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21.02.09 Mehr als klarer Heimsieg gegen Dormagen

Auch gegen den TSV Dormagen gibt sich der HSV Handball keine Blöße und feiert im vierten Spiel des Jahres den vierten Sieg. Vor 8.430 Zuschauern in der Color Line Arena gewann das Team von Trainer Martin Schwalb gegen den Tabellenfünfzehnten der TOYOTA Handball-Bundesliga 33:17 (13:7). Stefan Schröder war mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer der Partie. HSV-Keeper Per Sandström glänze mit 18 Paraden. Nach der Partie konnte sich der Schwede zudem über die Wahl zum Spieler des Tages durch die Fans des HSV Handball freuen. Durch den Erfolg baut der HSV Handball seine Heimserie auf 38 Spiele ohne Niederlage aus.
HSV wirft klare Halbzeit-Führung heraus
Der von einer Adduktoren-Zerrung geplagte Krzysztof Lijewski machte sich vor dem Spiel warm, musste aber auf einen Einsatz gegen den TSV Dormagen verzichten. Auch Dimitri Torgovanov fiel aufgrund einer Oberschenkelzerrung beim HSV Handball aus. Vor 8.430 Fans in der Color Line Arena eröffnete Blazenko Lackovic mit dem 1:0 das Spiel (1. Minute). In der Anfangsphase konnten die Hamburger ihre Gäste immer wieder zu Fehlern zwingen und sich so früh über 4:1 (4.) auf 6:2 absetzen (6.). In einer Partie, in die nun etwas Leerlauf kam, zeichnete sich Vitali Feschanka im Tor des TSV einige Male aus, so dass Nils Meyer für die Gäste auf 5:7 verkürzen konnte (14.). Hans Lindberg und Marcin Lijewski warfen jedoch die erneute Vier-Tore-Führung für den HSV heraus (10:6, 20.). Nach seinem dritten Treffer schied der polnische Nationalspieler allerdings mit einer Instabilität im Knie aus. HSV-Keeper Per Sandström lief nun zu großer Form auf: Gegen den ehemaligen Hamburger Kjell Landsberg und Florian Wisotzki parierte der Schwede in einer Szene zwei Bälle. Erst Michiel Lochtenbergh konnte den Keeper mit dem anschließend verhängten Siebenmeter zum 7:10 überwinden (22.). Mit einem ansehnlichen Hüftwurf stellte Arne Niemeyer jedoch den alten Stand wieder her (11:7, 24.). Bis zum Halbzeitpfiff baute der HSV seine Führung weiter auf 13:7 aus.
Per Sandström mit 18 Paraden überragend
Den Torreigen der zweiten Hälfte eröffnete der eingewechselte Stefan Schröder mit dem 14:7 (31.). Per Sandström lieferte in den ersten vier Minuten weitere vier Paraden, sodass Stefan Schröder auch die erste Zehn-Tore-Führung heraus werfen konnte (17:7, 35.). Die Gäste versuchten nun mit einer 5:1-Deckung dagegen zu halten, nach einer Zeitstrafe gegen Tim Henkel musste der TSV jedoch in Unterzahl das 10:22 hinnehmen (43.). In einer inzwischen einseitigen Partie erzielte Blazenko Lackovic mit dem 24:10 nach 44 Minuten den 1000. Pflichtspieltreffer des HSV Handball. Per Sandström war weiterhin der sichere Rückhalt seines Teams: der Schwede glänzte mit insgesamt 18 Paraden. Über 28:13 (52.) bauten die Gastgeber den Spielstand weiter auf 31:13 aus (56.). Das Tor des Tages erzielte Stefan Schröder, auf Zuspiel von Hans Lindberg, per Kempa-Trick zum 32:16 (58.). Die letzten beiden Tore auf beiden Seiten fielen per Siebenmeter. Lochtenbergh für Dormagen und Lindberg für den HSV blieben von der Strafwurflinie jeweils ohne Fehlversuch und stellten den 33:17-Endstand her. Stefan Schröder war mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer der Partie.
