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11.11.09 In heimischer Halle weiter mit weißer Weste

Hamburger mit 35:27 (16:12)-Erfolg gegen Magdeburg

Der HSV Handball bleibt auch nach dem zehnten Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga in der heimischen Color Line Arena ungeschlagen. Vor 9.351 Fans setzten sich die Hamburger mit 35:27 (16:12) gegen den SC Magdeburg durch. In einem über weite Strecken spannenden Spiel gegen den Tabellenzehnten konnte der HSV somit zwei weitere Punkte einfahren und seinen zweiten Tabellenplatz festigen. Bester Werfer der Partie war Domagoj Duvnjak mit sieben Toren.

Umkämpfte erste Hälfte

Mit einer Schweigeminute in Gedenken an den am gestrigen Dienstag verstorbenen Robert Enke, Torhüter von Hannover 96 und Fußball-Nationaltorwart, begann die Partie des HSV Handball gegen den SC Magdeburg. Das Team von Martin Schwalb hatte zwar zu Beginn leichte Startschwierigkeiten, fing sich jedoch schnell wieder. Einen guten Start erwischte vor allem Krzystof Lijewski, der engagiert zu Werke ging und an den ersten Treffern maßgeblich beteiligt war. Beim 1:1 durch Stefan Schröder (2. Minute) lieferte Lijewski das Anspiel an den Kreis, vier Minuten später holte die Hamburger Nummer 19 den Siebenmeter für Hans Lindberg heraus, der zum 2:4 traf, und legte in der 10. Minute zum 6:4 selber nach. Nun drehte der HSV weiter auf. Angefangen von HSV-Torhüter Johannes Bitter, der in der 13. und 14. Minute zwei Siebenmeter hielt, über Matthias Flohr mit seinem zweiten Tempogegenstoßtor zum 11:7 (18.) bis zu Torsten Jansen, der beim 13:8 per Kempa-Trick traf (21.). Die Stimmung in der  Halle war angespannt, denn die 9.351 Fans in der Color Line Arena sahen, wie kampfbereit beide Teams auftraten.  Die Hamburger packten in der Abwehr konsequent zu und gingen mit 16:12 in die Halbzeitpause.

HSV belohnt sich für gute Leistung mit klarem Sieg

In der zweiten Hälfte konnten die Hamburger ihren Vorsprung weiter ausbauen. Mit den Treffern von Torsten Jansen und Krzysztof Lijewski stand nach zwei gespielten Minuten ein Sechs-Tore-Vorsprung auf der Anzeigentafel (18:12), den die Hamburger über zehn Minuten lang beibehielten. Doch auch der Anschluss der Magdeburger zum zwischenzeitlichen 18:21 währte nicht lang (40.). Eine doppelte Unterzahl des SCM gab den Startschuss für einen weiteren Ausbruch der Gastgeber. Nach einer Fünf-Tore-Serie stand für den HSV in der 51. Minute das erste Mal ein Elf-Tore-Vorsprung zu Buche (31:20). Die kompakte HSV-Abwehr sorgte oftmals für die Passivität und Erfolglosigkeit der gegnerischen Offensive. Zudem stellte im Angriff der Gastgeber vor allem Domagoj Duvnjak seine Treffsicherheit unter Beweis. Der kroatische Spielmacher, der die Rolle seines angeschlagenen Kapitäns Guillaume Gille (Steißbeinprellung) bravourös übernahem, avancierte mit sieben Treffern und einer 100%-igen Quote zum besten Werfer der Partie. Über 60 Minuten punkteten die Hamburger verstärkt über das Tempospiel nach vorn und die Aggressivität in der Defensive und sicherten sich damit einen verdienten 35:27 (16:12)-Erfolg.

HSV Hamburg: Bitter (12/2 Paraden, 1.-50.).; Sandström (3 P., 50.-60.);
Duvnjak 7, Schröder 5, Flohr 5, Lindberg 5/5, Jansen 4, Vori 4, K. Lijewski 3, M. Lijewski 1, Hens 1, G. Gille, Schliedermann n.e.,

SC Magdeburg: Eijlers (7/1 P., 1.-49.); Müller (2 P., 49.-60. und für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Jurecki 7, van Olphen 5, Weber 4/1, Grafenhorst 3, Tönnesen 3, Rojewski 2, Theuerkauf 2/1,  Coßbau 1, Böhm, Wiegert, Kabengele, Grohmann n.e., Krause n.e.,

