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21.10.08 HSV steht im Pokal-Achtelfinale!

Hans Lindberg war im Dutzend erfolgreich

Der HSV Handball feiert mit einem 36:27 (22:14)-Sieg beim TV Grosswallstadt den Einzug in die vierte DHB-Pokalrunde. In der Sparkassen-Arena in Elsenfeld dominierten die Gäste das Spielgeschehen vor 1.112 Zuschauern von Beginn an. Aus einer konzentrierten Abwehr zeigte das Team gelungene Spielzüge und nutzte seine Torchancen konsequent. Mit zwölf Treffern war Hans Lindberg erfolgreichster Torschütze der Partie. Der Däne traf dabei siebenmal von der Strafwurflinie

Souveräne Hamburger Halbzeitführung

Die dritte DHB-Pokalrunde führte den HSV Handball nach Elsenfeld zum TOYOTA Handball-Bundesliga-Duell mit dem TV Grosswallstadt. Vor 1.112 Zuschauern präsentierte sich das Team von Trainer Martin Schwalb von Beginn an konzentriert und baute das Spiel aus einer sicheren Abwehr auf. Zwischen den Erstligisten entwickelte sich in den ersten Minuten ein munteres Spiel: 3:3 hieß der Zwischenstand in der 5. Minute. Der HSV schaffte es von da an, sich immer weiter abzusetzen: von einem 5:3 (7. Minute), über 11:7 (12.) auf 14:9 (18.) bauten die Hamburger ihre Führung kontinuierlich aus. Zwar kamen die Grosswallstädter zwischenzeitlich, nach drei Treffern in Folge durch Einar Holmgeirsson, wieder auf 12:14  heran (21.), doch mit einer konsequenten Chancenauswertung gelang es den Hamburgern, durch jeweils zwei Tore von Hans Lindberg (24./25.) und Marcin Lijewski (22./25.), erneut davon zu ziehen (18:12). 22:14 hieß es dann beim Pausensignal für die Gäste. Rechtsaußen Hans Lindberg erzielte in der ersten Hälfte acht Treffer, darunter vier Siebenmeter.

Im Schlussspurt zum deutlichen Sieg

Nach der Pause kamen die Gastgeber mit viel Elan aus der Kabine und arbeiteten sich heran (18:23, 37.). Per Sandström löste daraufhin Johannes Bitter im Hamburger Tor ab und führte sich mit zwei Paraden gut ein. Torsten Jansen (38.) und Marcin Lijewski mit einem Doppelschlag (39./40.) bauten den Vorsprung wieder auf acht Tore aus (26:18). Die Grosswallstädter versuchten nun, den HSV mit einer offensiveren Deckung zu stören, und konnten den Rückstand wieder verkürzen (23:28, 47.). Der HSV nutzte jedoch in den entscheidenden Momenten seine Torchancen: So trafen Blazenko Lackovic zum 29:23 (48.) und Torsten Jansen zum 30:25 (50.). Nachdem Johannes Bitter einen Siebenmeter von Michael Spatz pariert hatte - den zweiten des Nationaltorhüters im Spielverlauf - setzten sich die Gäste noch weiter ab. Dem TVG gelang lediglich noch ein Treffer durch Jens Tiedtke (27:33, 56.), während der HSV mit drei abschließenden Toren den 36:27-Erfolg perfekt machten. Hans Lindberg schraubte seine Bilanz auf zwölf Tore, davon sieben Siebenmeter. Der Däne avancierte damit zum besten Spieler der Drittrunden-Partie.

TV Grosswallstadt: Andersson (5 Paraden, 1.-30.); Rominger (7 P., 31.-60.);
Tiedtke 5, Müller 5, Zdrahala 5, Holmgeirsson 4, Köhrmann 2, Kunz 2/1, Spatz 2/1, Larsson 1, Schmeißer 1, Kneer, Reuter

HSV Hamburg: Bitter (15/2 P., 1.-38., 48.-60.); Sandström  (2 P., 38.-48.);
Lindberg 12/7, M. Lijewski 8, Lackovic 6, B. Gille 3, Jansen 3, K. Lijewski 2, Torgovanov 1, Grimm 1, G. Gille, Niemeyer, Flohr, Schröder n.e., Grundsten n.e.

