Color Line Arena angepfiffen werden.
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Glückwunsch an den TSV für den verdienten Erfolg. Dormagen hat über 60 Minuten bewiesen, dass sie eine eingespielte Mannschaft sind, die auch individuell manchen Akzent setzen konnte. Dormagen hat sehr körperlich und mit viel Herz gespielt. Die Niederlage tut natürlich weh, aber vielleicht ist es eine gute Gelegenheit, etwas zu lernen. Wir sind noch lange nicht eingespielt. Die linke Seite weiß nicht, was die rechte tut.“
Kai Wandschneider (Trainer TSV Dormagen): „Ich bin sehr zufrieden. Das ist ein sensationelles Ergebnis. Ich finde, der HSV hat stärker gespielt, als die Kieler gegen uns in Kiel. Wir hatten nichts zu verlieren. Wir haben von Situation zu Situation gespielt und am Ende die Nerven behalten. Man hat gesehen, dass auch Weltklasse-Spieler nur Menschen sind“
Christian Fitzek (Sportlicher Leister HSV Hamburg): „Die Mannschaft hat sich sehr konzentriert auf dieses Spiel vorbereitet. Aber man hat gesehen, dass die Zeit, die uns in der Sommervorbereitung fehlte, nicht so schnell aufzuholen ist. Bei manchem Spieler hat am heutigen Tag auch die individuelle Klasse gefehlt. Jetzt stehen die anstrengenden Wochen vor der Tür und jeder Einzelne muss zusehen, dass er das einbringt, was er kann.“
TSV Dormagen: Feshchanka (9/1 Paraden, 1.-60.); Kurth n.e.;
Schindler 5, Landsberg 5, Laurencz 4, Lochtenbergh 4/1, Plaz 3, Meyer 3, Dmytruszynski 2/2, Duin 1, Faißt 1, Sieberger, Josza, Holst n.e., Zakharov n.e., Henkel n.e., Meckes n.e.
HSV Hamburg: Sandström (3/1 Paraden, 1.-15, 40.-49, 59.-60.); Bitter (8/1 P., 15.-40., 49.-58.);
Jansen 5/3, B. Gille 5, Lackovic 4, Lindberg 3/1, Schröder 3, M. Lijewski 3, K. Lijewski 2, G. Gille 1, Grimm 1, Flohr, Niemeyer, Torgovanov, Grundsten n.e.
Siebenmeter: 3/5 – 3/5 (Sandström hält gegen Lochtenbergh, Bitter pariert gegen Dmytruszynski – Lindberg scheitert an Feshchanka, Lindberg trifft die Latte)
Strafminuten: 4 – 4 (2 x Schindler, Dmytruszynski, Landsberg – 2 x G. Gille, Flohr, K. Lijewski)
Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (2.), 3:3 (5.), 5:3 (8.), 5:5 (10.), 6:6 (12.), 9:6 (15.), 9:9 (18.), 10:10 (19.), 13:10 (22.), 13:13 (24.), 14:14 (25.), 15:15 (29.) - 16:15 (33.), 16:16 (34.), 18:18 (37.), 20:18 (39.), 20:20 (43.), 21:21 (44.), 23:21 (48.), 24:22 (49.), 26:24 (56.), 27:25 (57.), 28:26 (58.), 28:27 (60.)
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