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06.12.08 Mit toller Leistung die Löwen gebändigt

Bertrand Gille feierte gegen die Löwen sein Comeback

In der TOYOTA Handball-Bundesliga bezwingt der HSV Handball die Rhein-Neckar Löwen 31:25 (16:9). 13.170 Zuschauer in der ausverkauften Color Line Arena sorgten für eine großartige Stimmung und sahen von Beginn an konzentrierte Hamburger, die sich bereits in Halbzeit eins eine klare Führung erspielten. Im zweiten Spielabschnitt agierte der HSV abgeklärt und fuhr am Ende einen verdienten Sieg ein. Mit acht Treffern war Hamburgs Rechtsaußen Hans Lindberg der erfolgreichster Torschütze der Partie. Der Däne erzielte dabei sieben Tore von der Siebenmeterlinie. 

Gastgeber mit sicherer Defensive

Ausgestattet mit Fanklatschen von „SHARP“ unterstützten 13.170 Zuschauer in der ausverkauften Color Line Arena den HSV Handball von Beginn an lautstark. Mit dem nach einem Syndesmoseband-Anriss genesenen Bertrand Gille auf dem Spielfeld entwickelte sich ein intensives, schnelles Spiel zwischen zwei körperlich starken Mannschaften. Trotz zweier verworfener Siebenmeter, Hans Lindberg und Torsten Jansen scheiterten jeweils in der 10. Minute, zog der HSV bis zur 13. Minute auf 6:3 davon. Nachdem Blazenko Lackovic das 7:3 erzielt hatte, nahm Löwen-Trainer Wolfgang Schwenke seine Auszeit (14.). Die kurze Ansprache brachte die Hamburger jedoch nicht aus dem Konzept. Konzentriert und mit einer sehr engagierten Abwehrleistung zogen die Gastgeber kontinuierlich davon. Über 10:5 (19.) und 12:6 (23.) bauten die Gastgeber ihren Vorsprung bis zur Halbzeit auf 16:9 aus. HSV-Torwart Johannes Bitter sorgte zudem mit einer Quote von 56 % abgewehrter Bälle und zehn Paraden in der ersten Hälfte dafür, dass den Angriffsbemühungen der Löwen kein Erfolg beschieden war. Mit jeweils vier Toren waren Blazenko Lackovic und Hans Lindberg erfolgreichste Werfer im ersten Spielabschnitt.

13.170 Zuschauer feiern klaren Sieg

HSV-Kapitän Guillaume Gille eröffnete mit seinem Treffer zum 17:9 die zweite Hälfte (32.). Der Franzose legte in den folgenden Minuten noch zwei Treffer nach und erhöhte auf 20:12 (36.). Auch sein Bruder Bertrand Gille zeigte, dass er seine Verletzung komplett überstanden hat, und erzielte das 21:14 (39.). Nach Treffern von Krzysztof Lijewski (43.), Pascal Hens (44.) und Hans Lindberg per Siebenmeter (45.) lagen die Hamburger souverän mit 24:15 vorn. In den letzten 20 Minuten griff auch Stefan Schröder nach seinem Bänderriss wieder ins Spielgeschehen ein: Das 25:17 (48.) erzielte der Rechtsaußen. Die Gäste betrieben in der Folge noch ein wenig Ergebniskosmetik, konnten dem HSV aber nicht mehr gefährlich werden und kamen nie näher als sechs Tore (23:29, 56.) heran. So siegten die Hamburger am Ende souverän und verdient nach einer sehr guten Leistung mit 31:25. Hans Lindberg mit acht Toren, darunter sieben verwandelten Siebenmetern, avancierte zum erfolgreichsten Akteur der Partie.

