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11.09.11 Niederlage in Berlin: HSV unterliegt bei den Füchsen

Hamburger verlieren 25:26 (13:14) in der Hauptstadt

Das erste Auswärtsspiel der Saison endet für den HSV Handball mit der ersten Niederlage. Beim Vorjahresdritten, den Füchsen Berlin, unterlag die Mannschaft von Trainer Per Carlén nach einer umkämpften Partie mit 25:26 (13:14). Vor 8.126 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle konnte sich zwar über die gesamte Dauer des Spitzenspiels keines der beiden Teams einen entscheidenden Vorteil verschaffen. In der Schlussminute entschieden die Gastgeber das Spiel jedoch für sich. Bester Werfer des Spiels war Hans Lindberg mit elf Treffern.

Spitzenspiel im Fuchsbau

Das Großstadt-Derby zwischen Berlin und Hamburg wurde vor 8.126 Zuschauern in der Max- Schmeling-Halle angepfiffen, und die Gäste zeigten sich in der Anfangsphase gleich hellwach. HSV-Torhüter Dan Beutler parierte die ersten drei Angriffe der Füchse, davon einen Siebenmeter gegen Ivan Nincevic (5. Minute). Auf der Gegenseite ging das Team von HSV-Trainer Per Carlén mit schnellem Spiel schnell in Führung (3:1, 6.). Mit zunehmender Spielzeit verlief die Partie allerdings ausgeglichener (5:5, 12.). Beide Teams agierten mit viel Tempo, sodass sich ein Spitzenspiel entwickelte, in dem der HSV beim 7:5 erneut mit zwei Toren in Führung ging (14.). Da Dan Beutler sich weiterhin gut auf dem Posten zeigte, konnten die Hamburger diese Führung behaupten (9:8, 19.). Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff musste sich der HSV jedoch einer offensiven Berliner Abwehr erwehren. Die Gastgeber übernahmen in dieser Phase durch drei Toren in Folge erstmals die Führung (11:9, 21.). Mit einem großen Willen kämpften sich die Carlén-Schützlinge zurück, verhinderten mit guter Abwehrarbeit einen höheren Rückstand und glichen kurz vor dem Pausenpfiff aus (13:13, 28.). Nach 30 Minuten stand jedoch wiederum eine 14:13-Führung für Berlin auf der Anzeigentafel.

Entscheidung fällt in der Schlussminute gegen den HSV

Den Auftakt in den zweiten Durchgang konnte zunächst der HSV wieder zu seinen Gunsten nutzen. Hans Lindberg, bis hierhin bereits mit neun Toren, gelang per Siebenmeter der erneute Ausgleich (14:14, 33.). Nach der ersten Unterzahl eines umkämpften, aber fairen Spiels gerieten die Gäste allerdings mit 15:18 ins Hintertreffen (38.). Doch auch in dieser Phase trotzte der HSV Handball den Füchsen. Johannes Bitter parierte einen Strafwurf gegen Iker Romero, Marcin Lijewski besorgte im Gegenzug den Ausgleich (18:18, 43.). Das Spiel kam nun in seine entscheidende Phase, in der es jedoch hin und her ging. Zunächst gingen die Füchse wieder in Vorlage (20:18, 47.). Der HSV blieb aber weiter ruhig und zog nach (20:20, 50.). Bertrand Gille brachte sein Team wieder in Führung (21:20, 51.). In der Schlussphase wechselten beide Mannschaften die Torhüter: Berlins Petr Stochl ermöglichte seinen Farben nun wieder drei Torerfolge ohne Gegentor (24:22, 56.). Johannes Bitter parierte in der Folge zwar seinen zweiten Siebenmeter, der Abpraller landete allerdings wieder bei Ivan Nincevic, der das 25:23 markierte (58.). Hans Lindberg, mit seinem elften Treffer des Abends, und HSV-Kapitän Guillaume Gille brachten ihr Team aber wieder heran (25:25, 59.). In der Schlussminute gelang den Füchsen das 26:25, der HSV setzte im Gegenzug einen siebten Feldspieler ein. Sieben Sekunden vor dem Ende nahm Per Carlén zudem seine zweite Auszeit. Der letzte Wurf landete jedoch wiederum bei Füchse-Keeper Stochl, der dem HSV somit auch den zweiten Auswärtspunkt verwehrte. Hans Lindberg war mit elf Toren der beste Schütze des Spiels.

