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18.10.08 HSV siegt in Lemgo 34:30 (14:13)

In einer spannenden TOYOTA Handball-Bundesliga-Partie bezwingt der HSV Handball den TBV Lemgo 34:30 (14:13). Im Gerry Weber Stadion lieferten sich die Teams vor 7.800 Zuschauern ein kompromisslos geführtes Duell, in dem lange Zeit die Abwehrreihen dominierten. Die ersten sechs Tore des HSV erzielte Torsten Jansen. Der Hamburger Linksaußen war mit neun Treffern, darunter drei Siebenmeter erfolgreichster Akteur der Partie.

Torsten Jansen mit sehr gutem Start

Einen sehr guten Auftakt vor 7.800 Zuschauern im Gerry Weber Stadion erwischte Torsten Jansen. Hamburgs Linksaußen erzielte die ersten sechs Tore seines Teams in der TOYOTA Handball-Bundesliga-Partie beim TBV Lemgo, darunter drei Siebenmeter (4:6, 17. Minute). Strafwürfe verteilten die Schiedsrichter Bernd und Harald Andler in den ersten Minuten nämlich reichlich. Die Abwehrreihen dominierten das Spielgeschehen, so dass vier der ersten fünf Treffer der Partie von der Strafwurflinie fielen (2:3, 12.). Aus der kompakten und konzentrierten Defensive spielte der HSV flüssig nach vorn. Als allerdings in der 20. Minute Guillaume Gille beim Stand von 8:5 für den HSV die Rote Karte sah, kamen die Lemgoer heran. Der HSV-Kapitän hatte Jens Bechtloff bei einem Gegenstoßversuch aufgehalten und musste deswegen vorzeitig duschen. Die Gastgeber erzielten wenig später den Ausgleich zum 8:8 (22.). Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der keines der Teams davonziehen konnte. Mit einem knappen 14:13-Vorsprung für die Hamburger verabschiedeten sich die Teams in die Halbzeitpause.   

HSV feiert verdienten Sieg

Auch im zweiten Spielabschnitt zeigte die Mannschaft von HSV-Trainer Martin Schwalb eine konzentrierte Abwehrleistung. Oftmals zwang die massive Deckung die Lemgoer zu schwachen Torabschlüssen. HSV-Keeper Johannes Bitter parierte insgesamt 14 Würfe der Gastgeber. Mit zwei bis drei Toren behielten die Hamburger lange Zeit eine sichere Führung. Bertrand Gille, der immer wieder gut am Kreis herausgespielt wurde, erzielte unter anderem das 22:19 in der 44. Minute. Kurze Zeit später glichen die Lemgoer zwar nach drei Treffern in Folge zum 25:25 aus, doch die Chance zu einer Wende ließ der HSV nicht zu. Bertrand Gille mit zwei Toren (51., 53.) und Krzysztof Lijewski (52.) stellten den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Die Hamburger spielten die letzten Minuten souverän und konzentriert zu Ende. In der Schlussminute sorgte Torsten Jansen für den 34:30-Endstand. Der Linksaußen war mit neun Toren, darunter drei Siebenmeter, bester Werfer des Spiels.

TBV Lemgo: Lichtlein (9/1 Paraden, 1.-40.); Zereike (0 P., 40.-48.), Galia (1 P., 48.-60.);
Hermann 7, Kraus 5/1, Geirsson 5/3, Mocsai 4, Preiß 3, Bechtloff 2, Schmetz  2/2, Kehrmann 1, Kaufmann 1, Kubes, Strobel n.e., Svavarsson n.e.,

HSV Hamburg: Bitter (13/1 Paraden, 1.-60.); Sandström n.e.;
Jansen 9/3, B. Gille 7, Lackovic 6, K. Lijewski 4, M. Lijewski 4, Lindberg 3, Torgovanov 1, G. Gille, Flohr, Grimm, Schröder n.e., Niemeyer n.e., Grundsten n.e.,

Siebenmeter:  6/8 – 3/5 (Bitter pariert gegen Kraus, Bitter pariert gegen Geirsson – Lindberg an die Latte, Jansen scheitert an Lichtlein)

Strafminuten:  3 – x  (Kubes 2 x, Kraus – K. Lijewski 2x, G. Gille, Torgovanov)

Rote Karte: Guillaume Gille (HSV, 20., Notbremse)

Spielfilm: 1:0 (4.), 1:1 (5.), 1:2 (8.), 2:3 (12.), 2:5 (14.), 4:5 (16.), 4:7 (18.), 5:8 (19.), 8:8 (22.), 8:9 (23.), 11:12 (27.), 12:13 (29.), 13:14 (30.) – 13:15 (31.), 15:15 (34.), 15:17 (35.), 18:20 (42.), 21:23 (46.), 22:25 (47.), 25:25 (50.), 25:28 (53.), 27:30 (56.), 29:32 (58.), 30:33 (60.), 30:34 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir wollten großes Augenmerk auf die Abwehr legen und im Angriff gute Spielzüge zeigen. In der ersten Hälfte ist uns das mit normalem Erfolg gelungen. Im zweiten Spielabschnitt haben wir das sehr gut gemacht und tolle Tore herausgespielt. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man den Gegner in Bewegung bekommt. Wir freuen uns sehr über diesen Auswärtssieg.“

Markus Baur (Trainer TBV Lemgo): „Es war ein verdienter Erfolg für den HSV. Wir wollten aus der kompakten Abwehr die Hamburger unter Druck setzen. Nur standen wir nicht da, wo die Bälle hinkamen. Im Laufe des Spiels sind wir durch unsere Unsicherheit zu offensiv geworden. Beim 25:25 hatten wir die Chance, das Spiel zu drehen. Aber wir haben den Abschluss gesucht, wo er nicht möglich war. Dadurch haben wir den Hamburgern geholfen, wieder einen sicheren Abstand zu erzielen.“

Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Hamburg): „Es freut mich sehr, dass die gute Arbeit von Martin Schwalb jetzt auch zählbare Ergebnisse zeitigt.“

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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