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01.06.11 HSV siegt und nimmt die Meisterschale entgegen



Hamburger gewinnen mit 38:33 (19:15) gegen TBV Lemgo
In seinem letzten Heimspiel der Saison 2010/2011 verabschiedet sich der HSV Handball von seinen Fans mit einem Sieg und mit der Meisterschale: Am vorletzten Spieltag der TOYOTA Handball- Bundesliga setzen sich die Hamburger mit 38:33 (19:15) gegen den TBV Lemgo durch. Anschließend nahm der frischgebackene Deutsche Meister, angeführt von seinen Kapitänen Guillaume Gille und Pascal Hens, in einer feierlichen Zeremonie die Meisterschale von HBL-Präsident Reiner Witte entgegen. Doch bereits vor der Partie gab es einen emotionalen Augenblick: In Gedenken an den verstorbenen Teamkollegen Oleg Velyky, liefen die HSV-Handballer in Aufwärm-Shirts mit der Nummer 10 und der Aufschrift „Oleg Velyky – Immer bei uns“ auf. Für diese Geste stellten die Hertz Autovermietung sowie nh Hoteles ihre Sponsoring-Fläche auf den grauen Oberteilen zur Verfügung. Im Spiel sorgte anschließend die große Anzahl an Treffern für Begeisterung bei den Fans. Bester Werfer der Partie wurde am Ende Pascal Hens mit sieben Treffern.
HSV glänzt mit Spiel über den Kreis
13.296 Zuschauer in der ausverkauften O2 World Hamburg bekamen die Spieler des HSV Handball zunächst alle mit der gleichen Rückennummer zu sehen: Beim Aufwärmen kleideten die Handballer die üblichen Aufwärmshirts, die jedoch ausnahmsweise die Nummer 10 und die Aufschrift „Oleg Velyky – Immer bei uns“ trugen. Mit der Unterstützung der Hertz Autovermietung und nh Hoteles, die ihre Sponsoring-Fläche auf den T-Shirts zur Verfügung stellten, konnte auf diese Weise der im Januar 2010 verstorbene Oleg Velyky am Tag der offiziellen Meisterschafts-Zeremonie teilhaben. Mit zwei schnellen Toren starteten die Hamburger dann in die Partie des vorletzten Spieltags. Mit den aus dem Positionsangriff herausgespielten Treffern von Bertrand Gille und Pascal Hens ging der HSV früh in Führung (2:0, 2. Minute). Die Gastgeber trafen dabei auf eine offensive Lemgoer Defensivformation. Der TBV zog jedoch schnell nach und zunächst sogar vorbei, so dass nach acht Minuten ein 3:5 aus Sicht der Hamburger zu Buche stand. Der HSV schaltete jedoch fortan einen Gang höher. Mit viel Tempo nach vorn legte der Deutsche Meister wieder nach und übernahm erneut die Führung im Spiel. Per Sandström, der von Beginn an im Tor stand, legte dabei mit sechs gehaltenen Bällen in der ersten Viertelstunde, davon ein Siebenmeter, den Grundstein für den zwischenzeitlichen 8:6-Vorsprung (12.) der Hamburger. Und auch in Unterzahl zeigten sich die Hamburger sicher, vor allem im Zusammenspiel über den Kreis, von wo Bertrand Gille zunächst zum 11:9 (17.) traf und später in Vollbesetzung den ersten Vier-Tore-Vorsprung des HSV markierte (14:10, 21.). Fortan verteidigten die Gastgeber diesen Abstand mit einer 6:0-Defensive, einem gut aufgelegten Torhüter, viel Tempo nach vorn und sicheren Abschlüssen. Zur Halbzeitpause stand ein 19:15 auf der Anzeigentafel, Bertrand Gille traf dabei fünf Mal.
Nach Sieg gegen Lemgo nimmt der HSV die Meisterschale in Empfang
In den zweiten Durchgang startete der frisch eingewechselte Stefan Schröder mit zwei schnellen Treffern. Ebenso schnell zeigten sich die Hamburger weiterhin im Spiel nach vorn. Diverse Gegenstöße in den ersten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff ließen die Gastgeber ihre Führung weiter ausbauen. Mit einem aus dem Lemgoer Positionsangriff abgefangenen Ball sprintete so zum Beispiel Torsten Jansen im Alleingang Richtung TBV-Gehäuse und markierte den ersten Sieben-Tore-Vorsprung des HSV (26:19, 39.). Mit ihrer Defensivvariante der ersten Hälfte zeigten sich die Gastgeber auch weiterhin erfolgreich und hatten mit Sandström, der im Gegenstoß gegen Sebastian Schneider als Sieger hervor ging, weiterhin einen sicheren Mann zwischen den Pfosten. Obgleich jedoch der TBV immer wieder die Möglichkeit hatte, sich vor allem in Person von Holger Glandorf und Martin Strobel heran zu kämpfen, hatte der HSV stets die passende Antwort parat. Schlag auf Schlag fielen auf beiden Seiten die Treffer, so dass zehn Minuten vor dem Abpfiff beim 31:28 (50.) bereits 59 Tore gefallen waren. Bis zum Ende legten die Hamburger noch einmal nach. Zum 38:31 (58.) traf Geburtstagskind Domagoj Duvnjak per Kempa-Trick hinter dem Rücken. Daraufhin feierten die Fans den Deutschen Meister bereits Minuten vor dem Abpfiff mit „Oh wie ist das schön“-Gesängen. Am Ende sicherte sich der HSV mit 38:33 (19:15) einen letzten Heimspielsieg. Nach der Partie nahmen die Hamburger von HBL-Präsident Reiner Witte die Meisterschale in Empfang. Bester Werfer im letzten Heimspiel war Pascal Hens mit sieben Toren.