Füchse Berlin: Heinevetter (6 Paraden, 1.-45.); Stochl (5 P., 45.-60.);
Nincevic 7/1, Petersson 6, Sellin 3, Christophersen 3, Laen 2, Jaszka 2, Romero 2/1, Löffler 1, Spoljaric, Bult, Richwein n.e., Pevnov n.e.

HSV Handball: Bitter (3/2 P., 1.-49.); Beutler (8/1 P., 1.-49.);
Lindberg 11/2, Duvnjak 5, M. Lijewski 3, Lackovic 2, Vori 2, B. Gille 1, G. Gille 1, Jansen, Flohr, Hens, Schröder n.e., Schliedermann n.e.

Siebenmeter: 1/4 – 2/2 (Beutler pariert gegen Nincevic, Bitter wehrt gegen Romero ab und hält gegen Nincevic)

Zeitstrafen: 1 –1 (Spoljaric – B. Gille)

Schiedsrichter: Lars Geipel / Marcus Helbig (Steuden/Landsberg)

Spielfilm: 0:1 (1.), 0:2 (3.), 1:2 (5.), 3:4 (8.), 4:4 (8.), 5:5 (12.), 5:7 (14.), 6:7 (14.), 7:8 (17.), 8:8 (18.), 9:9 (20.), 11:9 (21.), 11:10 (22.), 12:11 (24.), 13:12 (28.), 13:13 (28.), 14:13 (29.), 14:13 (30.) – 14:14 (33.), 16:14 (37.), 16:15 (37.), 18:15 (39.), 18:18 (43.), 20:18 (47.), 20:19 (47.), 21:20 (49.), 21:22 (51.), 23:22 (52.), 24:22 (56.), 24:23 (57.), 25:24 (58.), 25:25 (59.), 26:25 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Das waren 60 Minuten Kampf, die wir erwartet und auch angenommen haben. Am Ende hatten wir zweimal die Chance, hier einen Punkt mitzunehmen. Aber solch enge Spiele werden sehr oft durch Kleinigkeiten entschieden. Das ist einfach typisch für Topspiele, und das ist schön für die Zuschauer. Berlin hatte heute das bessere Ende und wir schauen jetzt auf das nächste Spiel.“

Dagur Sigurdsson (Trainer Füchse Berlin): „Das war ein Krimi: Viel Taktik, viele Emotionen. Wir sind natürlich zufrieden mit dem Sieg, aber wie Per schon sagt, waren heute Kleinigkeiten entscheidend. Lindberg macht auf Außen so ein Wahnsinnsspiel, hat aber Pech im letzten Abschluss – das war unser Glück.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Im Großen und Ganzen haben wir gut gespielt: 26 Gegentore in Berlin sind durchaus ok. In den letzten zwei Minuten haben wir aber zu viel liegen lassen. Jetzt haben wir zwei Minuspunkte, mit denen wir leben müssen. Es geht weiter, weiter, weiter, schon in drei Tagen können wir es bei den Löwen besser machen.“

Martin Schwalb (Präsident HSV Handball): „Wir sind schon ein wenig enttäuscht. Aber wir richten unseren Blick nach vorn. Am Mittwoch müssen wir ebenso kämpferisch auftreten und in einigen Situationen bessere Lösungen finden.“

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 50 : 14 +127
4 Hamburg 49 : 17 +110
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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