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17.02.10 Klarer Erfolg gegen bissige Löwen

Hamburger Fans feiern ein 37:26 (18:16)
Am 20. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga gewinnt der HSV Handball gegen die Rhein-Neckar Löwen deutlich mit 37:26 (18:16). Somit bleiben die Hamburger weiterhin mit einem Punkt Vorsprung an der Tabellenspitze und verzeichnen nun 37:3 Zähler. Für 10.825 Zuschauer in der Color Line Arena wurde die Partie gegen den Tabellenfünften zum erwarteten Spitzenspiel, das der HSV mit einem Torfeuerwerk und einem überragenden Per Sandström zwischen den Pfosten in der zweiten Hälfte jedoch deutlich für sich entscheiden konnte. Bester Werfer der Partie wurde Hans Lindberg mit elf Treffern.
Top-Spiel wird seinem Namen gerecht
Vor 10.825 Zuschauern in der Color Line Arena entwickelte sich von Beginn an eine ausgeglichene und temporeiche Partie. Beide Mannschaften zeigten sich agil in der Defensive und spielten einen schnellen Ball nach vorn. Bis zur 13. Minute fielen auf beiden Seiten abwechselnd Tore, anschließend gelang es zunächst den Gästen, sich zum ersten Mal auf zwei Treffer abzusetzen (6:8, 14. Minute). Jedoch währte diese Führung nicht lang: Binnen vier Minuten legten die Hamburger nach und glichen durch die Treffer von Domagoj Duvnjak, Pascal Hens und zwei weitere von Hans Lindberg zum 10:10 aus (18.). Während die Gäste in den folgenden Minuten dreimal an HSV-Torhüter Johannes Bitter scheiterten, setzte der dänische Rechtsaußen seine Torserie fort. Durch drei weitere Treffer, unter anderem sein 200. Saisontor (11:10, 20.), brachte Hans Lindberg sein Team mit 13:10 in Führung (22.). Igor Vori erhöhte für Hamburg (14:10, 23.). Neben Lindberg, der zum Halbzeitstand von 18:16 acht Tore beitrug, glänzte vor allem Hamburgs Nummer 1, Johannes Bitter, der zwischenzeitlich immer wieder mit erhobenen Armen das Publikum anheizte und mit diversen Paraden sowie einem gehaltenen Siebenmeter gegen Olafur Stefansson Akzente setzte.
HSV mit souveräner zweiter Hälfte
Im zweiten Durchgang verteidigten die Gastgeber ihre Führung zunächst konsequent: Durch Tore von Matthias Flohr, Hans Lindberg und Domagoj Duvnjak, der immer wieder die Schwachstellen der Löwen-Abwehr fand, stand nach 38. Minuten ein 21:19 für den HSV zu Buche. Selbst mit einem Mann weniger gelang es den Gastgebern, ihre Position zu behaupten: Nach einem schnellen Wechsel in der Offensive war es Blazenko Lackovic, der in Unterzahl in der Löwen-Abwehr eine Lücke fand und erneut zum 22:20 erhöhte (39.). Mit den 10.825 Fans im Rücken drehte der HSV nun weiter auf. Überragende Paraden von Per Sandström, der in der 40. Minute eingewechselt wurde, brachten den Gastgeber immer wieder in Ballbesitz und gaben dem Hamburger Angriff Anschub nach vorn. Mit einer Vierer-Serie brachten sich die Hamburger zunächst mit 27:22 in Front (44.), bevor der HSV seinen Fans ein weiteres Torfest präsentierte. Nach Belieben schmetterten die Hamburger die Bälle ins gegnerische Netz und setzten sich weiter und weiter von ihrem Gegner ab. Nach 51 Minuten war der erste Zehn-Tore-Vorsprung erspielt, den die Hamburger nun bis zum Ende beibehalten konnten. In den Schlussminuten drehten vor allem Matthias Flohr und Blazenko Lackovic noch einmal auf und kamen beim Endstand von 37:26 zu je fünf Treffern. Neben Per Sandström, der nach der Partie ausgiebig vom Hamburger Publikum gefeiert wurde, war Hans Lindberg mit elf Treffern der überragende Mann auf dem Feld.
HSV Hamburg: Bitter (12/1 Paraden, 1.-40.); Sandström (11 P., 40.-60.);
Lindberg 11/5, Duvnjak 6, Lackovic 5, Flohr 5, Vori 3, K. Lijewski 3, Hens 3, Schröder 1, G.Gille, M. Lijewski, Schulze n.e., Schliedermann n.e.
