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04.09.10 HSV-Sieg im Jubiläums-Heimspiel

Hamburger gewinnen mit 32:27 (18:12) gegen Magdeburg
Für den HSV Handball geht es erfolgreich in der TOYOTA Handball-Bundesliga weiter: Bei ihrem dritten Saisonauftritt feiern die Hamburger einen 32:27 (18:12)-Erfolg gegen den SC Magdeburg. Mit dem Sieg gegen den Tabellenvierten macht das Team von Trainer Martin Schwalb zwei weitere Plätze in der Rangliste gut und positioniert sich nun an fünfter Stelle. Der Schlüssel zum Sieg war einmal mehr das Tempospiel, mit dem die Hamburger ihre frühe Führung weiter ausbauten. Zudem überzeugte Per Sandström mit fünf gehaltenen Siebenmetern. Beim Endstand von 32:27 wurde Hans Lindberg mit elf Toren, davon zwei Siebenmeter, zum besten Werfer. Marcin Lijewski erzielte zehn Tore. Als Jubiläumsgeschenk zum 150. Heimspiel in der O2 World Hamburg, vormals Color Line Arena, überreichte HSV-Vizepräsident Dierk Schmäschke vor der Partie O2 World Hamburg-Geschäftsführer Uwe Frommhold ein HSV-Trikot. Im Gegenzug gab es für den HSV von der O2 World Hamburg einen Scheck über 1.500,- € für die Jugendabteilung.
Mit Tempo zur schnellen Führung
Den 8.677 Zuschauern in der O2 World Hamburg zeigte der HSV Handball eine ganz klare Botschaft auf: Der SC Magdeburg sollte bezwungen werden. Entsprechend traten die Hamburger auf. Anfangs mit Michael Kraus als Mittelmann gestalteten die Gastgeber ihr Angriffsspiel mit Intelligenz. Mit hohem Tempo wurde Druck auf die Magdeburger Abwehr aufgebaut und geduldig auf die Torchance gewartet. Stark im Abschluss zeigte sich in der ersten Hälfte vor allem Marcin Lijewski, der sowohl aus dem Rückraum als auch von Rechtsaußen traf. So drehten die Hamburger einen anfänglichen Rückstand (1:2, 3. Minute) schnell in eine Vier-Tore-Führung (9:5, 11.), die sie durchweg souverän und mit viel Tempo verteidigten. In der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs führte Domagoj Duvnjak seinen Job als Spielgestalter aus. Zweimal binnen zwei Minuten fischte der Kroate den Magdeburgern den Ball weg und leitete zum Gegenstoß ein. Er selbst traf dabei zum 16:12 (28.), Hans Lindberg erhöhte ein weiteres Mal. Dass sich der Vorsprung am Ende der ersten Hälfte noch einmal vergrößerte, war Per Sandström zuzuschreiben, der im Siebenmeterduell gegen Robert Weber die Oberhand behielt. Den Schlusspunkt setzte der erfolgreichste Schütze im ersten Durchgang: Mit seinem siebten Treffer markierte Marcin Lijewski das 18:12 (30.)
Per Sandström hält fünf Siebenmeter
Im zweiten Durchgang blieb Per Sandström, der erst eine Minute vor dem Seitenwechsel zum Einsatz kam, zwischen den Pfosten und glänzte kurz nach dem Wiederanpfiff mit einem weiteren gehaltenen Siebenmeter. Obgleich der Schwede in der 40. Minute auch ein drittes Mal Sieger im Siebenmeterduell, erneut gegen Robert Weber, blieb, konnte dieser im Nachsetzen den Abstand auf 21:18 (41.) verkürzen. Doch der HSV setzte weiter nach. In Unterzahl erhöhten Marcin Lijewski und Domagoj Duvnjak auf 26:20 (44.). Und der HSV nahm weiter Fahrt auf. Mit guter Deckungsarbeit und einem gut aufgelegten Per Sandström zwischen den Pfosten erarbeiteten sich die Gastgeber Ball für Ball und zogen im Gegenstoß davon. Viermal in Folge konnte auf diese Weise Hans Lindberg glänzen und die Führung auf 30:22 (51.) ausbauen. Am Ende konnte sich der SCM dann noch ein Mal heran kämpfen, den Endstand von 32:27 hielt am Ende dann Per Sandström mit seinem fünften und letzten gehaltenen Siebenmeter in der Schlusssekunde fest. Bester Werfer der Partie wurde Hans Lindberg mit 11 Treffern, davon zwei Siebenmeter.
