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17.11.11 HSV setzt seine Siegesserie nach der Pflichtspiel-Pause fort
31:22 (15:13)-Erfolg gegen den TV Grosswallstadt
Nach gut zweieinhalb Woche ohne Pflichtspiel musste der HSV Handball wieder in der TOYOTA HBL antreten und konnte den TV Grosswallstadt souverän mit 31:22 (15:13) schlagen. Vor 9.057 Zuschauern in der O2 World Hamburg konnte Per Carlén dabei sowohl Michael Kraus als auch Marcin Lijewski nach ihren Verletzungen wieder einsetzen. Der HSV startete konzentriert und legte immer wieder Führungen vor, die der TVG aber stets ausgleichen konnte. Kurz vor der Halbzeit erzielten die Gastgeber noch zwei Treffer in Folge und gingen mit 15:13 in die Kabine. In der zweiten Hälfte baute der Deutsche Meister seinen Vorsprung kontinuierlich aus und kam am Ende zu einem ungefährdeten 31:22-Erfolg über die Mainfranken. Bester Werfer des Abends wurde Hans Lindberg, der mit neun Toren sowohl seinen 1400. Pflichtspiel- als auch seinen 900. HBL-Treffer erzielen konnte.
15:13-Pausenführung nach ausgeglichener erster Hälfte
Aufgrund des tragischen Unfalls der beiden Schiedsrichter Bernd und Reiner Methe, bei dem die beiden Zwillinge ums Leben kamen, wurde das Spiel sofort nach dem Anpfiff für eine Schweigeminute unterbrochen. Beide Teams spielten außerdem mit Trauerflor. Beim HSV fehlten gegen den TVG Bertrand Gille (Muskelfaserriss) und Marcel Schliedermann (Rippenfell-Entzündung), während Michael Kraus und Marcin Lijewski wieder spielen konnten. Das erste Tor des Abends erzielte Pascal Hens nach drei Minuten zum 1:0 und Igor Vori erhöhte nach fünf Minuten auf 2:0. Einem Treffer der Gäste ließ Hans Lindberg das 3:1 folgen (6. Minute) und erzielte damit seinen 1400. Pflichtspiel-Treffer für den HSV. In der Folge fielen die Tore abwechselnd auf beiden Seiten, wobei Hans Lindberg auch die nächsten drei HSV-Treffer erzielte und in der 10. Minute auf 6:4 erhöhte. Dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 6:6 (14.) ließ der HSV zwei Treffer folgen, sodass es in der 16. Minute 8:6 für die Hamburger stand. Aber auch diesen Rückstand konnte der TV Grosswallstadt ausgleichen und nach 9:9 (19.) und 11:11 (24.) stand es nach 29 Minuten 13:13. In der letzten Minute der ersten Halbzeit erzielte zunächst Marcin Lijewski, der nach 20 Minuten sein Comeback und zugleich sein 150. HSV-Spiel in der HBL feierte, das 14:13 und Torsten Jansen erzielte in derselben Minute den 15:13-Halbzeitstand.
Deutliche Steigerung führt zum verdienten 31:22-Erfolg
In der zweiten Hälfte vergingen fünf Minuten, bevor Marcin Lijewski das erste Tor zum 16:13 erzielen konnte. Drei weitere Minuten später erhöhte Torsten Jansen für den Meister auf 17:13 (38.), bevor dem TVG vier Tore in Folge gelangen und die Mainfranken in der 42. Minute den Ausgleichstreffer zum 17:17 erzielten. Nun war es aber der HSV, der eine sehr gute 3:2:1-Deckung stellte und binnen zwei Minuten vier Tore durch Domagoj Duvnjak, Hans Lindberg und zwei Mal Igor Vori erzielen konnte. So war die Vier-Tore-Führung beim 21:17 in der 44. Minute wiederhergestellt. Einem Tor des TVG ließ der HSV zwei weitere Treffer zum 23:18 (47.) folgen und in diesem Rhythmus sollte es weiter gehen, wobei sich der Deutsche Meister noch steigerte. Das Team von Peter David traf zum 19:23 (48.) und der HSV erzielte drei Serien-Treffer zum 26:19 (51.). Per Carlén brachte Michael Kraus für die letzten zehn Minuten, der so zu seinem ersten Einsatz der Saison kam. Dem nächsten Gäste-Treffer ließen die Hansestädter nun vier Tore in Serie folgen und erhöhten ihren Vorsprung in der 56. Minute bei 30:20 auf zehn Tore. In den letzten Minuten trafen die Teams abwechselnd und der Meister gewann am Ende deutlich und verdient mit 31:22. Bereits morgen früh reisen die Hamburger ins polnische Plock, wo sie am Sonnabend, 19. November, um 15.00 Uhr in der VELUX EHF Champions League auf Orlen Wisla Plock treffen.
