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18.04.09 Marcin Lijewski gegen HSG Nordhorn-Lingen überragend

36:32 (17:14) in der Color Line Arena

Nach 60 intensiven Minuten gewinnt der HSV Handball sein Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Gegen den Europapokal-Halbfinalisten, der indes als Zwangsabsteiger aus der TOYOTA Handball-Bundesliga bereits fest steht, siegten die Hamburger 36:32 (17:14). 10.384 Zuschauer in der Color Line Arena sahen eine interessante Partie, in der Marcin Lijewski mit 12 Treffern zum besten Werfer avancierte.

HSV-Führung nach ausgeglichener ersten Halbzeit

Gegen die HSG Nordhorn-Lingen musste der HSV Handball auf Kreisläufer Bertrand Gille (Rippenbruch) verzichten. Außerdem wurden Krzysztof Lijewski (Nachwirkungen einer Mandelendzündung) und Torsten Jansen (Wadenprobleme) geschont. Dennoch gingen die Hamburger vor 10.384 Zuschauern früh mit 4:2 in Führung (7. Minute). Die Gäste versuchten in der Anfangsphase, hauptsächlich über die Kreisposition zu Toren zu kommen. HSG-Kreisläufer Rastko Stoijkovic wurde jedoch gut vom Hamburger Mittelblock um Nicklas Grundsten und Guillaume Gille abgedeckt. So konnten die Gastgeber ihren Vorsprung weiter auf 7:4 ausbauen (12.). Mitte der Halbzeit gelang es Nordhorn jedoch, zum 8:8 aufschließen. Das ausgeglichene Ergebnis hatte sieben Minuten Bestand (12:12, 22.), obwohl vor allem Marcin Lijewski mit seinen Treffern den HSV immer wieder in Front brachte. Zum Hamburger 13:12 hatte der Pole bereits sieben Treffer beigesteuert (23.). In der Schlussphase stellten die Gastgeber der HSG-Offensive eine 5:1-Deckung entgegen, mit der die Gäste sichtliche Probleme hatten. Mit drei Toren konnte Pascal Hens so die 17:14-Halbzeitführung für sein Team herstellen.

Marcin Lijewski mit 12 Toren überragend

Zur zweiten Halbzeit wurden auf beiden Seiten die Torhüter gewechselt. Peter Gentzel kam für Nikolas Katisgiannis ins HSG-Tor, beim HSV ersetzte Johannes Bitter Per Sandström. Der Nationaltorhüter führte sich mit drei  Paraden gut ins Team ein. Im Gegenzug erhöhte die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb schell auf 20:14 (33.). Zwar konnte Nordhorn umgehend verkürzen (16:20, 35.), eine Viertelstunde vor Schluss stand aber wieder die Sechs-Tore-Führung des HSV auf der Anzeigentafel (26:20). Marcin Lijewski erzielte mit dem 27:21 bereits seinen zehnten Treffer. Diesen Vorsprung nahm der HSV Handball auch mit in die Schlussphase (33:27, 54.). In doppelter Unterzahl mussten die Gastgeber zwar das 33:30 hinnehmen (56.), in der Schlussminute verhinderte Johannes Bitter beim Stand von 35:32 jedoch mit seiner neunten Parade, dass die Gäste näher als auf drei Tore heran kamen. Dimitri Torgovanov markierte mit dem 36:32 den Endstand. Herausragender Akteur der Partie war Marcin Lijewski mit 12 Treffern.

HSV Handball: Sandström (7 Paraden, 1.-30.); Bitter (9 P., 31.-60.);
M. Lijewski 12, Lindberg 8/2, Hens 5, Lackovic 4, Torgovanov 2, G. Gille 2, Grundsten 2, Niemeyer 1, Flohr, Grimm, Schröder n.e., Jansen n.e., K. Lijewski n.e.

HSG Nordhorn-Lingen: Katsigiannis (4 P., 1.-30.); Gentzel (10 P., 31.-60.);
Stoijkovic 10, Przybecki 6, Myrhol 5, Sprem 4, Weinhold 3, Szücs 2, Karlsson 1, Verjans 1, Hansen, Mickal n.e.

Siebenmeter: 2/3 – 3/3 (Lindberg wirft an den Pfosten)

Zeitstrafen: 3 – 4 (Grimm 2x, Lackovic – Przybecki, Szücs, Verjans, Stoijkovic)

Schiedsrichter: Jutta Ehrmann-Wolf / Susanne Künzig (Odenthal/Karlsruhe)

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:2 (3.), 4:2 (7.), 4:3 (8.), 5:4 (10.), 7:4 (12.), 7:6 (13.), 8:6 (14.), 8:8 (15.), 12:12 (23.), 14:12 (24.), 15:13 (28.), 16:13 (29.), 16:14 (29.), 17:14 (30.) – 18:14 (32.), 20:14 (33.), 20:16 (35.), 24:20 (41.), 26:20 (45.), 29:23 (48.), 29:25 (50.), 30:25 (51.), 31:26 (52.), 32:26 (53.), 33:27 (54.), 33:30 (56.), 35:30 (57.), 35:32 (59.), 36:32 (60.)

Stimmen zum Spiel:

 

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir sind gut in die Partie rein gekommen. Nordhorn ist immer wieder über ihre Abläufe gefährlich geworden, da war unsere Abwehr nicht so sattelfest. Auch wenn wir mal etwas weg waren, konnten die Gäste das Spiel immer offen halten. Generell bin ich aber mit dem Ergebnis zufrieden.“

Martin Schwalb zu Marcin Lijewski: „Marcin hat individuelle Klasse, diese auch in Unterzahl bewiesen und immer wieder Druck gemacht.“

 

Marcin Lijewski (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so oft getroffen habe. Aber die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben. Die Mannschaft hat ihre Sache heute super gemacht, hat hervorragend gekämpft. Wir haben verdient gewonnen.“

Ola Lindgren (Trainer HSG Nordhorn-Lingen): „Der HSV hat verdient gewonnen. Sie waren ohne Zweifel die bessere Mannschaft und haben das Spiel dominiert. Bei uns hat mir teilweise der Biss gefehlt, da war Hamburg cleverer. Positiv war, dass wir uns in der zweiten Halbzeit zurück melden konnten. Insgesamt bin ich mit der Leistung, auch im Hinblick auf das Europapokal-Halbfinale, zufrieden.“

Notizen zum Spiel:

  • Zeitgleich zum Heimspiel der Profis gegen die HSG Nordhorn-Lingen spielte die U23 des HSV Handball in der Spitzenpartie der 2. Hamburger Liga um den Meistertitel. Beim Tabellenzweiten TSV Ellerbek III feierten die Youngster einen 26:25 (12:12)-Last-Minute-Sieg und machten damit auch den Aufstieg in die Oberliga perfekt.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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