Rhein-Neckar Löwen: Fritz (12/2 P., 1.-48.); Szmal (6 P., 48.-60.);
Gensheimer 6, Stefansson 5, Harbok 5, Manojlovic 3, Prieto 3, Müller 2, Roggisch 1, Groetzki 1, Bielecki, Klimovets, Bruhn, Gudjonsson
Siebenmeter: 5/7 – 3/4 (Lindberg verwirft zweimal gegen Fritz – Bitter bleibt Sieger gegen Gensheimer)
Zeitstrafen: 3 – 4 (Flohr, Gille, Hens – Manojlovic 2x, Müller, Klimovets)
Schiedsrichter: Ralf Damian / Frank Wenz (Bingen/Mainz)
Spielfilm: 0:1 (2.), 1:1 (3.), 2:1 (5.), 2:2 (6.), 3:2 (8.), 3:3 (9.), 4:3 (10.), 4:4 (10.), 4:5 (11.), 5:5 (12.), 5:6 (13.), 6:6 (13.), 6:8 (14.), 7:8 (15.), 7:9 (15.), 8:9 (17.), 8:10 (17.), 15:10 (24.), 15:12 (25.), 16:12 (26.), 16:15 (28.), 18:15 (29.), 18:16 (30.), 18:17 (33.), 19:17 (34.), 19:18 (34.), 20:18 (35.), 20:19 (36.), 21:19 (38.), 21:20 (39.), 22:20 (39.), 22:21 (40.), 23:21 (46.), 23:22 (41.), 27:22 (45.), 27:23 (45.), 29:23 (47.), 29:24 (47.), 34:24 (52.), 34:25 (54.), 36:25 (57.), 36:26 (58.), 37:26 (59.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Ich hatte bis auf die ersten zehn Minuten ein gutes Gefühl, deshalb war ich auch mit dem Halbzeitergebnis nicht einverstanden. Wir haben einige Tore bekommen, wo wir nicht aggressiv genug dran waren. Das habe ich in der Halbzeit angemahnt. In der zweiten Halbzeit hat das die Mannschaft sehr gut gemacht und wir sind in eine Phase reingekommen, wo sich das Team an sich selbst berauscht. Wir wissen aber, dass das nicht die Realität widerspiegelt. Die Rhein-Neckar Löwen sind eine starke Mannschaft und wir hätten nichts dagegen, sie im Saisonverlauf noch ein bis zweimal zu treffen. Am besten im Finale, daran hätten alle Beteiligten am meisten Spaß.“
Ola Lindgren (Trainer Rhein-Neckar Löwen): „Natürlich fällt mein Fazit schlecht aus bei einer Niederlage mit elf Toren. Wir haben 40 Minuten gut mitgespielt, umso mehr tut es weh. Man hätte das in der Schlussphase durch Aggressivität und Kampf kompensieren können, aber wir waren leer. Wir haben jeden dritten Tag ein schweres Spiel und sind nicht spritzig genug. Das soll aber keine Ausrede sein. Wir müssen enttäuscht sein und das sind wir auch. Aber hoffentlich treffen wir noch ein oder zweimal auf Hamburg, um es dann besser zu machen.“
Pascal Hens (Kapitän HSV Hamburg): „In der ersten Halbzeit war es der Fight, den jeder erwartet hatte. In der zweiten Hälfte lief es richtig gut für uns: Pelle kam rein, wir konnten Gegenstöße laufen – genau das, wovor man Angst hat, dass es einen selber trifft. Insgesamt war es aber ein sehr hartes Stück Arbeit.“
Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Hamburg): „Mit 2.000 Zuschauern mehr wäre das heute perfekt gewesen. Aber mittwochs um 20.15 Uhr, das ist natürlich eine schwierige Zeit. Mit den Fans und der Unterstützung für das Team war das heute allerdings schon unglaublich.“
Notizen zum Spiel:
- Pascal Hens kam in der 26. Minute mit seinem Tor zum 16:12 zu seinem 1.050 Treffer für den HSV Handball.
- In der 47. Minute traf Blazenko Lackovic nicht nur zum 29:23, sondern erzielte gleichzeitig sein 150. HBL-Tor im Trikot des HSV.
- Mit seinem Treffer zum 11:10 (20. Minute) erzielte Hans Lindberg seinen 200. Saison-Treffer.
- Die Fans in der Color Line Arena wählten Per Sandström mit 49 % der abgegebenen Stimmen zu ihrem ‚Spieler des Tages‘.
- Die B-Jugend des HSV gewann das Vorspiel mit 32:21 (17:14) gegen den Norderstedter SV.
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