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03.05.06 HSV mit überzeugendem Heimsieg über HSG Nordhorn

Der HSV Handball landet dank einer starken zweiten Halbzeit einen absolut verdienten Heimsieg über die HSG Nordhorn. In einer temporeichen Partie bezwingt der HSV den Tabellen-Sechsten mit 32:24 (14:15). Vor 4.441 Zuschauern in der Color Line Arena nahmen die Hamburger erfolgreich Revanche für die 28:36-Hinspielniederlage. Mit dem Erfolg überholt der HSV zudem den TV Großwallstadt und klettert somit auf Platz Acht. Einen guten Tag erwischte Pascal Hens. Ihm gelangen sechs schöne Treffer. Ebenso überzeugte Goran Stojanovic im Tor des HSV. Bei den Gästen waren es insbesondere Holger Glandorf und Ljubomir Vranjes, die sich mit neun bzw. sechs Toren gegen die Niederlage stemmten.

Die Hamburger erwischten den besseren Start. Die Gäste fanden keine Mittel gegen die aggressive 3:2:1-Formation des Gastgebers. Immer wieder rannten sich die HSG-Akteure in der sattelfesten HSV-Abwehr fest. Bis auf 9:4 (12.) schraubte der HSV das Ergebnis in die Höhe. Besonders Kapitän Guillaume Gille zeigte hervorragende Spielübersicht. Er zog im Angriff die Fäden. Erst eine Auszeit, genommen von HSG-Coach Ola Lindgren, brachte die Wende zu Gunsten der Nordhorner, die in der Zeit vor der Pause den verloren gegangenen roten Faden wieder aufnahmen und sich Tor um Tor herankämpften. Kurz vor dem Wechsel ging die HSG beim 12:13 (27.) sogar in Führung. Mit einem Tor Rückstand ging es für den HSV in die Kabine.

Anscheinend fand Martin Schwalb in der Pausenpredigt die richtigen Worte für seine Spieler, denn sein Team legte einen Traumstart hin. Wie verwandelt zeigte sich die HSV-Mannschaft nach Wiederanpfiff. Eine 8:1-Serie von 15:16 (32.) bis auf 23:16 (42.) brachte die Hamburger auf die Siegerstraße. In der Defensive wurde jetzt Beton angerührt und Goran Stojanovic vernagelte seinen Kasten. Der Gegenstoß war fortan Mittel zum Erfolg. Im Positionsangriff sollte ebenso nahezu jeder Schachzug funktionieren, so dass Martin Schwalb allen Feldspielern ihre Einsatzzeiten gewährte. Nach einer speziell in der zweiten Hälfte überzeugenden Leistung geht der HSV voller Selbstvertrauen in die kommenden schweren Partien.  

Das nächste Bundesliga-Spiel des HSV findet schon am Sonnabend, den 6. Mai, um 19.30 Uhr statt. Dann reist der HSV zum Nordderby zur SG Flensburg-Handewitt.

Stimmen zum Spiel

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir sind sehr gut in die Partie rein gekommen.  Dann aber haben wir kurzzeitig mit dem schönen Handball aufgehört, haben uns zu viele leichte Fehler erlaubt und waren in der Rückwärtsbewegung zu langsam. Das alles kam dann in der Halbzeit auf den Tisch. In der zweiten Hälfte haben wir einen Traumstart hingelegt, weil wir in erster Linie in der Abwehr mehr Herz gezeigt haben. Goran kam auch besser ins Spiel. Es ist bestimmt nicht alltäglich gegen so eine Spitzenmannschaft wie Nordhorn derart hoch zu gewinnen.“

Ola Lindgren (Trainer HSG Nordhorn): „Ich habe bei meiner Mannschaft sämtliche Leidenschaft und Gegenwehr vermisst. Wir haben über 60 Minuten Probleme mit unserer Abwehr gehabt. Dann kamen noch zu viele individuelle Fehler hinzu. So etwas darf man sich gegen Hamburg nicht erlauben. Die zweite Halbzeit war ein Desaster. Das war nach der guten Leistung in Flensburg ein Riesen-Rückschlag.“

Spielstatistik

HSV Hamburg – HSG Nordhorn 32:24 (14:15)

HSV Hamburg: Stojanovic (17/1 Paraden, 1.- 60.); Schröder, Jansen 4, Flohr 2, Knorr, Pungartnik 5/4, G. Gille 3, B. Gille 5, Hens 6, Rastner 3, Lijewski 4, Mraz, Kokir 

HSG Nordhorn: Gentzel (8 Paraden, ab 13.- 46.), Larsson (4 P, 1.-13., 46.- 60.); Machulla 2, Arrhenius 1, Mickal, Filip 4/1, Glandorf 9, Przybecki 1, Vranjes 6, Schumann, Bult 1

Siebenmeter:4/4 – 1/3; (Filip über die Latte, Machulla scheitert an Stojanovic)

Strafminuten: 4 – 10; (G. Gille, Jansen – Machulla (3x), Arrhenius, Przybecki)

Rote Karte: Machulla (58., 3x 2min)

Schiedsrichter: Bernd Methe/Reiner Methe (Vellmar)

Zuschauer: 4.441

Spielfilm: 0:1 (3.), 2:2 (4.), 5:3 (8.), 7:4 (10.), 9:4 (12.), 10:9 (20.), 12:9 (23.), 12:13 (27.), 14:14 (29.), 14:15 (HZ), 16:16 (33.), 23:16 (42.), 24:17 (45.), 27:19 (48.), 29:20 (49.), 30:22 (54.), 31:23 (55.), 32:24 (EN).

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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