HSV Handball: Bitter (4 Paraden, 1.-30.); Beutler (5 P., 31.-60. );
Lindberg 9/3, Vori 5, Duvnjak 4, Vugrinec 3, Hens 3, Jansen 2, Lackovic 2, Lijewski 2, Flohr 1, Kraus, Schröder, G. Gille.
TV Grosswallstadt: Galia (12 P., 1.-54.); Wolff (2 P., 55.-60.)
Tiedtke 5, Kneer 4, Holst 4, Schäpsmeier 4, Spatz 3, Köhrmann 2/1, Larsson, Jakobsson, Kaufmann, Eisenträger, Liebald
Siebenmeter: 3/3 – 1/2 (Spatz trifft die Latte)
Zeitstrafen: 4 – 3 (Jansen, Flohr, G. Gille 2x – Jakobsson, Kneer, Liebald)
Schiedsrichter: Ronny Dedens / Nico Geckert (Magdeburg)
Spielfilm: 1:0 (3.), 2:1 (5.), 4:2 (7.), 6:4 (10.), 6:6 (12.), 8:6 (16.), 9:7 (17.), 9:9 (19.), 11:11 (24.), 13:11 (27.), 13:13 (29.), 15:13 (30.) - 16:13 (35.), 17:13 (38.), 17:17 (42.), 21:17 (44.), 22:18 (45.), 23:19 (48.), 26:19 (51.), 26:20 (52.), 30:20 (56.), 31:21 (58.), 31:22 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Ich habe ja schon vor dem Spiel gesagt, dass wir eventuell eine Halbzeit brauchen, um unseren Rhythmus wieder zu finden. So ist es dann auch gekommen und bis zum 17:17 war es eng. Dann hatten wir aber mehr Energie und haben mit einer super Abwehr in der zweiten Hälfte nur neun Gegentore bekommen. Vor allem freut mich, dass Mimi und Marcin wieder gespielt haben und dass ich alle Spieler einsetzen konnte. Mimi braucht noch etwas Zeit und wir werden ihn langsam aufbauen, weil wir wissen, dass wir ihn in den kommenden Spielen noch dringend brauchen werden. Der Sieg heute war sehr wichtig, vor allem wegen der vielen Spiele, die in den nächsten Wochen noch auf uns zukommen.“
Peter David (Trainer TV Grosswallstadt): „Glückwunsch an den HSV. Sie haben über 60 Minuten eine gute Leistung gezeigt und eine sehr gute 3:2:1-Deckung gespielt. Bis zum 17:17 haben wir gut mitgehalten. Aber insgesamt haben wir 16 technische Fehler gemacht, die der HSV bestraft und uns auseinander genommen hat. Damit haben sie auch verdient gewonnen.“
Martin Schwalb (Präsident HSV Handball): „Ich habe mich gefreut, dass wir in der zweiten Hälfte so gut zulegen konnten. Aber ich freue mich auch über unsere vielen Fans, die heute Abend in die Halle gekommen sind, um uns zu unterstützen. Kompliment aber auch an den TVG, der ein unangenehmer Gegner ist und uns das Leben bis zur 40. Minute sehr schwer gemacht hat.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „In meinen Augen ist es ein guten Zeichen, dass wir nach hinten raus immer mehr Tempo machen konnten. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können, wenn wir dem Gegner mit unseren Tempogegenstößen den Zahn ziehen.“
Marcin Lijewski (Rückraumrechts HSV Handball): „Zunächst einmal freue ich mich über die zwei Punkte, aber dann auch darüber, dass ich mit dabei sein konnte. Ich habe gemerkt, mir fehlt noch etwas Kraft und Tempo. Ich muss aber auch dem Gegner ein großes Lob aussprechen, der für seine vielen Verletzten gut dagegen gehalten hat.“
Michael Kraus (Rückraummitte HSV Handball): „Der TVG hat sehr geduldig gespielt und mit seiner Disziplin in der Deckung und seinen Gegenstößen sehr clever agiert. Wir haben aber ab der 40. Minute den Braten gerochen und sind davon gezogen. Ich bin sehr froh, dass ich die ersten Minuten der Saison spielen konnte.“
Notizen zum Spiel:
- Die C-Jugend gewann das Vorspiel gegen Eintracht Hildesheim mit 38:31 (16:10).
- Vor dem Spiel überreichte der Hamburger Schwimmverband einen Scheck in Höhe von 1.700 € an UNICEF. Das Geld wurde bei einem 24-Stunden-Benefiz-Schwimmen eingenommen und kommt dem Bildungsprogramm „Schulen für Afrika“ zugute.
- Hans Lindberg erzielte mit seinem ersten Treffer zum 3:1 in der 6. Minute sein 1400. Pflichtspiel-Tor für den HSV.
- Das achte Tor des Dänen in der 54. Minute zum 28:20 war bereits sein 900. HBL-Tor im Trikot des Meisters.
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