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29.10.11 HSV schlägt Balingen auch im ‚Rückspiel‘ deutlich
36:22 (16:12)-Sieg gegen den HBW Balingen-Weilstetten
Nach dem klaren 32:20 Pokal-Erfolg vom Mittwoch in Balingen, waren die Gallier von der Alb nur drei Tage später in der O2 World Hamburg zu Gast, diesmal um Bundesliga-Punkte zu spielen. Dabei zeigte der HSV Handball vor 10.214 Zuschauern erneut eine starke Leistung und kam zu einem verdienten und noch deutlicheren 36:22 (16:12)-Erfolg. Der HSV stellte eine gut funktionierende 3:2:1-Deckung, mit einem gut aufgelegten Johannes Bitter im Tor. So kam der Meister zu vielen einfachen Toren und führte bereits zur Halbzeit mit 16:12. In der zweiten Hälfte knüpften die Hamburger an die gute Leistung des ersten Durchgangs an und bauten ihren Vorsprung bis zum Schlusspfiff auf 36:22 aus. Für den Meister war Hans Lindberg mit neun Toren der beste Werfer des Abends, aber noch erfreulicher war, dass Michael Kraus in dieser Saison zum ersten Mal mit der Mannschaft einlief, auch wenn er noch nicht eingesetzt wurde.
Verdiente Führung nach umkämpfter erster Hälfte
Nachdem der HSV in Balingen über die gesamte Spielzeit geführt hat, ging der Meister auch in der Bundesliga-Partie durch Torsten Jansen mit 1:0 in Führung (2. Minute). Der HBW brauchte für seine ersten Tore diesmal allerdings nicht so lange und konnte in der fünften Minute mit 3:1 die Führung übernehmen. Diese glich der HSV nur eine Minute später durch Hans Lindberg wieder zum 3:3 aus. Beim 3:4 stand die letzte Balinger Führung an der Anzeigentafel (6.), die der Deutsche Meister zunächst durch Igor Vori auf 5:4 drehte (8.) und seinen Vorsprung in der Folgezeit auf 10:6 ausbaute (15.). Balingen kämpfte aber weiter und erzielte mit zwei Toren in Folge wieder den Anschluss zum 8:10 (16.), bevor der HSV seinen Vier-Tore-Vorsprung, durch Tore von Renato Vugrinec und Hans Lindberg, bei 12:8 in der 19. Minute zurückholte. Dr. Rolf Brack brachte nun einen siebten Feldspieler, wodurch dem HBW nach 23 Minuten der erneute Anschluss zum 11:12 gelang. Der Meister ließ sich aber nicht von seiner Linie abbringen und erzielte vier weitere Tore, bei nur einem Gegentreffer, durch zwei Mal Hans Lindberg, der schon in der ersten Hälfte sechs Treffer erzielte, und zwei Mal Blazenko Lackovic, der in Halbzeit eins fünf Mal erfolgreich war. So ging es mit einer verdienten 16:12-Führung für die Gastgeber in die Kabinen.
Mit viel Tempo zum höchsten Saisonsieg
Während Dr. Rolf Brack sein Team weiterhin mit sieben Feldspielern agieren ließ, dauerte es knapp drei Minuten, bevor das erste Tor der zweiten Hälfte fiel. Dann traf der HSV aber gleich drei Mal in Folge, durch Guillaume Gille, Domagoj Duvnjak und Bertrand Gille, zum 19:12 in der 35. Minute. In den nächsten Minuten fielen die Tore auf beiden Seiten und über 21:14 (38.) kam es so zum zwischenzeitlichen 23:16 nach 43 Minuten. Bis auf Michael Kraus wurden zu diesem Zeitpunkt der Partie bereits alle Spieler auf beiden Seiten eingesetzt. Der nächste Balinger Treffer zum 17:23 (45.), sollte für zehn Minuten das letzte Gäste-Tor bleiben. Diese Phase nutzten die Hansestädter für sieben eigene Tore in Folge, sodass Renato Vugrinec in der 54. Minute bereits das 30:17 erzielte. Den nächsten beiden Balinger Treffern ließ der HSV wiederum jeweils zwei Tore folgen, sodass es drei Minuten vor dem Schlusspfiff 34:19 stand. Durch Stefan Schröder erzielte der Deutsche Meister die höchste Führung der Partie zum 35:20 (59.) und kam am Ende zu einem hochverdienten und noch deutlicherem 36:22-Erfolg als im Pokal-Spiel am Mittwoch. Damit geht der HSV als Tabellenzweiter in seine zweiwöchige Pflichtspielpause und trifft am Donnerstag, 17. November, um 20.15 Uhr in der O2 World auf den TV Großwallstadt.
