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10.05.06 HSV unterliegt unglücklich beim SC Magdeburg

Der HSV Handball bestätigt seine Aufwärtstendenz der letzten Wochen, verliert aber dennoch in einem packenden Krimi gegen den Tabellen-Vierten SC Magdeburg mit 27:29 (13:13). Damit gelingen dem HSV leider nur zwei Saisonsiege gegen den SCM, statt derer erhofften drei. In der Tabelle liegt das Team von Trainer Martin Schwalb weiter auf Rang Acht. Vor 7.800 Zuschauern in der Magdeburger Bördelandhalle war Roman Pungartnik wie zuletzt im Pokal-Halbfinale bester Torschütze gegen die Elbstädter. Er traf neun Mal. Zudem zeigte Henning Wiechers im HSV-Tor eine ansprechende Leistung. Bei den Gastgebern spielte Joel Abati bis zu seiner roten Karte eine gute Partie. Er trug sich 10 Mal in die Torschützenliste ein.

Die Hamburger knüpften in der ersten Halbzeit an die guten Leistungen der letzten Wochen an. In der Abwehr formierten die Gäste ihre gewohnt offensive 3:2:1-Deckung, die den gefürchteten Rückraumschützen des SC Magdeburg das Leben schwer machte. Es entwickelte sich ein Match auf des Messers Schneide. Kein Team wusste sich mit mehr als einem Treffer abzusetzen. Beim 11:10 gingen die Gastgeber erstmal durch Renato Vugrinec in Front. Der HSV hielt aber immer dagegen und erzielte in der 24. Minute den 13:13-Ausgleich. Bis zum Pausenpfiff blieb es bei diesem Spielstand. Insbesondere Henning Wiechers wusste in dieser Phase zu überzeugen.

In der zweiten Halbzeit probierte der SCM sämtliche Varianten, wechselte im Angriff die Positionen, doch die Hamburger hatten stets die richtige Antwort parat. Roman Pungartnik ersetzte Stefan Schröder auf Rechtsaußen, Igor Lavrov entlastete Pascal Hens in der Abwehr. Der HSV spielte sehr ansehnlichen Handball, ging beim 18:20 (43.) erstmals mit 2 Toren in Führung. Beim 21:24 (48.) durch den erneut stark auftrumpfenden Pungartnik erhöhte der HSV sogar auf drei Tore. Kurz darauf kassierte der Magdeburger Joel Abati nach einer Tätlichkeit gegen Guillaume Gille direkt Rot.

Jetzt brannte es in der Bördelandhalle lichterloh, die SCM-Fans stemmten sich gegen die drohende Niederlage und die Hamburger ließen sich durch den Hexenkessel anstecken. G. Gille schraubte das Ergebnis zwar nochmals auf 25:22 (52.), doch danach verloren die Hamburger die Ruhe beim Torabschluss. Johannes Bitter entschärfte jetzt reihenweise HSV-Würfe. In der 57. Minute sorgte Christoph Theuerkauf für die erste Gastgeber-Führung seit langer Zeit. Dann trifft es Krzysztof Lijewski, der bis dahin eine hervorragende Partie als Torschütze und Passgeber ablieferte, mit einer unnötigen Zeitstrafe. Der SCM nutzte dies und erhöhte auf 28:26 (60.). Zwar erzielte Pascal Hens noch einmal den Anschlusstreffer, doch in der letzten Aktion besaßen die Hamburger Pech. Der abgewehrte Wurf vom drei Minuten vor Abpfiff eingewechselten Goran Stojanovic landete im Seitenaus. Yves Grafenhorst sorgte mit dem 29:27-Endstand für die Entscheidung.

Die englischen Wochen finden ihre Fortsetzung. Das nächste Bundesliga-Spiel des HSV findet bereits am Sonntag, den 14. Mai, um 16.00 Uhr statt. Dann gastiert der Champions-League Kandidat VfL Gummersbach in der Hamburger Color Line Arena.

Stimmen zum Spiel

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Glückwunsch an den SC Magdeburg zu diesem hart umkämpften Sieg. Das Spiel bot alles, was ein gutes Handball-Spiel braucht. Ich habe mein Team sehr stark gesehen; die Spieler hatten gute Beine, was bei uns immer ein Indikator für unser Spiel ist. In der ersten Halbzeit hätten wir meiner Meinung nach schon deutlicher in Führung gehen können. Nach der 3-Tore-Führung in der 2. Halbzeit haben wir einige schwere Würfe genommen und nicht immer die optimale Lösung im Angriff gefunden. Insgesamt habe ich aber 52 Minuten lang ein tolles Spiel meiner Mannschaft gesehen. Wir haben uns hier teuer verkauft.“

Ghita Licu (Trainer SC Magdeburg): „Ende gut – alles gut. Wir haben mit 2 Toren gewonnen, das ist, was zählt. Kompliment an meine Mannschaft, sie hat von der ersten bis zur letzten Sekunde gekämpft, das hat sich am Ende ausgezahlt. Wir arbeiten weiter Schritt für Schritt an unserem Spiel, wir machen immer weniger Fehler und ich glaube, dass wir am Ende der Saison unser Ziel erreichen werden. Ich habe während des Spiels die meiste Zeit 9 Spieler beim HSV auf dem Feld gesehen.“

Bilder der Partie findet Ihr hier.

Spielstatistik

SC Magdeburg – HSV Hamburg 29:27 (13:13)

SC Magdeburg: Bitter (13/1 Paraden, 1.- 8., 25.- 60.), Heinevetter (8.- 25.); Bielecki, Tkaczyk 2, Vugrinec 5/1, Kretzschmar 4, Abati 10/7, Theuerkauf 3, Stiebler, Grafenhorst 2, Rojewski 1, Dmytruszynski 1, Atlason, Sigurdsson 1

HSV Hamburg: Stojanovic (1 Parade, 1.-14., 57.- 60.), Wiechers (11/2 P., 14.- 57.); Schröder 3, Jansen 3, Flohr 1, Knorr, Pungartnik 9/4, G. Gille 4, B. Gille 2, Hens 3, Rastner, Lijewski 2, Lavrov   

Siebenmeter:8/11 – 4/6; (Theuerkauf, Abati, Vugrinec - Pungartnik, B. Gille scheitern)

Strafminuten: 6 – 10; (2x Dmytruszynski, Sigurdsson,  – 2x Jansen, 2x G. Gille, Lijewski)

Rote Karte: Abati (50., rüdes Foul an G. Gille)

Schiedsrichter: Holger Fleisch/Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen)

Zuschauer: 7.800

Spielfilm: 0:1 (1.), 3:3 (5.), 4:5 (8.), 6:7 (12.), 8:8 (14.), 9:10 (17.), 11:10 (20.), 12:12 (22.), 13:12 (24.), 13:13 (24., HZ), 14:15 (36.), 16:15 (38.), 18:17 (41.), 18:20 (43.), 21:24 (48.), 22:25 (52.), 25:25 (56.), 25:26 (56.), 26:26 (57.), 28:26 (60.), 28:27 (60.), 29:27 (EN).

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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