Termine:

Ticket-Hotline

01805 / 969 000 666

(0,14 €/Min je Anruf aus dt. Festnetz / Mobilfunk max 0,42 €/Min)

20.03.10 Knapper Sieg gegen Kiel-Bezwinger Lemgo

32:31 (17:10)-Sieg vor ausverkauftem Haus

Gegen den TBV Lemgo verteidigt der HSV Handball weiterhin seine Spitzenposition in der TOYOTA Handball-Bundesliga. 13.171 Zuschauer in der restlos ausverkauften Color Line Arena sahen einen 32:31 (17:10)-Erfolg ihrer Mannschaft. Gegen die Gäste, die in der Vorwoche den THW Kiel besiegen konnten, gingen die Hamburger zunächst deutlich und verdient in Führung. Erst in der Schlussviertelstunde kam Lemgo allerdings noch einmal auf, und der HSV Handball siegte denkbar knapp. Zum besten Werfer des Abends avancierte der Lemgoer Jens Bechtloff mit acht Treffern. Für den HSV trafen Hans Lindberg und Blazenko Lackovic jeweils sechsfach.

HSV kommt gut aus den Startlöchern

Eine restlos ausverkaufte Color Line Arena erlebte das Aufeinandertreffen zahlreicher deutscher Nationalspieler auf beiden Seiten, die unter der Woche noch gemeinsam im DHB-Trikot aktiv waren. 13.171 Fans sorgten für eine enthusiastische Stimmung, konnten aber erst nach drei Minuten das erste Tor bejubeln: Igor Vori erzielte per Heber das 1:0. Durch eine frühe Überzahl und mit einer konsequenten Deckung bauten die Gastgeber diese Führung weiter aus, ehe Lemgo erstmals traf. Matthias Flohr war dreifacher Torschütze zum 4:0 (8. Minute). Der HSV, in der Defensive zu Beginn mit Igor Vori und Bertrand Gille agierend, eroberte auch in der Folge zahlreiche Bälle. Marcin Lijewski, mit vier Toren, und Pascal Hens, mit zwei, zeigten sich zudem treffsicher und erhöhten auf 10:4 (20.). In einer intensiven Partie konnte die Mannschaft von Martin Schwalb diesen Vorsprung auch in der Schlussphase durch zwei Treffer in Unterzahl behaupten (16:10, 29.). In der Schlussminute des ersten Durchgangs gelang Hans Lindberg schließlich das 17:10. Der Däne mit vier Toren und Marcin Lijewski mit fünf Treffern waren die Garanten für die deutliche Hamburger Halbzeit-Führung.

Spannende Schlussphase führt zu knappem Erfolg

Wie in den ersten 30 Minuten variierte der HSV auch nach dem Wiederanpfiff personell. Torsten Jansen besetzte nun die linke Außenbahn, Domagoj Duvnjak die Spielmacherposition. Es waren jedoch die Gäste, die mit vier Treffern in Folge den Spielstand zunächst verkürzen konnten (14:17, 34.). Der kroatische Spielmacher des HSV allerdings stellte im Alleingang und mit drei Treffern in Serie innerhalb kürzester Zeit den Sechs-Tore-Vorsprung wieder her (20:14, 36.). Auf die mannbezogene Deckung des TBV gegen den Hamburger Rückraum reagierten die Gastgeber mit schnellen Positionswechseln und rissen die Gäste-Abwehr auf diese Weise auseinander: In der 42. Minute erzielte Blazenko Lackovic das 24:16. In der Schlussviertelstunde allerdings misslangen einige Anspiele der HSV-Offensive an den Kreis, während der TBV effektiv aufholte. Zunächst kamen die Gäste auf 24:29 heran (54.). Blazenko Lackovic erzielte im Gegenzug den 30. Hamburger Treffer. Mit vier weiteren Toren in Folge verkürzte Lemgo wiederum auf zwei Treffer (28:30, 58.). Als Hans Lindberg zudem den ersten Siebenmeter gegen Carsten Lichtlein vergab, machten sich die Fans auf ein Herzschlagfinale bereit: Jens Bechtloff glich erstmals im gesamten Spiel für die Gäste aus (31:31, 60.). Fünf Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Krzysztof Lijewski allerdings den vielumjubelten 32:21-Siegtreffer, den Johannes Bitter schließlich mit seiner zwölften Parade endgültig festhielt.

HSV Hamburg: Bitter (12 Paraden, 1.-60.); Sandström (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 6/3, Lackovic 6, Duvnjak 5, M. Lijewski 5, Flohr 3, Vori 3, K. Lijewski 2, Hens 2, Jansen, B. Gille, G. Gille,

TBV Lemgo: Galia (1 P., 1.-17.); Lichtlein (7/1 P., 17.-60.);
Bechtloff 8, Kraus 6/4, Hermann 6, Ilyes 4, Strobel 4, Kehrmann 2, Glandorf 1, Preiß, Schmetz, Svavarsson, Kubes, Mocsai n.e., Geirsson n.e.