HSV Hamburg: Sandström (18 P., 1.-60.); Bitter n.e.;
Schröder 8, Lindberg 6/2, Lackovic 4, Niemeyer 3, M. Lijewski 3, Jansen 3, Flohr 2, Grimm 1, B. Gille 1, G. Gille 1, Grundsten 1, Hens, K. Lijewski n.e.
TSV Dormagen: Feschanka (11 P., 1.-56.); Kurth (2 P., 56.-60.);
Lochtenbergh 5/3, Wisotzki 3, Schindler 2, Chantziaras 2, Henkel 2, Landsberg 1, Meyer 1, Faißt 1, Plaz, Lindner, Laurencz, Holst n.e., Meckes n.e.
Siebenmeter: 2/2 – 3/3
Zeitstrafen: 2 – 5 (Flohr 2x – Meyer 2x, Lochtenbergh, Henkel, Schindler)
Schiedsrichter: Hagen Becker / Axel Hack (Halberstadt)
Spielfilm: 1:0 (1.), 2:1 (2.), 4:1 (4.), 5:2 (6.), 6:2 (6.), 7:3 (10.), 7:5 (14.), 8:6 (15.), 10:6 (20.), 11:7 (24.), 13:7 (30.) - 17:7 (35.), 17:8 (35.), 19:8 (37.), 21:10 (41.), 24:10 (45.), 24:11 (46.), 27:13 (51.), 31:13 (56.), 31:15 (57.), 32:16 (58.), 33:17 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir wollten zeigen, dass wir Dormagen schlagen können. In der ersten Halbzeit war ich mit unserer Abwehrleistung zufrieden, im Angriff haben wir aber zu statisch agiert. In der zweiten Halbzeit haben wir dann einige Dinge anders gemacht: Durch eine Umstellung in der Deckung kamen wir zu vielen Gegenstößen. Die Zuschauer haben toll mit gekämpft, der einzige Wermutstropfen ist der Ausfall von Marcin, der eine Instabilität im Knie hat. Das müssen wir in den Griff kriegen. Marcin wird erst mal genauer untersucht.“
Kai Wandschneider (Trainer TSV Dormagen): „Unsere Strategie, das Tempo raus zu nehmen, hat nur eine Viertelstunde gut geklappt. Danach haben unsere Kräfte nachgelassen, dann hat man gegen solche Weltklassespieler natürlich keine Chance. Der Unterschied zum Hinspiel war, dass Per Sandström heute überragend gehalten hat.“
Per Sandström (Torhüter HSV Hamburg): „Wir haben aus dem Hinspiel gelernt und uns diesen klaren Sieg verdient. Ich hatte das gesamte Spiel über ein gutes Gefühl im Tor, wir haben eine tolle Defensive gestellt.“
Blazenko Lackovic (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Die offene Rechnung gegen Dormagen haben wir mit dem Spiel beglichen. Wir haben zwei gute Halbzeiten gezeigt: zu Beginn der zweiten war das Spiel dann bereits entschieden, aber wir haben weiter Gas gegeben. So konnten wir diesen klaren Sieg heraus werfen.“
Notizen zum Spiel:
- Matthias Flohr wurde vor dem Spiel für sein 200. Pflichtspiel im Trikot des HSV Handball von Präsidiumsmitglied Frank Spillner geehrt.
- Mit dem 24:10 nach 44 Minuten erzielte Blazenko Lackovic den 1000. Pflichtspieltreffer der Saison (in TOYOTA HBL, EHF CL, DHB-Pokal und Supercup) für den HSV Handball.
- Das Torhüterduo Per Sandström und Johannes Bitter konnte nach 27 Minuten seine 500. Parade im Saisonverlauf feiern.
- Stefan Schröder markierte mit dem 14:7 in der 31. Minute seinen 50. HBL-Treffer der aktuellen Spielzeit.
- Zum Spieler des Tages wählten die Fans Keeper Per Sandström mit 52 % aller Stimmen.
- Michael Körner, Pokerexperte des Deutschen Sport Fernsehen, war in der Color Line Arena zu Gast. Die begeisterten Kartenspieler im Team des HSV Handball ließen es sich nicht nehmen, nach dem Abpfiff ein paar Tricks abzuschauen.
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