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11.05.10 Klarer Heimerfolg gegen Wetzlar

31:19 (15:9)-Sieg gegen die HSG

Nach mehr als einem Monat Heimspielpause in der TOYOTA Handball-Bundesliga feiert der HSV Handball einen weiteren Sieg in der O2 World Hamburg. Mit 31:19 (15:9) setzt sich das Team von Martin Schwalb gegen die HSG Wetzlar durch und bleibt damit weiterhin die Nummer eins der Tabelle. Vor 9.115 Zuschauern zeigte sich der HSV von Beginn an bereit, die Tabellenführung zu verteidigen, und spielte konsequent in Angriff und Abwehr. Nach einem Hamburger Sechs-Tore-Vorsprung zur Pause setzte sich das Spiel nach der Halbzeit in ähnlicher Manier fort, sodass am Ende ein ungefährdeter Erfolg stand. Bester Werfer der Partie wurde Wetzlars Sven-Sören Christophersen mit sieben Treffern, davon fünf per Strafwurf. Für den HSV erzielte Stefan Schröder sechs Tore. 

Viel Tempo und einige Pfostentreffer in Halbzeit eins

Mit purem Durchsetzungswillen markierte Pascal Hens vor 9.115 Zuschauern in der O2 World Hamburg gegen drei Abwehrspieler das 1:0 für die Hausherren (1. Minute). Und der HSV knüpfte im Weiteren gegen Wetzlar direkt an diese erste Szene an. Entschlossen und mit gutem Stellungsspiel in der Defensive eroberten die Gastgeber die ersten Bälle der HSG. Erneut war es Pascal Hens, der das 3:0 erzielte, ehe die ersatzgeschwächt angetretenen Gäste nach einem Abpraller zu ihrem ersten Torerfolg kamen (1:3, 5.). Auch Johannes Bitter startete stark: Beim Stand von 6:1 für sein Team parierte der Keeper einen Siebenmeter von Michael Allendorf (8.). Zwar stand auch Gegenüber Nikolai Weber bei einem Lindberg-Strafwurf richtig (10.), dennoch hatte der Hamburger Fünf-Tore-Vorsprung nach einer Viertelstunde weiter Bestand (8:3). Zahlreiche Pfostentreffer auf beiden Seiten verhinderten in dieser Phase allerdings einen höheren Spielstand: Bertrand Gille markierte das 11:5 (21.) sowie das 12:7 (25.). Eine sehr fair geführte erste Halbzeit endete dann so wie sie begonnen hatte: Entschlossen legte Blazenko Lackovic mit dem 15:8 die erste Sieben-Tore-Führung für sein Team vor (30.). Beim Stand von 15:9 wurden schließlich die Seiten gewechselt. Bester Werfer zu diesem Zeitpunkt war Wetzlars Avishay Smoler mit vier Toren.

HSV baut Führung bis zum Ende auf zwölf Treffer aus

Auch die zahlreichen Aluminiumtreffer setzten sich im Spiel fort. Ein Lattenkracher von Marcin Lijewski eröffnete den zweiten Durchgang, ebenso streifte ein Wurf von Avishay Smoler wenig später nur den Querbalken. Auf Seiten des HSV machte jedoch die gute Abwehrarbeit, mit der vor allem Wetzlars Top-Torschütze Sven-Sören Christophersen weitestgehend aus dem Positionsspiel der Gäste genommen wurde, so manchen unglücklichen Ballverlust wett. So konnte Blazenko Lackovic zum zwischenzeitlichen 19:10 vollenden (37.). Auch Johannes Bitter mit seiner zehnten Parade und Stefan Schröder drehten nun immer mehr auf. Im direkten Zusammenspiel, auf langen und punktgenauen Pass seines Torhüters, machte der Rechtsaußen mit seinem sechsten Treffer den ersten Zehn-Tore-Vorsprung des HSV perfekt (21:11, 39.). Nach 6:1-Toren der Gäste (16:22, 47.), startete der HSV wieder mit Durchsetzungswillen in die Schlussphase und legte seinerseits eine 4:1-Serie zum 26:17 nach (52.). Hans Lindberg, der nur für die Siebenmeter eingewechselt wurde, traf anschließend zum 28:19 sowie 29:19 und stellte so den alten Abstand wieder her (57.). Am Ende standen ein ungefährdeter 31:19–Sieg sowie 17 Bitter-Paraden und sechs Schröder-Tore zu Buche. Bester Werfer des Abends war indes HSG-Akteur Sven-Sören Christophersen mit sieben Treffern, fünf davon per Siebenmeter.

HSV Hamburg: Bitter (17 Paraden, 1.-60.); Sandström (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Schröder 6, B. Gille 5, Hens 5, Lindberg 4/3, Lackovic 3, Vori 2, K. Lijewski 2, M. Lijewski 2,
Duvnjak 1, Jansen 1, Flohr, G. Gille

HSG Wetzlar: N. Weber (11/2 P., 1.-60.); Krasavac (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Christophersen 7/5, Smoler 5, Salzer 4, Valo 1, Allendorf 1, Mraz 1, S. Weber, Rompf, Schneider, Werum, Loh n.e.