Siebenmeter: 5/6 – 2/4 (Lindberg scheitert an Eijlers – Bitter pariert gegen Rojewski, Bitter bleibt Sieger gegen Grafenhorst)

Zeitstrafen: 6 – 3 (G. Gille 2x, K. Lijewski, Hens, Duvnjak, Jansen – Weber, Jurecki, van Olphen)

Schiedsrichter: Christian Moles / Lutz Pittner (Heddesheim/ Laudenbach)

Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (2.), 1:4 (5.), 4:4 (8.), 6:4 (10.), 7:5 (12.), 8:5 (14.), 10:7 (17.), 12:7 (19.), 13:8 (21.), 13:10 (26.), 14:11 (29.), 16:11 (30.), 16:12 (30.) – 17:12 (31.), 18:12 (33.), 20:14 (35.), 20:16 (37.), 21:17 (39.), 21:18 (40.), 23:18 (42.), 24:19 (42.), 25:19 (43.), 26:20 (44.), 27:20 (46.), 30:20 (49.), 34:24 (56.), 34:25 (57.), 35:25 (59.), 35:27 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir haben uns auf eine schwere Partie eingestellt, denn wir wussten, dass der SCM viele Spieler in seinen Reihen hat, die dem Spiel des Gegners weh tun können. Wir standen dann auch trotz der Führung latent unter Druck. In einigen Phasen des Spiels hätte es wirklich noch spannend werden können. Aber wir haben über 60 Minuten dagegen gehalten und können sehr zufrieden sein, wobei ich mich über das ein oder andere Tor mehr natürlich gefreut hätte.“

Michael Biegler (Trainer SC Magdeburg): „Wir waren ganz klar mit dem Ziel angetreten, auf Ergebnis zu spielen. Das ist uns mit minus acht Toren nicht ganz gelungen. Es wäre schön gewesen, wenn wir für unser Bemühen entlohnt worden wären, aber leider haben wir auch einige Fehlleistungen gezeigt. Aber ich sehe den HSV mit dem THW Kiel so an der Spitze, dass ich mit dem Ergebnis klar komme. Die Spiele, in denen wir punkten wollen, können und müssen, werden noch kommen.“

Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Handball): „Domagoj Duvnjak hat heute eine tolle Leistung gezeigt. Und ich glaube, er hat sich besonders rein gehängt, weil Besuch aus der Heimat auf der Tribüne war. Aber insgesamt stand er auch nicht über dem Rest des Teams. Besonders hat mich als Rheinländer gefreut, dass unser Rheinländer im Team, Matti Flohr, heute am 11.11. mit fünf von fünf eine super Leistung gezeigt hat. Und auch die Unterstützung der Fans war heute einmal mehr sehr, sehr positiv.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Anfangs war das Spiel schon recht ausgeglichen, aber dann sind wir in der Abwehr und insgesamt besser rein gekommen. Am Ende waren wir vielleicht auch ein Tick fitter, so dass dieses deutliche Ergebnis zu Stande kam. Damit bin ich sehr zufrieden.“

Stefan Schröder (Rechtsaußen HSV Handball): „Wir standen mit der Zeit aggressiv in der Abwehr, das hatten wir uns von Anfang an so vorgestellt. Insgesamt haben wir 60 Minuten gebissen, das war der Unterschied heute zu Magdeburg. Und so kam das in dieser Höhe auch verdiente Ergebnis zu Stande.“

Notizen zum Spiel:

  • Das Vorspiel zwischen der C-Jugend des HSV Handball und einer B-Jugend-Auswahl des ThSV Eisenach endete 36:35 für die Gäste. Zur Pause hatten die Hamburger gegen die älteren Thüringer 19:17 geführt.
  • Herbert Kröger verteilte zum Faschingsauftakt rote Nasen an die Kinder in der Color Line Arena.
  • Christian Fitzek und Andreas Rudolph präsentierten den Fans im Rahmen der Arena-Show das neue Buch ‚Teamgeist – Die zwei Leben des Joachim Deckarm‘, dessen Erlös der Joachim-Deckarm-Stiftung zugute kommt. Für 19,90 € ist das Buch auch im Fan-Shop des HSV Handball erhältlich.
  • Vor dem Anpfiff wurde eine Schweigeminute für den am gestrigen Tage zu Tode gekommenen Fußball-Nationaltorhüter Robert Enke abgehalten.
  • Hans Lindberg gelang nach fünf Minuten mit dem Siebenmeter zum 2:4 sein 100. Pflichtspieltreffer in der Saison 2009/2010.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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