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04.03.12 Remis beim TV Hüttenberg - 26:26
Der HSV Handball hat im vierten Auswärtsspiel in Folge den ersten Punkt abgeben müssen. Vor 2.900 Zuschauern in der ausverkauften Sporthalle Ost in Gießen kam die Mannschaft von Trainer Jens Häusler beim TV Hüttenberg nicht über ein 26:26 (13:15) hinaus. Die Hamburger taten sich gegen den Aufsteiger über die gesamte Spielzeit schwer, lagen zur Pause zurück, fanden nach der Pause aber ins Spiel zurück. Renato Vugrinec musste allerdings mit einer Knieverletzung aus dem Spiel genommen werden. In der Schlussminute überschlugen sich in einer emotional geführten Partie die Ereignisse, am Ende stand jedoch das Remis. Bester Werfer des Spiels waren Hans Lindberg und Hüttenbergs Florian Laudt mit jeweils sechs Treffern. Trotz dieses in Mittelhessen verlorenen Punktes bleibt der HSV Handball auf dem dritten Platz und auf Tuchfühlung mit dem zweiten Rang in der TOYOTA Handball-Bundesliga.
Gastgeber legen vor und gehen mit Führung in die Pause
In das Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg, der die Partie in der mit 2.900 Zuschauern ausverkauften Sporthalle Ost in Gießen austrug, ging der HSV Handball mit Personalsorgen. Neben Michael Kraus, der mit Nasenbeinbruch fehlte, blieben sowohl Pascal Hens (Rücken) als auch Torsten Jansen (Fuß) zunächst auf der Bank. Die Gastgeber fanden besser ins Spiel und legten nach fünf Minuten ein 4:1 vor. Das Team von Trainer Jens Häusler antwortete allerdings mit dem 4:4-Ausgleich (10. Minute). Gegen TVH-Keeper Jan-Steffen Redwitz taten sich die Hamburger aber mit zunehmende Spielzeit immer schwerer und scheiterten ein ums andere Mal am gegnerischen Torhüter. Diesen Rückhalt nutzten die Gastgeber zum zwischenzeitlichen 10:7 (18.). Der HSV Handball spielten im Positionsangriff sicher und ließen sich durch den Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Das 11:11 war jedoch der letzte Gleichstand in Halbzeit eins. Wieder legte Hüttenberg vor (14:12, 28.) und konnte so mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause gehen.
Renato Vugrinec verletzt – emotionale Schlussphase bringt Punkteteilung
Die zweite Hälfte entwickelte sich von der ersten Minute an äußerst emotional. Wieder war es der TVH, der auf 18:14 erhöhen konnte (34.). Der HSV Handball sah sich wiederum TV-Torhüter Rediwtz gegenüber, der diese Führung auch in der Folge festhielt. Eine Viertelstunde vor dem Ende stand so ein 23:19 auf der Anzeigentafel. Dann jedoch verdrehte sich HSV-Linkshänder Renato Vugrinec schlimm das Knie und musste ausgewechselt werden. Eine Diagnose bei dem Slowenen konnte vor Ort noch nicht gestellt werden. Eine Untersuchung am morgigen Montag wird Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Die minutenlange Unterbrechung brachte aber eher die Gastgeber aus dem Konzept als den HSV, der jetzt mit dem ebenfalls angeschlagenenen Marcin Lijewski im rechten Rückraum spielte. Zehn Minuten vor dem Ende war der Gleichstand wieder hergestellt (23:23). Die Schlussphase war ein hitziger Kampf und die letzten beiden Minuten an Dramatik kaum zu überbieten. Bertrand Gille brachte den HSV Handball mit 26:25 in Führung, diesmal waren es aber die Hüttenberger, die ausgleichen konnten und zudem in der Schlussminute noch einen Siebenmeter zugesprochen bekamen. Diesen wusste Johannes Bitter allerdings, schon im Fallen, geradezu sensationell abzuwehren. Der letzte HSV-Angriff, der in vier Sekunden gefahren werden musste, brachte allerdings nichts mehr ein und endete erneut bei Jan-Steffen Redwitz. So stand am Ende nicht nur in der Statistik mit Hans Lindberg und Florian Laudt, die beide sechs Treffer markierten, ein Spieler aus beiden Teams, sondern mit dem 26:26 letztlich auch das Remis fest.