Siebenmeter: 3/5 – 5/6 (Lindberg verwirft zweimal gegen N. Weber – Bitter bleibt Sieger gegen Allendorf)

Zeitstrafen: 2 – 3 (G. Gille 2x – S. Weber 2x, Rompf)

Schiedsrichter: Andreas Pritschow / Marcus Pritschow (Stuttgart)

Spielfilm: 1:0 (1.), 3:0 (4.), 3:1 (5.), 6:1 (7.), 6:3 (9.), 9:3 (17.), 9:4 (18.), 12:7 (25.), 13:7 (26.), 13:8 (27.), 15:8 (30.), 15:9 (30.) – 15:10 (32.), 19:10 (37.), 19:11 (37.), 21:11 (39.), 21:13 (42.), 22:13 (42.), 22:16 (47.), 24:16 (49.), 24:17 (50.), 26:17 (52.), 26:19 (53.), 29:19 (57.), 31:19 (59.), 31:19 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Ich habe mich über 60 Minuten schon ein bisschen mulmig gefühlt, weil ich weiß, dass sich die HSG in den letzten Jahren zu einer erfahrenen Mannschaft entwickelt hat. Viele Spieler sind erwachsen geworden, und ich wusste, dass es gegen dieses Team ein ordentliches Stück Arbeit werden würde. Wir haben gut in der Abwehr gearbeitet und Jogi hat uns im Tor die nötige Sicherheit gegeben. Im Angriff hatten wir diverse Latten- und Pfostenschüsse. Das mussten wir über die Abwehr ausgleichen. Ich bin zufrieden, dass wir den Gegner bei 19 Treffern halten konnten.“

Michael Roth (Trainer HSG Wetzlar): „Gegen einen Gegner wie Hamburg ist heute alles recht normal verlaufen. Trotzdem ärgert mich, dass wir die Chance gehabt hätten, das Ergebnis für uns besser zu gestalten. Der HSV hatte zwischenzeitlich Probleme im Positionsangriff und diese Chance hätten wir besser nutzen müssen. Wir haben gekämpft und alles probiert. Der Sieg geht jedoch verdient an den HSV.“

Christian Fitzek (Sportlicher Leiter  HSV Hamburg): „Ich habe mich heute besonders über die Leistung von Bertrand Gille gefreut, der ein wirklich tolles Spiel gemacht hat. Bobo hat sich nach seiner langen Verletzungszeit zurückgekämpft und heute richtig gut in Form gezeigt. Das Zusammenspiel mit Pommes über Sperre absetzen hat sehr gut geklappt. Das hat mir gut gefallen.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Hamburg): „Im Angriff haben wir ein bisschen zu viele Fehler gemacht und zu viele Chancen nicht verwerten können. Ziel war es heute, unsere Ausgangsposition weiter zu halten und das haben wir geschafft. Die Defensive hat mir gut gefallen und mit meiner Leistung bin ich auch zufrieden. “

Matthias Flohr (Allrounder HSV Hamburg): „Über weite Strecken haben wir heute eine gute Leistung gezeigt, es jedoch nicht geschafft, das Tempo über 60 Minuten lang hoch zu halten. Ohne die ganzen Fehlwürfe im Angriff hätten wir uns wesentlich deutlicher absetzen können. Aber so was gehört eben auch mal dazu. Die Beweglichkeit der Defensive war gut.“

Pascal Hens (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Wir haben gut in die Partie hinein gefunden. Dann ist bei uns leider irgendwann der Schlendrian eingekehrt, jedoch nur kurz. Zum Glück konnten wir das Tempo wieder anziehen und uns weiter absetzen. Vor allem über den Rückraum hatten wir viel Platz und konnten so auch gut über den Kreis arbeiten. Die ganzen Pfostentreffer sind ärgerlich.“

Notizen zum Spiel:

  • Beim 20:11 (38. Minute) traf HSV-Rechtsaußen Stefan Schröder zum 350. Mal in der HBL.
  • Vor der Partie wurden die A-Jugend und die C-Jugend des HSV Handball durch Vizepräsident Dierk Schmäschke und dem Sportlichen Leiter Christian Fitzek für ihre Saisonerfolge, dem Gewinn der Landesmeisterschaft einerseits und des Hamburger Pokals andererseits, geehrt.
  • Bestseller-Autor Sebastian Fitzek stimmte die Fans in der O2 World Hamburg vor dem Anpfiff mit einem kurzen, aber atemlos machenden Text auf die kommenden Aufgaben im Meisterschaftskampf ein: „Ihr seid mehr als eine Menge, Ihr seid eine Macht. Die Macht, die hinter dem HSV Handball steht.“

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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