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19.05.07 HSV verlor 2 wichtige Punkte

Irgendwann hat jede Serie ein Ende. Nach 22 ungeschlagenen Partien in der Bundesliga verlor der HSV beim Tabellen-8. SG Kronau/Östringen zwei wichtige Punkte im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Der Tabellen-2. unterlag in der Mannheimer SAP-Arena mit 28:30 (12:16). Vor 11.074 Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften einen großen Kampf. Der HSV startete in der 2. Halbzeit eine erfolgreiche Aufholjagd, kam sogar bis auf ein Tor heran, nur der Ausgleich wollte trotz mehrfacher Möglichkeiten nicht fallen. Der Gastgeber zog erneut auf vier Tore davon.
HSV-Trainer Martin Schwalb versuchte alles, nahm in den Schlussminuten den Torwart aus dem Spiel und brachte mit Iwan Ursic einen siebten Feldspieler, doch an der Niederlage der Gäste konnte das nichts mehr ändern. Beste Torschützen beim HSV waren Torsten Jansen und Pascal Hens mit je 6 Treffern, wobei Hens sein erstes Tor erst nach dem Wechsel erzielen konnte.
Nach den ersten Minuten, in denen der HSV hellwach auftrat, ebbte die Konzentration mit fortlaufendem Spielverlauf ab. Die SG kam besser ins Spiel, agierte in der Abwehr bissiger und fand die Lücken in der HSV-Defensive. Martin Schwalb nahm früh eine Auszeit, brachte Goran Stojanovic für Per Sandström im HSV-Tor, Bruno Souza und Krzysztof Lijewski im Rückraum. Doch die Wende, wie noch im Spiel gegen den VfL Gummersbach, brachten diese Maßnahmen nicht. Der Gastgeber setzte sich indes bis auf 13:7 ab. Auch weil der zukünftige HSV-Spieler Oleg Velyky fast nach Belieben traf. Die Hamburger rauften sich aber zusammen und gingen mit einem 12:16-Rückstand in die Kabine.
Den besseren Start in Hälfte Zwei erwischte der HSV, kam Stück für Stück an die Rhein-Neckar Löwen heran. Auch weil die kämpferische Einstellung jetzt einhundertprozentig stimmte. Vor allem Pascal Hens fand zur alten Treffsicherheit zurück. Zwischenzeitlich wurde es in der SAP-Arena hitzig. HSV-Rechtsaußen Stefan Schröder und Kronaus Christian Caillat gerieten aneinander. Beide kassierten Zeitstrafen.
Im Gegenzug verkürzte Lijewski auf 20:21. Der HSV war zurück im Spiel. Mehrfach hatten die Hamburger in Ballbesitz die Chance auf den Ausgleich. Die größte Möglichkeit zu egalisieren, vergab Torsten Jansen vom Siebenmeterpunkt, als der 30-jährige am eingewechselten SG-Keeper Maros Kolpak scheiterte. Stattdessen setzte sich Kronau/Östringen durch drei Treffer in Folge auf 28:24 (57.) ab. Martin Schwalb versuchte alles, nahm den Torwart vom Feld und wechselte Iwan Ursic als siebten Feldspieler ein. Doch mehr als auf zwei Tore konnte der HSV nicht mehr verkürzen.
Finales Bundesliga-Heimspiel gegen den TBV Lemgo
Im finalen Bundesliga-Heimspiel trifft der HSV dann am Sonnabend, 26. Mai, auf den TBV Lemgo (Anwurf 14.15 Uhr, Color Line Arena). Wenige Resttickets für das Spiel gibt es noch unter der Hotline 040/ 300 51 366.
Stimmen zum Spiel
Iouri Chevtsov (Trainer SG Kronau/Östringen): „Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen haben. Meine Mannschaft hatte sich heute viel vorgenommen. Der HSV hat uns zusätzliche Motivation nach dem Pokal-Halbfinale geliefert. Meine Mannschaft hat an sich geglaubt. Das war ein verdienter Sieg.“
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Glückwunsch an die SG Kronau/Östringen. In der 2. Halbzeit haben wir einen großen Kampf geboten. Es hat aber nicht sollen sein. Der THW hat jetzt bereits mehr als eine Hand an der Meisterschale. Dennoch muss ich eines loswerden. Der HSV in dieser Saison sehr viele positive Schlagzeilen gemacht. Wir sind sicher Vizemeister, haben den Europapokal gewonnen und spielen in der nächsten Saison in der Champions League. Ich muss den Hut vor meiner Mannschaft ziehen.“
Spielstatistik
SG Kronau/Östringen - HSV Hamburg 30:28 (16:12)
SG Kronau/Östringen: Szmal (9 Paraden, 1.- 50.), Kolpak (4/1 P., ab 50.);
Velyky 8, Klimovets 6, Gensheimer 6, Jurasik 3, Siniak 3, Haaß 2, Caillat 1, Shelmenko 1, Szlezak, Hrachovec, Bechtold n.e.
HSV Hamburg: Sandström (0 Paraden, 1.- 12., ab 57.), Stojanovic (11 P., 12.- 57.); Jansen 6/3, Hens 6, Pungartnik 5, Yoon 5, Lijewski 2, Souza 2, Knorr 1, G. Gille 1, B. Gille, Schröder, Flohr, Ursic
Siebenmeter: 0/0 – 3/5; (Yoon an den Pfosten, Jansen scheitert an Kolpak)
Strafminuten: 8 – 8; (2x Klimovets, 2x Caillat – Knorr, 2x G. Gille, Schröder)
Schiedsrichter: Bernd Methe/Reiner Methe (Vellmar)
Zuschauer: 11.074 (SAP Arena)
Spielfilm: 1:1 (2.), 4:3 (5.), 6:4 (9.), 7:4 (12.), 9:6 (16.), 11:6 (18.), 13:7 (22.), 14:8 (24.), 15:11 (29.), 16:12 (30., HZ), 17:14 (32.), 20:16 (37.), 21:19 (43.), 21:20 (45.), 22:21 (46.), 24:22 (50.), 26:24 (54.), 28:24 (57.), 30:26 (59.), 30:28 (60., EN)
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