TV Hüttenberg: Redwitz (19 Paraden, 1.-60.); Putera (für einen Siebenmeter eingewechselt); Ritschel n.e.;
Laudt 6, Weber 5, Gerlich 5/1, S. Lex 5, Stock 2, Billek 1, Schneider 1, A. Lex 1, Fernandes, Pausch, Ludwig, Roth n.e.
HSV Handball: Beutler (7 P., 1.-34.); Bitter (8/1 P., 34.-60.);
Lindberg 6/3, Vugrinec 3, B. Gille 3, Hens 3, Lackovic 2, Schröder 2, Duvnjak 2, Flohr 2, Lijewski 1, Jansen 1, Vori 1, G. Gille, Schulze n.e.
Siebenmeter: 1/2 – 3/3 (Bitter wehrt gegen Gerlich ab)
Zeitstrafen: 3 – 3 (Laudt, Pausch, Schneider – Flohr, Vugrinec, Jansen)
Schiedsrichter: Christian Moles / Lutz Pittner (Heddesheim / Hemsbach)
Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (4.), 4:1 (6.), 4:4 (8.), 6:4 (11.), 6:5 (12.), 7:6 (13.), 9:6 (17.), 9:7 (17.), 11:9 (20.), 11:11 (22.), 12:11 (24.), 12:12 (25.), 14:12 (28.), 14:13 (28.), 15:13 (28.) – 15:14 (31.), 18:14 (34.), 18:15 (35.), 19:15 (37.), 19:17 (40.), 21:17 (43.), 21:18 (43.), 23:20 (45.), 23:23 (50.), 25:25 (56.), 26:26 (59.), 26:26 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Jens Häusler (Trainer HSV Handball): „Es war das erwartete Spiel, in das wir leider mit ein paar angeschlagenen Spielern gehen mussten. Daher hat uns die Frische gefehlt. Allerdings haben wir die Chancen, die sich uns geboten haben, zu inkonsequent genutzt. Wir hatten zwar nur wenige technische Fehler im Spiel, aber umso mehr Fehlwürfe auch aus freier Position. Das darf natürlich nicht passieren. Es war aber auch beeindruckend, wie der TVH zu Werke gegangen ist. Wir haben dagegen nicht ins Spiel gefunden, und dass wir nicht verloren haben, war am Ende des Glückes Geschick.“
Jan Gorr (Trainer TV Hüttenberg): „Wir haben heute gemerkt, dass wir mit Mitteln, die uns gegen Lemgo zum Erfolg geführt haben, nicht durchkamen. Daher hat es ein wenig gedauert, aber ich denke, dass es dann eine richtig gute erste Halbzeit geworden ist. In der zweiten Hälfte ging es dann hin und her. Wir waren zwar im Fluss, aber in der heißen Phase haben wir keine guten Lösungen gefunden. Die Schlussphase war ein unglaublicher Kampf von beiden Teams.“
Igor Vori (Kreisläufer HSV Handball): „Ich kann nicht sagen, woran es heute gelegen hat. Der Gegner hat sehr viel Kampf ins Spiel gelegt, und es war auch sehr emotional. Auf der anderen Seite haben wir zu viel verschossen.“
Renato Vugrinec (Rückraumspieler HSV Handball): „Das ist die erste richtige Verletzung in meiner gesamten Karriere. Von daher kann ich nicht sagen, was es sein könnte. Ich habe es nur knacken gehört und wusste gleich: Das ist nicht gut.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Wir müssen jetzt unsere Konstanz wiederfinden, damit wir auch mal wieder ein Spiel durchziehen können. Das Selbstvertrauen dafür müssen wir uns wieder erarbeiten.“
Notiz zum Spiel:
- Johannes Bitter absolvierte in Gießen sein 150. Bundesliga-Spiel für den HSV Handball.
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