HSV Hamburg: Bitter (14 Paraden, 1.-60.); Sandström n.e.;
Lindberg 8/7, K. Lijewski 4, G. Gille 6, Lackovic 5, B.Gille 3, Jansen 2, Schröder 1, Flohr 1, Hens 1, Torgovanov, Niemeyer n.e., Grimm n.e., Grundsten n.e., Schult n.e.,

Rhein-Neckar Löwen: Szmal (7 P., 1.-35.); Fritz (11 P., 35.-60.);
Sigurdsson 7/2, Tkaczyk 5, Schwarzer 4, Jurasik 3, Gensheimer 1,  Bielecki 1, Harbok 1, Shelmenko 1, Filip 1, Roggisch, Klimovets, Groetzki

Siebenmeter:  7/9 – 2/2 (Lindberg trifft die Latte, Jansen scheitert an Szmal)

Strafminuten:  2 – 2 (G. Gille, Jansen – Roggisch, Tkaczyk)

Schiedsrichter: Lars Geipel / Marcus Helbig (Steuden/Landsberg)

Spielfilm: 1:0 (3.), 2:0 (4.), 2:2 (5.), 4:2 (9.), 5:3 (11.), 8:3 (15.), 8:5 (16.), 11:5 (21.), 12:6 (23.), 13:6 (24.), 14:7 (27.), 16:9 (30.) – 17:9 (32.), 18:10 (33.), 18:12 (34.), 20:12 (36.), 20:14 (38.), 21:15 (41.), 24:15 (45.), 24:17 (48.), 25:17 (49.), 25:19 (50.), 27:19 (53.), 28:20 (53.), 28:22 (55.), 30:24 (58.), 31:25 (60.)

Die Bildergalerie zum Spiel gibt es hier.

Hier klicken für Spielszenen und Stimmen im Video.

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir hatten das Glück, uns in ein paar mehr Trainingseinheiten auf den Gegner vorzubereiten. Ich glaube, dass wir uns durch die offensive Abwehr und die Rückkehr Bertrand Gilles einen großen Vorsprung verschafft haben. Wir konnten so die Spieler der Rhein-Neckar Löwen unter Druck setzen. In der ersten Hälfte hat die Abwehr den Grundstein für den Erfolg gelegt. Auch der Angriff hat mir ganz gut gefallen. Nur die schnelle Mitte und die zweite Welle gefielen mir nicht so. Aber wir haben auch das Spiel nicht zu sehr beschleunigen wollen, um den Löwen nicht die Möglichkeit zu geben, ins Spiel zu kommen. Es war eine überzeugende Leistung. Wir freuen uns, dass wir gewonnen haben.“

Wolfgang Schwenke (Trainer Rhein-Neckar Löwen): „Am Anfang waren beide Mannschaften nervös. Der HSV konnte sich davon am ehesten frei machen und so einen Vorsprung heraus arbeiten. Wir haben in Überzahlsituationen immer falsche Entscheidungen getroffen. Das Problem war nicht die nicht die Abwehr, sondern die Verunsicherung im Angriff. So haben wir den HSV aufgebaut. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung.“

Bertrand Gille (Kreisläufer HSV Hamburg): „Besser kann man sich einen ersten Auftritt nach der Verletzungspause nicht wünschen: Vor einer vollen Halle mit einem tollen Publikum und einer sehr starken Mannschaftsleistung.“

Stefan Schröder (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Auch wenn ich nur zwanzig Minuten gespielt habe, bin ich schon etwas platt. Es war ein geiles Spiel vor einer tollen Kulisse. Das hat richtig Spaß gemacht. Und ein extra Lob an Jogi Bitter: Der hat super gehalten!“

Notizen zum Spiel:

  • Linksaußen Torsten Jansen wurde vor der Partie vom Ehrenratsvorsitzenden Volker Kuntze-Braack für sein 150. Länderspiel geehrt.
  • Das erste Tor der Partie von Blazenko Lackovic zum 4:2 (9.) war der 50. Bundesliga-Treffer des Kroaten für den HSV Handball.
  • Das 6:3 durch Hans Lindberg per Siebenmeter in 13. Minute bedeutete das 666. Pflichtspieltor des HSV Handball im Saisonverlauf.
  • Die Fans in der Color Line Arena wählten per SMS Johannes Bitter zum ‚Spieler des Tages‘. Bei der erstmals ausgetragenen Wahl erhielt der Torhüter 33 % aller Stimmen.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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