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16.03.11 o2 World-Comeback mit deutlichem Sieg

HBL-Spitzenreiter gewinnt gegen den DHC Rheinland 28:14 (15:7)
Der HSV Handball feiert im Heimspiel gegen den DHC Rheinland einen deutlichen Erfolg und fährt vor 8.259 Zuschauern in der O2 World Hamburg ein 28:14 (15:7) ein. Bereits in der Anfangsphase der Partie setzte sich das Team von Trainer Martin Schwalb entscheidend ab und machte im zweiten Durchgang schließlich alles klar. Nach dem Sieg führt der HSV Handball die Tabelle der TOYOTA Handball-Bundesliga weiter an. Zudem nahm der Vize-Präsident des HSV Handball, Dierk Schmäschke, vor dem Anpfiff von Prof. Dr. Alfons Madeja den ersten Preis des von der Sport Bild in Auftrag gegebenen Handball-Barometers entgegen.
HSV zieht dem DHC bereits in den Anfangsminuten weg
Nach vier Wochen lud der HSV Handball seine Fans wieder zu einem Bundesliga-Heimspiel in die O2 World Hamburg. 8.259 Fans kamen und bejubelten zunächst HSV-Kapitän Guillaume Gille, der durch Aufsichtsrat Maximilian Huber für sein 250. Bundesliga-Spiel geehrt wurde, das er in Lübbecke absolviert hatte. Der französische Mittelmann nahm anschließend verletzungsbedingt hinter der Bank Platz, neben seinem Bruder Bertrand Gille. Zunächst hielten beide Teams und die Zuschauer jedoch für eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer der Erdbeben-Katastrophe in Japan inne.
In das Spiel schließlich fand der Spitzenreiter gut, beherrschte den Gegner über seine 6:0-Abwehr und ging mit 5:0 in Führung (10. Minute). Johannes Bitter im HSV-Tor pariert zunächst einen Siebenmeter von Michiel Lochtenbergh (9.) und blieb insgesamt fünf weitere Minuten ohne Gegentor. Erstmals traf Maciej Dmytruszynski für den DHC Rheinland (1:5, 14.). In der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs das gleiche Bild: Der HSV baute seine Führung dank eines top aufgelegten Torhüters und einer konzentrierten Deckung Tor für Tor aus. Über 7:2 (17.), 12:4 (24.) und 14:5 (28.) ging es beim Stand von 15:7 für den HSV Handball in die Kabinen.
Krzysztof Lijewski mit seinen ersten Bundesliga-Treffern der Saison
Nach der Pause wechselte der HSV Handball beinahe komplett durch, allein Torsten Jansen machte auf Linksaußen weiter. Dafür ersetzte Per Sandström Johannes Bitter, Hans Lindberg kam auf Rechtsaußen für Stefan Schröder und Krzysztof Lijewski für seinen Bruder Marcin auf Halbrechts. Matthias Flohr löste Igor Vori am Kreis ab, Domagoj Duvnjak in der Spielmacherrolle Michael Kraus und Pascal Hens wurde im linken Rückraum für Blazenko Lackovic eingewechselt. Der so neu formierte HSV kam nach 34 Minuten zum ersten Treffer und blieb bis zum 16:7 wiederum ohne Gegentor. Die Abwehr stand weiter stabil. Und im Angriff gelangen Krzysztof Lijewski mit dem 17:8 (36.) und dem 18:9 (37.) seine ersten beiden HBL-Tore der Saison. Nach einem weiteren Zwischenspurt des HSV erzielte der polnischen Linkshänder eine Viertelstunde vor dem Ende auch das 22:11. In der Schlussphase kam, wie schon im Hinspiel, auch Youngster Marcel Schliedermann zum Einsatz und trug sich mit dem 27:14 ebenfalls in die Torschützenliste ein (56.). Per Sandström kam derweil, ebenso wie Johannes Bitter im ersten Durchgang auf sechs Feld-Paraden und sicherte dem HSV Handball beim 28:14 somit die beste Gegentreffer-Bilanz in der Handball-Bundesliga seit dem 30:14 gegen die HSG Wetzlar im Jahre 2003.
HSV Handball: Bitter (7/1 Paraden, 1.-30.); Sandström (6 P., 31.-60.);
Kraus 5/2, Vori 4, Lindberg 4/1, Duvnjak 3, Lackovic 3, K. Lijewski 3, Jansen 2, Schröder 1,
M. Lijewski 1, Hens 1, Schliedermann 1, Flohr
DHC Rheinland: Vortmann (6/1 P., 1.-60.); Schlingmann n.e.;
Böhm 5, Mathé 4/1, Holst 2/2, Plaz 1, Dmytruszynski 1, Konitz 1, Immel, Wernig, Lindner, Wittig,
Lindt, Lochtenberg
Siebenmeter: 1/3 – 3/5 (Lindberg scheitert an Vortmann und trifft den Pfosten– Bitter pariert gegen Lochtenbergh, Mahé wirft an die Latte)
Zeitstrafen: 3 – 1 (Flohr 2x, Vori – Böhm)
Schiedsrichter: Colin Hartmann / Stefan Schneider (Magdeburg/Barleben)
Spielfilm: 1:0 (2.), 3:0, (3.), 5:0 (10.), 5:1 (14.), 7:1 (16.), 7:2 (17.), 11:2 (23.), 11:3 (24.), 13:5 (27.), 15:7 (30.) – 16:7 (34.), 16:8 (35.), 18:10 (38.), 21:10 (42.), 21:11 (45.), 23:11 (45.), 23:13 (49.), 25:13 (53.), 25:14 (54.), 28:14 (58.), 28:14 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir haben uns vorgenommen, mit unserer Abwehr ein echtes Bollwerk aufzubauen und dies engagiert durchzuziehen. Das hat das Team auch gut gemacht. Nach der Pause hätten wir zwar die ein oder andere klarste Chance noch zusätzlich nutzen und noch mehr Tore machen können, aber es war gut zu sehen, dass die Mannschaft dennoch immer wieder die nötigen Wege gemacht hat. Dieses Einspielen von Automatismen ist gerade im Hinblick auf die kommenden Aufgaben wichtig.“
Kai Wandschneider (Trainer DHC Rheinland): „Es ist schon ungewöhnlich, nur 14 Tore in einem Spiel zu machen. Aber natürlich hängt diese Ausbeute auch mit der Güte des Gegners zusammen. Auf der einen Seite bin ich heute zufrieden mit der Torhüterleistung, auf der anderen aber keineswegs mit dem Angriff. Insgesamt wäre mir ein 20:34 lieber gewesen als dieses 14:28, letztendlich müssen wir jedoch damit leben.“
Pascal Hens (Kapitän HSV Handball): „Unser Ziel war es natürlich, bis zum Ende engagiert aufzutreten. Das haben wir beherzigt. Unsere Abwehr stand heute wirklich gut, auch wenn wir im Angriff noch das ein oder andere Tor mehr hätten machen können. Aber es war auch kein leichtes Spiel, weil der DHC quasi nichts zu verlieren hat und frei aufspielen kann. Das wussten wir vorher und haben den Gegner keineswegs unterschätzt.“
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