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09.05.09 Lufthansa Final Four: Finale im DHB-Pokal verpasst

27:35 (17:13)-Halbfinalniederlage gegen den VfL Gummersbach
Beim Lufthansa Final Four hat der HSV Handball den Einzug ins Endspiel um den DHB-Pokal nach einer Niederlage gegen den VfL Gummersbach verpasst. In der voll besetzten Color Line Arena unterlagen die Hamburger trotz einer 17:13-Pausenführung 27:35. Matchwinner des Halbfinales war dabei VfL-Keeper Nandor Fazekas mit 13 Paraden. Hans Lindberg war für den HSV sieben Mal erfolgreich. Zum besten Werfer der Partie avancierte Vedran Zrnic mit zehn Toren, davon vier per Siebenmeter. Der Finalgegner des VfL Gummersbach entscheidet sich im zweiten Halbfinale zwischen dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen.
Hamburger Halbzeitführung in umkämpfter Partie
In der mit vier Fan-Lagern voll besetzten Color Line Arena entwickelte sich von Anfang an ein umkämpftes erstes Halbfinale. Die Deckung des HSV Handball stand in der Anfangsphase sehr konzentriert, sodass der VfL seine ersten Treffer erst nach Siebenmeterentscheidung erzielen konnte. Die ersten beiden Strafwürfe allerdings von Momir Ilic und Adrian Wagner konnte jeweils Johannes Bitter entschärfen. So ging der HSV Handball 3:2 in Führung (7. Minute), die Gummersbach konnten jedoch bis zur 10. Minute ausgleichen (4.4). Durch eine ebenso konzentrierte Offensiv- wie Defensivleistung gelang es den Hamburgern in der Folge, sich durch fünf Tore in Folge auf 9:4 abzusetzen (14.). Auch in doppelter Unterzahl behauptete das Team von Trainer Martin Schwalb diesen Vorsprung (17.). In der Schlussphase konnte der VfL Gummersbach verkürzen, sodass es mit einem 17:13 für den HSV in die Kabinen ging. Beste Werfer des ersten Durchgangs waren jeweils die Außen Hans Lindberg und Vedran Zrnic mit fünf Toren, darunter zwei per Siebenmeter erzielt.
VfL siegt am Ende dank Keeper Fazekas
Im zweiten Durchgang musste sich der HSV Handball mit einem neuen Keeper im VfL-Tor auseinander setzten. Nandor Fazekas entschärfte gleich den ersten Wurf von Pascal Hens. Dennoch behauptete der HSV in der Anfangsphase weiter seine Führung – nach 36 Minuten auch mit Oleg Velyky, der mit Standing Ovations aus allen Fan-Lagern auf dem Feld begrüßt wurde. Nach 42 Minuten mussten Velyky und sein Team jedoch den Ausgleich und sogar die erste VfL-Führung im Spiel hinnehmen (21:22). Zwar drehten Blazenko Lackovic und Bertrand Gille das Ergebnis erneut zu eigenen Gunsten (25:24, 47.), doch in der Folge sollte dem HSV zehn Minuten lang kein Tor gelingen. Nandor Fazekas avancierte für sein Team zum besten Akteur und kam am Ende auf 13 Paraden. Gummersbach gelang es, sich sukzessive abzusetzen: Nach 54 Minuten führten die Oberbergischen 30:25. Martin Schwalb brachte für den Torhüter einen siebten Feldspieler, in der Defensive agierte der HSV nun sehr konsequent. Doch HSV-Kapitän Guillaume Gille musste in der Schlussphase zwei Mal auf die Strafbank und Krzysztof Lijewski konnte mit dem 26:30 lediglich verkürzen (57.). Adrian Pfahl und Viktor Szilagyi sorgten mit ihren Treffern zum 32:26 für die Entscheidung im Halbfinale. Bester Werfer war VfL-Rechtsaußen Vedran Zrnic mit zehn Toren, sein Hamburger Pendant Hans Lindberg war mit sieben Mal erfolgreich. Am Ende war es der VfL Gummersbach, der nach dem 35:27 den Final-Einzug feierte.
HSV Hamburg: Bitter (11/2 Paraden, 1.-43., 51.-60.); Sandström (32.-51.);
Lindberg 7/3, K. Lijewski 6, Jansen 3, Hens 3, B. Gille 3, M. Lijewski 2, G. Gille 1, Lackovic 1, Grimm 1, Velyky, Schröder n.e., Niemeyer n.e., Flohr n.e., Grundsten n.e.
VfL Gummersbach: Stojanovic (8/1 P., 1.-30.); Fazekas (13 P., 31.-60.);
Zrnic 10/4, Pfahl 6, Gunnarsson 5, Ilic 5, Szilagyi 4, Wagner 3, Vukovic 1, Krantz 1, Lützelberger, Alvanos, Tuzolana, Rahmel n.e.
Siebenmeter: 3/4 – 4/6 (Lindberg scheitert an Stojanovic – Bitter pariert gegen Ilic, Bitter bleibt Sieger gegen Wagner)
Zeitstrafen: 6 – 3 (G. Gille 2x, K. Lijewski, B. Gille, Schröder, M. Lijewski – Krantz, Ilic, Vokuvic)
Schiedsrichter: Holger Fleisch / Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen)
Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (3.), 2:2 (7.), 4:4 (10.), 9:4 (14.), 9:5 (14.), 11:5 (15.), 12:6 (17.), 12:9 (20.), 14:9 (24.), 14:11 (27.), 17:13 (30.) – 17:14 (31.), 18:15 (32.), 18:17 (34.), 20:17 (37.), 20:19 (39.), 21:19 (40.), 21:22 (43.), 22:23 (44.), 24:23 (45.), 25:24 (47.), 25:30 (55.), 26:30 (57.), 26:32 (58.), 27:32 (58.), 27:35 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Herzlichen Glückwusch an den VfL Gummersbach. Sie haben super gespielt und sich trotz der Rückstände in der ersten Halbzeit nicht irritieren lassen. Wir haben bei uns keine Sicherheit hinein bekommen, hätten den ersten Durchgang eigentlich deutlicher dominieren müssen. Im zweiten Abschnitt hat meine Mannschaft Nerven gezeigt, und Nandor Fazekas zum Helden geworfen, So ist der Schuss nach hinten losgegangen. Natürlich tut das Ausscheiden weh, aber das Team und der Verein müssen daraus lernen, und dann wollen wir es im nächsten Jahr besser machen.“
Francois-Xavier Houlet (Geschäftsführer VfL Gummersbach): „Wir sind überglücklich, es war ein unerwarteter Sieg. Kompliment an die Mannschaft. Wir stehen in zwei Finals, das ist sicherlich keine schlechte Saison für den VfL.“
Notizen zum Lufthansa Final Four:
- HSV-Maskottchen ‚Horni‘ gewann sein Halbfinale im Maskottchen-Rennen der Deutschen Lufthansa AG und tritt am Final-Tag gegen ‚Hein Daddel‘ des THW Kiel.
- Hans Lindberg verwandelte seinen 200. Siebenmeter für den HSV Handball zum 6:4 (11.).
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