HSV Handball: Per Sandström (22/1 P., 1.-17., 20.-60.); Johannes Bitter (17.-20.);
Hens 7, B. Gille 6, Vori 5, Lindberg 5/3, Schröder 3, K. Lijewski 3, Jansen 3, G. Gille 2, M. Lijewski 2, Duvnjak 1, Flohr 1, Schliedermann, Kraus n.e., Lackovic n.e.
TBV Lemgo: Lichtlein (1.-25.); Galia (6 P., 25.-60.);
Strobel 6, Smoler 5, Glandorf 5, Theuerkauf 4, Liniger 3/1, Preiß 2, Bechtloff 2, Datukashvili 2, Schneider 2, Haenen 2/1, Ilyés, Link
Siebenmeter: 3/3 – 2/4 (Sandström pariert gegen Theuerkauf, Lininger wirft an die Latte)
Zeitstrafen: 1 – 3 (Jansen – Ilyés, Smoler, Preiß)
Schiedsrichter: Colin Hartmann/ Stefan Schneider (Magdeburg)
Spielfilm: 2:0 (2.), 2:1 (3.), 3:1 (4.), 3:5 (8.), 7:5 (12.), 7:6 (12.), 8:6 (13.), 8:7 (14.), 9:7 (15.), 9:9 (16.), 11:9 (17.), 11:10 (19.), 14:10 (21.), 14:11 (21.), 15:11 (22.), 15:12 (23.), 16:12 (24.), 16:13 (24.), 18:13 (27.), 18:14 (29.), 19:14 (29.), 19:15 (30.) – 20:15 (32.), 20:16 (33.), 22:16 (34.), 22:18 (36.), 24:18 (37.), 24:19 (38.), 26:19 (39.), 26:22 (41.), 27:22 (43.), 27:23 (44.), 28:23 (45.), 29:24 (46.), 29:26 (48.), 30:27 (49.), 31:27 (50.), 31:28 (52.), 33:28 (52.), 33:29 (53.), 35:29 (55.), 35:30 (56.), 38:30 (58.), 38:33 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir freuen uns riesig. Das macht riesigen Spaß. Das ist es, was wir immer wollten und wir haben es letztlich erreicht. Es ist einfach so viel Freude und so ein ganz großer Moment, die Schale in den Händen zu halten. Und da merkt man, was alle beim HSV – vom Team über die medizinische Abteilung und die Geschäftsstelle – dafür geleistet haben, wird heute belohnt. Das wollen wir jetzt mit den Fans feiern.“
Volker Mudrow (Trainer TBV Lemgo): „Der HSV hat verdient gewonnen, obwohl wir uns mit 33 Toren in Hamburg noch ganz gut aus der Affäre gezogen haben. Der HSV ist 100-prozentig verdient Deutscher Meister geworden. Die HBL-Tabelle lügt nie. Im Namen des TBV gratuliere ich recht herzlich, denn wir wissen auch, dass dieser Titel nicht einfach zu holen ist. In Hamburg hat man seit Jahren sehr akribisch daran gearbeitet und jetzt ist es soweit und da ist es auch schön, den Titel zu feiern.“
Stefan Schröder (Rechtsaußen HSV Handball): „Das ist etwas ganz Spezielles, die Schale in den Händen zu halten und sie zu spüren. Und so gefeiert zu werden und zu sehen, wie die Fans und die Spieler sich wie die kleinen Kinder freuen. Das ist ein ganz besonderer Moment. Das habe ich in meinem Handballer-Leben noch nie erlebt.“
Dierk Schmäschke (Vize-Präsident HSV Handball): „Wir haben jetzt erreicht, wo alle beim HSV Handball drauf hin gearbeitet haben. Das spürt man wirklich und von den Fans kommt auch so viel zurück. Ich bin sehr stolz darauf. Ich habe selten so etwas Emotionales erlebt, wie diese Deutsche Meisterschaft.“
Andreas Rudolph (Präsident HSV Handball): „Ich danke dem TBV Lemgo für die Glückwünsche und das sehr gute Handballspiel. Das war Werbung für unseren Sport. Natürlich sind wir sehr stolz auf die Deutsche Meisterschaft. Wir hatten quasi zwei Wochen Zeit, diese Last von unseren Schulten zu nehmen, und jetzt ist da in erster Linie Glück und Dankbarkeit für jeden Einzelnen, der für diesen Titel gearbeitet hat.“
Notiz zum Spiel:
- Vor dem Anpfiff verabschiedete der HSV Handball in Person von Andreas Rudolph und Aufsichtssmitglied Fritz Bahrdt offiziell Per Sandström, Krzysztof Lijewski, Vize-Präsident Dierk Schmäschke, Co-Trainer Goran Stojanovic sowie Martin Schwalb, der in der kommenden Saison auf den Posten des Geschäftsführers beim HSV Handball wechselt. Die beiden Spieler erhielten ein gerahmtes Trikot, die HSV-Funktionäre bekamen eine Foto-Collage geschenkt. Beim Spiel in Balingen am kommenden Sonnabend sind alle fünf noch mit von der Partie.
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