HSV Handball: Bitter (15 Paraden, 1.-60.); Beutler (0 P., für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 9/4, Vori 5, Lackovic 4, Vugrinec 4, Duvnjak 3, Hens 3, Schröder 2, Jansen 2, G. Gille 2, Flohr 1, B. Gille 1.
HBW Balingen-Weilstetten: Ziemer (4 Paraden, 1.- 30.); Puhle (5 P., 30.-60.);
Herth 5/3, Bürkle 4, Alvanos 4, Schlinger 3, Sauer 2, Strobel 2, König 1, Häfner 1, Keinath, Ettwein, Wessig, Gutbrod.
Siebenmeter: 4/4 – 3/3
Zeitstrafen: 1 – 7 (Duvnjak – Häfner 3x, Sauer, Schlinger, Bürkle, Wessig)
Rote Karte: Häfner (HBW, 57., dritte Zeitstrafe)
Schiedsrichter: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (Berlin)
Spielfilm: 1:0 (2.), 1:3 (5.), 3:3 (6.), 5:5 (8.), 7:5 (10.), 8:6 (12.), 10:6 (15.), 10:8 (16.), 12:X (19.), 12:11 (24.), 15:11 (28.), 16:12 (29.), 16:12 (30.) - 17:12 (33.), 19:12 (35.), 20:13 (37.), 21:14 (38.), 22:15 (41.), 23:17 (45.), 25:17 (47.), 27:17 (50.), 30:17 (54.), 30:18 (55.), 34:19 (57.), 35:21 (60.), 36:22 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Natürlich bin ich mit der Mannschaft sehr zufrieden. Wichtig war für uns heute die Einstellung nach dem deutlichen Sieg am Mittwoch. Das hat sehr gut geklappt. Balingen hat in der ersten Halbzeit clever gespielt und einige Tore gemacht. In der zweiten Hälfte haben wir dann weiter mit viel Tempo gespielt und Jogi hat super gehalten. Ich freue mich heute für alle meine Spieler, die auch alle getroffen haben.“
Dr. Rolf Brack (Trainer HBW Balingen-Weilstetten): „Ich denke, unter dem Strich war es in der ersten Halbzeit etwas attraktiver als am Mittwoch. Wir haben in der zweiten Hälfte aber zu viele dumme Zeitstrafen bekommen, die uns fünf bis sechs Tore gekostet haben. Zudem war der HSV mit Johannes Bitter auf der Torhüter-Position deutlich besser besetzt. Wir konnten uns in den drei Tagen zwar etwas besser auf den HSV einstellen und haben dadurch, vor allem in der ersten Hälfte, eine deutlich bessere Leistung gezeigt. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann aber einige Totalausfälle, weshalb wir auch verdient verloren haben. Ich beglückwünsche den HSV zum Sieg, aber auch zur Entwicklung in den letzten Wochen. Da müssen sich die Teams an der Tabellenspitze warm anziehen.“
Martin Schwalb (Präsident HSV Handball): „Wir haben uns sehr über die grandiose Atmosphäre gefreut. Die Fans haben zum Teil ein spannendes Spiel gesehen und ich denke, dass alle die heute da waren gerne wiederkommen werden.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „In der ersten Halbzeit hatten wir kleine Probleme. Aber ich denke, dass wir die nach der Pause nicht nur überwunden haben, sondern insgesamt ein hohes Niveau gezeigt haben. Das freut mich auch für unsere Fans, die uns super unterstützt haben. Spielerisch mussten wir uns natürlich auf die gleichen Dinge wie im Pokalspiel einstellen. Unsere Herausforderung war es heute deshalb, noch bessere Lösungen dafür zu finden.“
Pascal Hens (Kapitän HSV Handball): „Wieder den gleichen Gegner vor der Brust zu haben, ist alles in allem nicht so einfach, wie man es sich vor stellt. Wir haben es als Team aber sehr gut gelöst. Am Ende mit 14 Toren zu gewinnen, spricht eine deutliche Sprache. Jetzt ist erst einmal Pause, aber nach der werden wir versuchen, unseren momentanen positiven Trend fortzusetzen.“
Michael Kraus (Rückraummitte HSV Handball): „Wir haben Balingen innerhalb von nur vier Tagen zwei Mal deutlich geschlagen. Darauf können wir als Mannschaft nach der Pause aufbauen.“
Notiz zum Spiel:
- Domagoj Duvnjak erzielte mit seinem dritten Tor zum 21:14 in der 38. Minute seinen 400. HSV-Pflichtspiel-Treffer.
- Der Buxtehuder SV verlor im Vorwege zur Bundesliga-Partie des HSV in der EHF Women´s Champions League gegen Itxako Navarra aus Spanien mit 31:32 (14:14).
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