Siebenmeter: 2/4 – 7/7 (Bitter pariert gegen Kunz, Bitter hält gegen Spatz)

Strafminuten:  4 – 5 (Kneer 2x, Larsson, Kunz – B. Gille 2x, M. Lijewski, Torgovanov, Niemeyer)

Spielfilm: 0:1 (1.), 2:1 (3.), 3:2 (5.), 3:5 (7.), 4:6 (8.), 4:7 (9.), 5:8 (10.), 6:8 (10.), 7:9 (12.), 7:11 (12.), 9:11 (14.), 9:14 (18.), 12:14 (21.), 12:18 (25.), 13:18 (25.), 13:21 (28.), 14:22 (30.) – 15:22 (32.), 15:23 (33.), 18:23 (37.), 18:26 (40.), 19:27 (42.), 21:27 (43.), 23:29 (48.), 25:29 (49.), 26:30 (50.), 26:33 (55.), 27:34 (56.), 27:35 (58.), 27:36 (60.)

Stimmen zum Spiel: 

Michael Roth (Trainer TV Grosswallstadt): „Wenn man erste Halbzeit in der eigenen Halle 22 Tore kriegt, ist das entscheiden. Wir haben quasi ohne Abwehr gespielt und nicht das kämpferische Spiel wie beim letzten Mal geliefert. Der HSV ist jetzt deutlich weiter als vor einem Monat und spielt mit viel Selbstvertrauen. Wir sind zu brav und das hat der HSV perfekt ausgenutzt. In der zweiten Halbzeit wollten wir aggressiver werden. Das ist uns gut gelungen. Dann haben wir aber Big Points ausgelassen. Das ist Pokal - da muss man alles probieren. Die Moral war in der zweiten Halbzeit da, aber die Leichtigkeit der ersten Spiele ist ein bisschen verloren gegangen. Jetzt gilt es am Sonnabend, Nordhorn niederzukämpfen. Wir brauchen dringend die zwei Punkte.“

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir freuen uns, dass wir eine Runde weiter sind. Das Ergebnis ist ein bisschen zu hoch ausgefallen. Nichts desto trotz glaube ich, dass wir verdient gewonnen haben. In der ersten Halbzeit haben wir sehr engagiert gespielt und viel Druck aufs Tor gemacht hatten. In der Abwehr hatten wir kleine Problemchen. Aber im Großen und Ganzen hat die Mannschaft sehr engagiert gearbeitet und gezeigt, dass wir in die nächste Runde kommen wollten. In der zweiten Hälfte mussten wir einige brenzlige Situationen überstehen, die das Ergebnis nicht widerspiegelt."

Krzysztof Lijewski (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Ich freue mich, dass wir gewonnen haben. In erster Linie bin ich aber kaputt. Ich hoffe, dass wir in der nächsten Runde ein Heimspiel haben und nicht wieder so weit reisen müssen. Wir wussten, dass der Gegner stark ist. Aber wir haben gezeigt, dass uns kein Gegner zweimal schlägt.“

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Wir haben heute sehr gut gespielt. Nach der Niederlage vor ein paar Wochen haben wir heute gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft sind. Ich habe mich gut gefühlt, die Mannschaft hatte eine gute Energie."

Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Hamburg): „Wenn man die Mannschaft heute sieht, wird mir schwummerig bei dem Gedanken, wo wir stehen würden, wenn wir im Sommer zusammen trainiert hätten. Aber das sind Gedankenspiele. Die Mannschaft gibt ganz anderes Bild ab als beim letzten Spiel in Grosswallstadt. Sie strahlt Selbstvertrauen aus. Mannschaft und Trainer arbeiten derzeit sensationell.“ 

Notizen zum Spiel:

  • Die Auslosung des Achtelfinales im DHB-Pokal findet am Sonnabend, 25. Oktober, um 14.30 Uhr in der o2 World Berlin statt. Mike Keller, General Manager der Berliner Arena, zieht die Lose vor dem TOYOTA HBL-Spiel der Füchse Berlin gegen den TBV Lemgo.
  • Martin Schwalb feierte im heutigen Spiel Dienstjubiläum. Der Trainer des HSV Handball trat am 21. Oktober 2005 und somit vor exakt drei Jahren sein Amt in Hamburg an.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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