Siebenmeter: 3/4 – 4/4 (Lindberg scheitert an Lichtlein)

Zeitstrafen:  3 – 3 (Flohr, Lackovic, K. Lijewski – Kubes 2x, Ilyes)

Schiedsrichter: Lars Schaller / Sebastian Wutzler (Leipzig/Frankenberg)

Spielfilm: 1:0 (4.), 4:0 (8.), 4:1 (8.), 6:1 (12.), 6:3 (14.), 8:3 (17.), 8:4 (18.), 10:4 (20.), 10:6 (22.), 12:6 (24.), 12:7 (25.), 15:10 (29.), 17:10 (30.) – 17:11 (31.), 17:14 (34.), 21:14 (38.), 21:15 (39.), 22:16 (40.), 24:16 (42.), 24:17 (43.), 26:17 (46.), 26:18 (46.), 29:21 (51.), 29:24 (54.), 30:24 (55.), 30:28 (58.), 31:28 (59.), 31:31 (60.), 32:31 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir haben uns 50 Minuten lang sehr konzentriert und ein starkes Spiel gezeigt. In den letzten zehn Minuten haben wir mehrere Fehler gleichzeitig gemacht, was der TBV eiskalt ausgenutzt hat. Wir haben den Ball zu schnell an den Kreis spielen wollen und auch zu schnell abgeschlossen. Das darf nicht passieren. Trotzdem darf man das Spiel nicht an den letzten zehn Minuten fest machen. Wir haben 50 Minuten lang die Halle zum Kochen gebracht, und wir sind Menschen, keine Maschinen.“

Volker Mudrow (Trainer TBV Lemgo): „Ich gratuliere dem HSV zu diesem Sieg, so kann man Meister werden. Man hat heute zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. In der ersten haben wir statisch und zu drucklos gespielt und es nicht geschafft, eins-gegen-eins zu gehen. Wir haben immer wieder versucht, ohne Druck den Kreisläufer anzuspielen, womit wir uns diverse Gegenstoßtreffer eingehandelt haben. In der zweiten Hälfte haben wir die Abwehr umgestellt. Dann war es der HSV, dem die Kreisanspiele nicht gelangen. Und wir konnten durch Gegenstöße punkten. So war es heute am Ende ein echter Krimi.“

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Wir haben 50 Minuten überragend gespielt, aber in der Schlussphase den Ball nur noch weggeschmissen und Gegenstöße kassiert. Ich weiß nicht, woran es lag. Das ist einfach nicht zu erklären. Am Ende hatten wir einfach ein Schweine-Glück.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Hamburg): „Ich bin erleichtert, dass wir das Ding noch gewonnen haben. Heute hat man gesehen, was im Handball so möglich ist. Zum Schluss haben wir uns selbst in diese Situation gebracht, weil wir nicht mehr voll konzentriert waren. Lemgo hat demgegenüber bis zum Schluss nicht aufgegeben und uns eiskalt erwischt.“

Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Hamburg): „Die Halle hat heute für Gänsehaut gesorgt. Die Zuschauer haben diesen Sieg verdient, und sie haben ihn bekommen.“

Notizen zum Spiel:

  • Vor dem Spiel wurden Torsten Jansen für sein 200. Bundesliga-Spiel im HSV-Trikot und Martin Schwalb für seinen 150. HBL-Einsatz mit seinem Team geehrt. Uli Wolf, Aufsichtsratsvorsitzender des HSV Handball, überreichte dem Duo vor dem Anpfiff je eine Flasche Rotwein.
  • Das Vorspiel zwischen der A-Jugend des HSV Handball und der des HC Empor Rostock endete 27:22 (15:11) für von Michael Bollhöfer trainierten Gastgeber.
  • Die Bundesliga-Fußballer des FC Schalke 04, die morgen beim Hamburger SV antreten, waren mit Trainer Felix Magath und Co-Trainer Bernd Hollerbach ebenso in der Color Line Arena zu Gast, wie der Hamburger TV-Koch und „Küchenbulle“ Tim Mälzer.
  • Mit seinem Treffer zum 3:0 (6. Minute) erzielte Matthias Flohr sein 250. Bundesliga-Tor.
  • Hans Lindberg ist auf bestem Wege als vierter Spieler des HSV Handball die 1.000-Tore-Marke zu knacken. Mit dem 14:8 (27. Minute) erzielte der Däne heute bereits seinen 900. Pflichtspieltreffer für den HSV.
  • 350 Mal war Hans Lindberg dabei von der Siebenmeterlinie erfolgreich. Seinen Jubiläumsstrafwurf verwandelte der Rechtsaußen zum 12:6 (24. Minute).

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

HSV-DAUERKARTE

Aktuelles video

Emotionaler Abschied von fünf Spielern

Mehr Videos auf hsvhandball.tv!

Newsletter Abo

Jederzeit über Neuigkeiten informiert bleiben mit unserem kostenlosen Newsletter.

Werde Fan auf Facebook!