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16.05.09 Nach Sieg in Minden zurück auf Platz zwei!

HSV Handball feiert 31:25 (13:11)-Erfolg bei GWD
Drei Spieltage vor Ende der TOYOTA HBL-Saison 2008/2009 hat der HSV Handball durch einen Sieg bei GWD Minden den zweiten Tabellenplatz zurück erobert. Vor 3.400 Zuschauern in der Kampa-Halle siegten die Hamburger nach 60 spannenden Minuten 31:25 (13:11). Zum besten Werfer avancierte Hans Lindberg mit elf Treffern, darunter fünf per Siebenmeter. Der HSV rangiert nun mit 47 Zählern vor den Rhein-Neckar Löwen (46 Punkte), die zeitgleich beim THW Kiel 28:33 (11:16) unterlagen, auf Platz zwei.
HSV-Führung nach enger erste Halbzeit
Vor 3.400 Zuschauern in der Kampa-Halle trat der HSV Handball bei GWD Minden ohne die verletzten Blazenko Lackovic und Dimitri Torgovanov sowie ohne Oleg Velyky an. Von der ersten Minute an entwickelte sich eine enge Partie. Die 2:1-Führung der Gastgeber (5. Minute) drehte der HSV nach einem von Johannes Bitter parierten Siebenmeter in ein eigenes 3:2 (9.). In einem von zwei kompakt stehenden Defensivreihen bestimmten und umkämpften Spiel konnte sich jedoch keines der Teams absetzen. Die Fans erlebten während der ersten Halbzeit zudem wenig Tore: Acht Minuten vor dem Pausenpfiff stand es 8:8. Selbst eine doppelte Unterzahl, Bertrand Gille und Pascal Hens mussten in kurzer Folge auf die Strafbank, überstand der HSV dank einer guten Abwehrleistung unbeschadet (10:10, 28.). Wieder komplett warfen die Hamburger bis zur Pause eine eigene 13:11-Führung heraus.
Lindberg entscheidet die Partie
Die Gäste waren es auch, die mit mehr Schwung aus der Kabine kamen. Mit drei Treffern in Folge markierten Krzysztof Lijewski und Hans Lindberg das 16:12 für den HSV (36.). Zwar verkürzte Minden wenig später ebenfalls mit einer Drei-Tore-Serie noch einmal auf 16:18 (40.), die Hamburger Führung war jedoch in Durchgang zwei nicht mehr in Gefahr. Dafür sorgte auch Johannes Bitter, der in seinem 100. Pflichtspiel für den HSV Handball mit insgesamt 17 Paraden auftrumpfte. In der Offensive setzte sich vor allem Hans Lindberg in Szene: Der Däne traf per Tempogegenstoß, von Rechtsaußen, aus dem Rückraum und von der Siebenmeterlinie. Mit dem 28:23 sorgte Lindberg auch für die Entscheidung im Spiel (57.). Das 30:24 war der elfte Treffer des Europameisters, der somit zum besten Schützen der Partie avancierte. Am Ende feierte der HSV einen verdienten 31:25-Sieg, mit dem sich die Mannschaft von Martin Schwalb wieder auf Platz zwei der TOYOTA HBL-Tabelle vorschiebt.
GWD Minden: Medhus (6/1 Paraden, 1.-30., 38.-60.); Besirevic (2 P., 31.-38.); Dresrüsse n.e.;
Schmidt 7/4, Schäpsmeier 6, Henriksson 4, Haaß 4, Gylfason 2, Just 2/1, Hegemann, Simon, Ingimundarson, Kunisch n.e.
HSV Hamburg: Bitter (17/1 P., 1.-60.); Sandström (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 11/5, Hens 8, K. Lijewski 5, Flohr 3, Grimm 2, B. Gille 1, G. Gille 1, M. Lijewski, Niemeyer, Jansen, Schröder n.e., Grundsten n.e.
Siebenmeter: 5/7 – 5/6 (Bitter pariert gegen Schmidt, Just wirft am Tor vorbei – Lindberg scheitert an Medhus)
Zeitstrafen: 5 – 2 (Haaß 2x, Schäpsmeier, Hegemann, Schmidt – B. Gille, Hens)
Schiedsrichter: Uwe Prang / Uwe Reichl (Bergheim/Köln)
Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (3.), 2:2 (6.), 4:4 (11.), 6:4 (15.), 6:6 (17.), 8:8 (22.), 10:10 (28.), 11:13 (30.) – 12:13 (31.), 12:16 (34.), 13:16 (35.), 13:18 (36.), 16:18 (40.), 16:19 (41.), 17:19 (42.), 17:21 (45.), 18:21 (46.), 18:23 (48.), 20:23 (50.), 20:24 (51.), 22:26 (54.), 22:27 (55.), 24:29 (58.), 24:30 (59.), 25:31 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Das war Handball pur. Wir sind 60 Minuten konzentriert zu Werke gegangen, haben in der Abwehr gut gearbeitet, gut die erste und zweite Welle und die schnelle Mitte gespielt. Mit der Zeit konnten wir uns so einen Vorteil erarbeiten. Für uns war das ein sehr wichtiger Spieltag: Wir sind wieder auf Platz zwei, und da wollen wir natürlich auch bleiben. Im nächsten Spiel gegen Gummersbach wollen wir wieder zwei Punkte holen, um uns damit die direkte Qualifikation für die Champions League zu erarbeiten.“
Guillaume Gille (Kapitän HSV Hamburg): „Wir haben uns diesen Sieg erarbeitet und zwei Punkte geholt, die angesichts der anderen Ergebnisse umso wichtiger sind. Wo wir jetzt stehen, wollen wir natürlich am Ende auch stehen.“
Richard Ratka (Trainer GWD Minden): „Der HSV war die bessere Mannschaft. Wir haben es nicht geschafft, in den entscheidenden Momenten Ruhe zu bewahren. Außerdem war der Einstieg in die zweite Hälfte etwas holprig. Wir haben bis zum Ende gekämpft, doch Hamburg hat einfach die Routine, Qualität und Quantität, um das Spiel über die Runden zu bringen. Wir waren in einigen Phasen einfach nicht clever genug.“
Notizen zum Spiel:
- Mit dem 14:12 nach 31 Minuten erzielte Krzysztof Lijewski seinen 100. HBL-Treffer der laufenden Saison.
- Matthias Flohr gelang mit dem 18:13 sein 300. Pflichtspiel-Tor für den HSV Handball (36.).
- Das Vorspiel in der Kampa-Halle bestritten der Fan-Club TSV GWD Minden und der FC Blau-Weiß des HSV Handball. Die Hansestädter entschieden den Fan-Vergleich mit 27:19 (12:10) für sich.
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