HSV Handball: Bitter (7 Paraden, 1.-29.); Sandström (14/5 P., 29.-60.);
Lindberg 11/2, M. Lijewski 10, Duvnjak 4, Kraus 2, Vori 2, Lackovic 1, Flohr 1, Hens 1, Jansen, B. Gille, G. Gille, Schröder n.e.
SC Magdeburg: Eijlers (16 P., 1.-60.); Schulz n.e.; |
Coßbau 5/3, Natek 4, Weber 4/2, van Olphen 3, Grafenhorst 3, Jurecki 3, Landsberg 2, Doborac 1, Balogh 1, Tönnesen 1, Wiegert
Siebenmeter: 2/3 – 5/10 (Lindberg schießt an die Latte – Sandström bleibt drei Mal Sieger gegen Weber und pariert gegen Tönnesen und Coßbau)
Zeitstrafen: 5 – 6 (Vori, Lackovic, M. Lijewski, Lindberg, B. Gille – Grafenhorst 2x, Landsberg, Natek, Weber, Jurecki)
Schiedsrichter: Ralf Damian / Frank Wenz (Mainz / Bingen)
Spielfilm: 0:1 (2.), 1:1 (2.), 1:2 (3.), 3:2 (4.), 4:4 (7.), 7:4 (9.), 9:5 (12.), 10:7 (17.), 12:7 (18.), 12:9 (21.), 14:10 (24.), 14:12 (25.), 18:12 (30.) - 19:12 (31.), 19:14 (32.), 20:14 (33.), 20:17 (37.), 21:18 (40.), 23:18 (41.), 24:19 (42.), 27:20 (46.), 28:22 (48.), 30:23 (54.), 31:24 (56.), 32:24 (57.), 32:27 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Ich habe heute gesehen, dass wir sehr stabil ins Spiel gegangen sind. Wir haben uns von Beginn an viele Bälle erarbeitet. Man kann jetzt nicht erwarten, dass man den SCM mit 25 Toren aus der Halle schießt – das wussten wir auch. Aber wir haben Magdeburg in der zweiten Hälfte stetig auf Abstand gehalten, von daher bin ich zufrieden. Im Gesamten haben wir sehr stabil agiert, die Abwehr und Pelle haben das Spiel gewonnen.“
Frank Carstens (Trainer SC Magdeburg): „Heute haben wir gelernt, dass nach einer Überraschung die weiteren Mannschaften gewarnt sind. Wir haben aber auch nicht die Leistung von Flensburg gebracht. Die Bälle, die wir uns erarbeitet konnten, haben wir zuverlässig weggeworfen. So kann man bei einem Spitzenteam natürlich nicht gewinnen. Der HSV hat sich aber auch immer mehr freigespielt, und wir haben unseren Teil als freundlicher Gast dazu geleistet.“
Marcin Lijewski (Rückraumspieler HSV Handball): „Es war nicht leicht, das wussten wir von Anfang an. Je höher die Führung war, desto lockerer konnten wir an die Sache heran gehen. Und auch als Magdeburg wieder etwas heran kam, wussten wir einfach, dass wir heute nicht verlieren können.“
Per Sandström (Torhüter HSV Handball): „Ich habe mich bestens gefühlt. Und wenn es bei der Mannschaft insgesamt gut läuft, sehe ich auch immer gut aus. Manchmal kannst Du alles richtig machen, aber der Ball geht trotzdem rein. Heute hat es aber alles gepasst.“
Notiz zum Spiel:
- Torsten Jansen und Per Sandström sind am Montag, 6. September, gemeinsam mit ihrem Sportlichen Leiter, Christian Fitzek, beim Sommerfest des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein zu Gast. Das Fest beginnt um 18.00 Uhr im BeachCenter des OSP am Alten Teichweg.
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