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20.05.06 HSV unterliegt beim THW Kiel

Der HSV Handball kann auch in der Kieler Ostseehalle über weite Strecken mithalten, verliert aber im Endeffekt dennoch gegen den designierten Deutschen Meister THW Kiel mit 36:33 (15:15). Den Sekt für die 12. Deutsche Meisterschaft können die Kieler damit schon kalt stellen. Dem HSV gelingt nach 2002 leider kein weiterer Punktgewinn in Kiel. Damit rutschen die Hamburger auf Platz Neun der Tabelle. Vor 10.200 Zuschauern in der ausverkauften Ostseehalle war Roman Pungartnik bester Hamburger Torschütze. Er traf grandiose 11 Mal. Zudem zeigte Goran Stojanovic an alter Wirkungsstätte eine hervorragende Leistung. Bei den Gastgebern machten Nikola Karabatic und Henning Fritz eine gute Figur. Karabatic war 10 Mal erfolgreich.
Die Hamburger begannen wie zuletzt furios. Mit der gewohnt offensiven Deckung zwangen sie den THW zu schwierigen Würfen, die dem gut aufgelegten Goran Stojanovic im HSV-Tor keine Probleme bereiteten. Im Angriff zeigte besonders Roman Pungartnik seine Treffsicherheit. Dem HSV gelangen sogar zwei Tore in doppelter Unterzahl. Bis auf 9:4 schraubten die Gäste das Ergebnis in die Höhe. Dann kamen die Kieler besser in Fahrt. Die Hamburger kassierten vier Zeitstrafen in der ersten Hälfte gegenüber keiner auf Gastgeberseite, rieben sich in vielen kleinen Nickligkeiten auf und verloren jetzt durch leichte Fehler zu oft den Ball, was der THW eiskalt ausnutzte. Henning Fritz vernagelte in dieser Phase seinen Kasten. In der 20. Minute erzielte Marcus Ahlm die erste THW-Führung seit langem. Die Partie drohte zu kippen, doch der HSV hielt dagegen. Mit 15:15 ging es in die Pause.
Die Kieler erwischten den besseren Start, gingen über 19:16 (37.) bis auf 22:17 (39.) in Führung. Der heute nicht treffsichere Krzysztof Lijewski wechselte mit Roman Pungartnik. Pungartnik knüpfte nahtlos an die erste Halbzeit an, kam im Endeffekt auf elf Treffer. Nach drei Toren in einer Minute zum 22:20 keimte bei den Gästen erneut Hoffnung auf, doch die Kieler hatten immer die passende Antwort parat, waren beim 30:25 wieder fünf Tore in Front. Dann die beste Phase der Hamburger nach dem Wechsel. Goran und die HSV-Abwehr rührten Beton an und vorne wurden die sich im Prinzip über die gesamte Spielzeit bietenden Chancen genutzt. Beim 31:30 durch Thomas Knorr waren die Hamburger wieder auf Tuchfühlung, doch der Fast-Deutsche Meister aus Kiel bewies zum Ende seine ganze Routine. Beim 35:31 in der 58. waren die Würfel gefallen. Zu viele technische Fehler und eine nicht ausreichende Chancenverwertung kosteten letztendlich einen möglichen Sieg. Zudem kassierten die Hamburger in 60 Minuten 8 Zeitstrafen, die Gastgeber dagegen nur eine.
Im letzten Heimspiel der Saison trifft der HSV am Sonnabend (15 Uhr) in der Color Line Arena auf GWD Minden.
Stimmen zum Spiel
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an den THW Kiel zu den 2 hart erkämpften Punkten. Wir versuchen, uns in jedem Spiel weiterzuentwickeln, das haben wir auch heute gemacht. Wir haben jedoch die Big Points nicht gemacht, sicherlich auch, weil wir heute lange in Unterzahl spielen mussten. Und wir haben nicht zuletzt bei einem Team gespielt, dass nur 4 Minuspunkte über eine Saison kassiert hat. Meine Mannschaft kann stolz auf sich sein, sie hat bis zum Schluss gekämpft und wird ihren Weg weitergehen.“
Noka Serdarusic (Trainer THW Kiel): „Für mich war es keine Überraschung, dass der HSV so stark gespielt und über weite Strecken der ersten Halbzeit geführt hat. Das haben Sie bereits bei Ihren letzten beiden Auswärtsspielen in Flensburg und Magdeburg gezeigt. In der 2. Halbzeit haben wir dann besser gespielt, Henning Fritz hat sehr gut gehalten und letztendlich haben wir verdient gewonnen. Wir brauchen jetzt noch einen Punkt, ich glaube nicht, dass wir die restlichen 3 Partien allesamt noch verlieren werden.“
Bilder der Partie findet Ihr hier.
Spielstatistik
THW Kiel – HSV Hamburg 36:33 (15:15)
THW Kiel: Fritz (13/2 Paraden, 1.-47.), Andersson (3 P., ab 47.); Andersson 2, Hagen n.e., Karabatic 10/4, Lövgren 5, Zeitz 4/1, Lundström 4, Ahlm 3, Kavticnik 8/4, Wagner, Linders n.e.
HSV Hamburg: Stojanovic (13/2 Paraden, 1.- 60.), Wiechers (bei einem 7M); Schröder, Kokir, Jansen 1, Flohr 5/2, Knorr 1, Pungartnik 11, B. Gille 4, G. Gille 3, Lijewski 1, Lavrov 2/2, Hens 3, Rastner 2
Siebenmeter:9/11 – 4/6; (Karabatic, Kavticnik scheitern an Stojanovic – Pungartnik, Lavrov an Fritz)
Strafminuten: 2 – 16; (Lövgren – Flohr, 2x Jansen, Knorr, 2x G. Gille, 2x Schröder)
Schiedsrichter: Lars Geipel/Marcus Helbig (Steuden/Landsberg)
Zuschauer: 10.200 (Ostseehalle)
Spielfilm: 1:0 (3.), 1:4 (6.), 3:6 (9.), 4:9 (13.), 10:9 (20.), 11:11 (25.), 13:12 (25.), 14:14 (28.), 15:14 (29.), 15:15 (HZ), 19:16 (37.), 22:17 (39.), 24:22 (42.), 27:24 (45.), 30:25 (49.), 31:27 (51.), 31:30 (54.), 33:30 (57.), 35:31 (58.), 36:33 (60., EN)
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